November 16, 2021
Von Soligruppe FĂŒr Gefangene
380 ansichten


Quelle: Round Robin, die Übersetzung ist von uns

Op. Sibilla – KommuniquĂ© der SolidaritĂ€t

Am 12. 11. 2021 veröffentlicht

Um mit der Ausbeutung und der UnterdrĂŒckung zu brechen, ist es notwendig, dass die verletzte und mit FĂŒĂŸen getretene WĂŒrde in die Tat umgesetzt wird, denn wir sind der festen Überzeugung, dass „Freiheit“ keineswegs das Recht und die Pflicht ist, der AutoritĂ€t zu gehorchen, sie ist keine Existenz, die man auf den Knien verbringt. Die Freiheit liegt – hier und jetzt – in der Herausforderung aller Macht, in dem wilden Wunsch nach der praktischen und konkreten Zerstörung der AutoritĂ€t.

Vetriolo, Nummer 5

Am Donnerstag, den 11. Oktober, wurde im Morgengrauen die Operation „Sibilla“ eingeleitet, die von den Staatsanwaltschaften von Perugia (StaatsanwĂ€ltin Manuela Comodi) und Mailand (Staatsanwalt Alberto Nobili) koordiniert wurde und in deren Folge eine Reihe von GefĂ€hrten und GefĂ€hrtinnen in verschiedenen italienischen StĂ€dten durchsucht wurden. Es waren die Carabinieri der ROS (unter dem Kommando von General Pasquale Angelosanto), die die vom GIP Valerio D’Andria angeordneten Maßnahmen durchfĂŒhrten, fĂŒr die sechs anarchistischen GefĂ€hrten und GefĂ€hrtinnen durch einen Beschluss zur Anwendung von Vorsichtsmaßnahmen erreicht wurden und gegen die wegen Anstiftung zu Straftaten in Verbindung mit Terrorismus und Umsturz der demokratischen Ordnung ermittelt wurde.

Die Untersuchung stĂŒtzt sich auf fĂŒnfjĂ€hrige Recherchen ĂŒber die Veröffentlichung der anarchistischen Zeitung Vetriolo, einer Zeitschrift, die den Staat und das kapitalistische System stets mit prĂ€zisen Analysen kritisiert und anarchistischen Gefangenen durch die Veröffentlichung ihrer Schriften eine Stimme gegeben hat.

Es ist klar, dass diese x-te repressive Maßnahme die Stimmen der radikalen Kritik am Bestehenden zum Schweigen bringen möchte. Im heutigen gesellschaftlichen Kontext wird die autoritĂ€re Wende des Fortschritts jeden Tag deutlich. Wir haben es bei den repressiven Maßnahmen der ersten Abriegelung, den Ausgangssperren, dem Versammlungsverbot und der Hausarrestierung von Millionen von Menschen gesehen. Wir sehen es auf den zunehmend militarisierten Straßen, an ArbeitsplĂ€tzen mit der Erpressung des grĂŒnen Passes, an den Grenzen von Staaten wie in Weißrussland, wo Migranten von der polnischen Armee, die die Festung Europa verteidigt, zurĂŒckgewiesen werden und dem Hungertod oder der KĂ€lte ĂŒberlassen werden.

Wir sind uns bewusst, dass all dies nicht aufhören wird, sondern immer schlimmer werden wird. Dies erfordert Analysen, Entschlossenheit und Praktiken, die den SchlÀgen, die das Kapital auslöst, gewachsen sind.

Wenn der Staat und die Justiz die GefÀhrten und die GefÀhrtinnen mit diesen Montage/Ermittlungen isolieren wollen, werden sie auf der anderen Seite immer Individuen finden, die bereit sind zu kÀmpfen, um die gleichen Praktiken und revolutionÀren Ideen zu verwirklichen.

SolidaritÀt mit Vetriolo, dem Circolaccio und unseren Freunden und GefÀhrten, gegen die ermittelt und gefahndet wird!

Tod dem Staat und dem Kapital!

Freiheit fĂŒr alle!

Solidali genovesi (solidarische Genuesen)




Quelle: Panopticon.blackblogs.org