Januar 12, 2022
Von Emrawi
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JĂ€hrlich lĂ€dt die extrem rechte FPÖ und ein Haufen gleichgesinnter Burschenschafter zum „Wiener Akademikerball“ -ehemals „WKR-Ball“. Der Ball in der traditionsreichen und prestigetrĂ€chtigen Wiener Hofburg war und ist ein Stelldichein rechter Eliten aus Österreich und ganz Europa. Hier verbrĂŒdern sich Rassismus und Sexismus, hier vernetzen sich Chauvinismus und Nationalismus, hier bittet der Rechtspopulismus den Antisemitismus zum Tanz und in Wichs und Ballkleid walzert sich das ganz besonders ReaktionĂ€re durch den Abend.

Scheinbar ganz Österreich empfand das lange Jahre als völlig normal und nicht weiter störend. Erst antifaschistische Proteste störten den Burgfrieden. Dank ihrer Öffentlichkeitsarbeit, ihrer Demonstrationen und Blockadeaktionen gegen den Ball störten sich immer mehr Menschen an dem rechten Treiben in der Hofburg, immer mehr gingen dagegen auf die Straße. Die Proteste wurden grĂ¶ĂŸer und breiter, die GĂ€ste des Balls immer weniger. Der österreichische Staat, Polizei und Politik versuchte indes mit Hetzkampagnen, Verboten und massiver Polizeigewalt die Proteste in den Griff zu kriegen. Die halbe Stadt wurde zur „Sperrzone“ erklĂ€rt, antifaschistische BĂŒndnisse sahen sich wahnhaften VorwĂŒrfen ausgesetzt. Es gab immer wieder zahlreiche Festnahmen. 2014 wurde der Antifaschist Josef aus Jena sogar ein halbes Jahr in Untersuchungshaft genommen.

Der Dokumentationsfilm „Jedes Jahr nie wieder“ folgt einem chronologischen Ablauf der antifaschistischen Proteste gegen den „Wiener Akademikerball“ in den Jahren 2014 und 2015. Die Filmemacher portrĂ€tieren die SchlĂŒsselfiguren dieser Nacht, von antifaschistischen Akteur:innen bis zur Burschenschaft, und fragen ĂŒberdies in der Öffentlichkeit stehende Personen aus Politik, Kultur und Wissenschaft nach deren persönlicher Wahrnehmung zum Ball. Auch und speziell die ausufernde mediale Gewaltdebatte wird analysiert: Warum reagiert die österreichische Gesellschaft und ihr Boulevard derart sensibel auf linke Proteste? Wer organisiert die Anti-Akademikerball-Proteste und wie kooperieren die BĂŒndnisse untereinander? Vorab wird der Film von einer Genossin noch inhaltlich eingebettet.

Wir bitten euch wÀhrend der Veranstaltung Maske zu tragen. Komme bitte geimpft und PCR-gestestet.

Das Antifa-CafĂ© findet monatlich statt. Organisiert und durchgefĂŒhrt wird es von der AG Antifa der Plattform Radikale Linke. Im JĂ€nner wird es in Kooperation mit den Genoss:innen des KSV:lili veranstaltet.



Am 27. JĂ€nner dann, am Tag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau gehen wir auf die Straße: 18.30 Uhr, Uni Rampe, UniversitĂ€tsstraße 1: Völkische Verbindungen kappen!

Alle Infos findet ihr unter: https://radikale-linke.at/de/2022/01/03/voelkische-verbindungen-kappen/




Quelle: Emrawi.org