Juli 9, 2021
Von FAU Flensburg
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Streik iranischer Ölarbeiter hat sich auf mindestens 70 Öl-, Gas- und Petrochemieunternehmen in acht Provinzen ausgeweitet. Es begann einen Tag nach den PrĂ€sidentschaftswahlen vom 18. Juni unter befristet beschĂ€ftigten Arbeitnehmern.

Die Arbeiter, hauptsĂ€chlich GerĂŒstbauer, Schlosser, Schweißer und Elektriker wollen, dass die Löhne von 220 auf 370 Pfund im Monat erhöht werden. Die Inflationsrate im Iran betrĂ€gt derzeit 50 % pro Jahr.

Sie fordern auch die Umsetzung der Arbeitsgesetze von 2010, die befristeten Vertragsarbeitern pro 20 Arbeitstage zehn freie Tage gewĂ€hren. Derzeit werden nur festangestellte Arbeitnehmer freigestellt, deren Zahl ist in den letzten Jahren gesunken. Mehr freie Tage könnten es Arbeitern ermöglichen, von Ölbohrinseln und Einrichtungen in ihre Heimatorte zurĂŒckzukehren, die oft weit entfernt sind. Die Arbeiter wollen auch bessere Lebensbedingungen in den Gemeinschaftswohnheimen und höhere Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen.

Einige fordern die Abschaffung der Unterauftragsvergabe. Die meisten Arbeiter tauchen am Arbeitsplatz auf, verweigern aber die Arbeit. Arbeiteraktivisten sagen, dass, wenn Arbeiter nicht erscheinen, sie nach drei Tagen entlassen wĂŒrden oder von SicherheitskrĂ€ften verfolgt werden können.
Im Juli 2020 beteiligten sich Arbeiter von 15 Raffinerien, petrochemischen Unternehmen und Kraftwerken an einer landesweiten Kampagne fĂŒr Zulagen und andere Rechte.

Die jĂŒngste Aktion – genannt „Kampagne 1400“, wie das Jahr 2021 im iranischen Kalender genannt wird – ist viel grĂ¶ĂŸer. Es wurde unter dem Motto „Wir geben unsere Rechte nicht auf“ ins Leben gerufen.

Kampf um Rechte

Der Rat fĂŒr die Organisierung der Öl-Lohnarbeiter-Proteste, der sich fĂŒr die Rechte von 41.000 Lohnarbeitern in der Ölindustrie einsetzt, hat diese Woche seine zweite ErklĂ€rung abgegeben.
Darin heißt es: „WĂ€hrend des jĂŒngsten Protestes sind viele unserer Kollegen in den Streik getreten, haben ihren Arbeitsplatz verlassen und sind nach Hause gegangen. Andere sind jedoch in ihren UnterkĂŒnften geblieben. Durch die Erhöhung unserer Anzahl wollen wir auf unsere Forderungen aufmerksam machen.“

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Quelle: Fau-fl.org