Januar 22, 2021
Von IWW Wobblies
366 ansichten


FĂŒr die nĂ€chsten Monate sind einige Online-Trainings  geplant: Das 1o1-Training (Aufbau einer Betriebsgruppe) und das Training for Trainers (werde selbst ein Organizing-Trainer*in, um Workshops geben zu können). Los geht’s ab Februar 2021. Also schaut nach euren Emails und News in den IWW-KanĂ€len, um euch rechtzeitig anzumelden!

Wenn Du generell Interesse an den IWW Trainings hast, dann kontaktiere unser Trainingskomitee hier!

Was heißt Organizing?

Unser Gewerkschaftskonzept nennen wir in der IWW Solidarischer Unionismus. Ausgangspunkt ist fĂŒr uns immer die SolidaritĂ€t unter den ArbeiterInnen unserer Klasse gegen alle Spaltungen nach Herkunft, Geschlecht, Hautfarbe oder sexueller Orientierung. Die Methoden mit denen wir uns nach diesem Konzept organisieren, nennen wir Organizing. Den englischen Begriff benutzen wir deshalb, weil wir innerhalb der IWW weltweit unsere Kampferfahrungen austauschen und voneinander lernen.

Wie gehen wir vor?

(1) IWW OrganizerInnen arbeiten so gut wie immer in dem Betrieb in dem sie organisieren. Sie verlassen sich nicht auf professionelle GewerkschaftssekretÀre. Damit bleiben auch die Erfahrungen und das Wissen das im Organizing erworben wird, in der ArbeiterInnenklasse.

(2) WĂ€hrend Gewerkschaften ihre Mitglieder oftmals Mitgliedskarten unterschreiben lassen um fĂŒr sie zu verhandeln, fokussieren die IWW darauf KollegInnen als AnfĂŒhrerInnen auszubilden. Dazu kommt ein hohes Maß an Engagement mit dem Ziel die wirkungsvollste Waffe von ArbeiterInnen freizusetzen: direkte Aktionen auf Betriebsebene. Die Gewerkschaft ist jeden Tag auf Betriebsebene aktiv, sich gegenseitig unterstĂŒtzend um den tĂ€glichen Kampf mit kleinen und großen Aktionen gegen den Chef in Bezug auf Probleme im Betrieb zu fĂŒhren.

(3) In IWW Kampagnen, entscheidet das Organizing-Komitee der ArbeiterInnen ĂŒber ihre Aktionen, nicht die GewerkschaftsfunktionĂ€rInnen, AnwĂ€lte, oder PR-Menschen. Diese Unterschiede sehen zu Beginn nach kleinen Details aus, haben aber eine weitreichende Folge auf die Form der Bewegung die aufgebaut werden soll. Durch den Aufbau einer Gewerkschaft die von ArbeiterInnen gefĂŒhrt wird, arbeitet die IWW an dem Aufbau einer Welt die in der Hand von ArbeiterInnen liegt. [Aus: Forman, Erik (2014): „Revolte in der Fast-Food-Nation: Die Wobblies knĂŒpfen sich Jimmy John’s vor„]

Dabei entscheidet niemand von außen was die KollegInnen im Betrieb an Aktionen machen sollen, was die Probleme sind und wie das Vorgehen ist. Das Organizing-Komitee, bestehend aus aktiven KollegInnen entscheidet darĂŒber selbst und bekommt UnterstĂŒtzung von der Ortsgruppe oder der gesamten IWW. Dieses Vorgehen Ă€hnelt der so genannten ‚militanten Untersuchung’. Klar ist nur: So lange es Lohnarbeit gibt, so lange wird es auch Probleme am Arbeitsplatz mit der/dem ChefIn geben.

Weitere Infos und Lesetipps findet ihr hier.

Print Friendly, PDF & Email



Quelle: Wobblies.org