November 28, 2021
Von Anarchist Black Cross Wien
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quelle: soligruppe fĂŒr gefangene

Quelle: Round Robin, die Übersetzung ist von uns.


Am 12. 11. 2021 veröffentlicht

SIBILLAZIONI

Über die anti-anarchistische Operation „Sibilla“.

All dies muss ein Ende haben. FĂŒr immer. Und wenn der Staat und die Bosse unsere lebenden Feinde sind, dann ist die historische Rolle des Anarchismus als der Spaten, mit dem wir ihre GrĂ€ber ausheben, offensichtlicher denn je.

Zuerst die gute Nachricht, Ottone degli Ulivi

Vor dem Morgengrauen des 11. November 2021 gab es in Italien Dutzende von Hausdurchsuchungen bei anarchistischen GefĂ€hrten und GefĂ€hrtinnen in Genua, Carrara, Pisa, Cremona, Bergamo, Rom, Perugia, Viterbo, Lecce, Taranto, Cosenza und Cagliari. Die von den Carabinieri der ROS auf Anweisung der Staatsanwaltschaft von Perugia durchgefĂŒhrten Ermittlungen konzentrieren sich auf die anarchistische Hetze und insbesondere auf die Zeitung Vetriolo sowie auf die Gegeninformations-Websites wie roundrobin.info und malacoda.noblogs. Das Hauptverbrechen, das den GefĂ€hrten und GefĂ€hrtinnen vorgeworfen wird, ist die Bildung und/oder Beteiligung an einer subversiven Vereinigung zum Zwecke des Terrorismus (270bis), da die GefĂ€hrten und GefĂ€hrtinnen nach Ansicht der Polizei durch die oben genannten Veröffentlichungen zur Begehung terroristischer Handlungen gegen den Staat angestiftet hĂ€tten.

ZusĂ€tzlich zu Dutzenden von Durchsuchungen auf der ganzen Halbinsel, 6 Vorsichtsmaßnahmen: die „Verhaftung“ von Alfredo, der bereits im GefĂ€ngnis von Terni inhaftiert ist, ein GefĂ€hrte wurde unter Hausarrest mit elektronischer Fußfessel gestellt und vier weitere mit der Verpflichtung, dort zu bleiben wo sie wohnen (A.d.Ü., Stadt, Gebiet) und regelmĂ€ĂŸig zu unterschreiben (A.d.Ü., bei den Bullen).

Wir sind keineswegs ĂŒberrascht, dass der Staat klare und entschiedene Worte unterdrĂŒckt, und noch weniger sind wir ĂŒberrascht, dass in dieser Zeit soziale Unruhen befĂŒrchtet werden. Die Schaffung eines inneren Feindes dient dazu, die LoyalitĂ€t der Bevölkerung gegenĂŒber seinem König – dem Staat – wiederherzustellen – wir sehen es deutlich bei der „No Vax“-Aktion: Der Staat schlĂ€gt gerade in diesen Tagen auf die PlĂ€tze, die sich gegen den Pass bewegen, und verhindert Demonstrationen an Orten, an denen der Kapitalismus gedeihen muss.

Als Anarchisten und Anarchistinnen sind und bleiben wir innere und Ă€ußere Feinde, von oben, von unten, in chaotisch begrĂŒndeten Richtungen, jeglicher AutoritĂ€t. Die Komplizenschaft mit den Worten, die gegen die Feinde gesprochen werden, ob es sich nun um Beamte des Staates oder des Kapitalismus, einschließlich des Militarismus, handelt, ist dann fĂŒr uns klar.

Wie ĂŒblich ist in der Rechtsauffassung der Ermittler die einzig mögliche Organisation eine hierarchische Organisation von oben nach unten. Sie verstehen nicht, oder besser gesagt, sie haben keine Lust, öffentlich zu sagen, dass die Unberechenbarkeit der Anarchisten und der Anarchistinnen in ihrer Desorganisation keine Organisation ist, geschweige denn, dass es ĂŒberhaupt AnfĂŒhrer und MitlĂ€ufer gibt.

Wir stehen an der Seite derjenigen, die von der Repression betroffen sind, weil sie sich entschieden haben, anzugreifen und sich nicht hinter dem BedĂŒrfnis zu verstecken, von den Massen mit sĂŒĂŸen und zuvorkommenden Worten geliebt zu werden, um die Worte der von jahrzehntelanger Haft betroffenen GefĂ€hrten und GefĂ€hrtinnen zu verbreiten.

Es lebe die Anarchie!

Anarchisten und Anarchistinnen von Carrara

11/11/2021

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Quelle: Abc-wien.net