November 26, 2020
Von Indymedia
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Die Kundgebung war mit Transpis und Schilder geschmĂŒckt, die auf die doppelte Ausbeutung und UnterdrĂŒckung der Frau*, den Frauen*kampf selbst und auf das Motto der Kundgebung verwies: „Alle zusammen gegen Gewalt an Frauen* – We fight back“. Über 150 Menschen und Passant*innen, die aufgrund unseres Kundgebungsplatzes am Weihnachtsmarkt auf uns aufmerksam wurden, konnten sich dem Thema nicht entziehen.

Das Feministische Kollektive skandalisierte den antifeministischen Roll-back und griff die rechten AktivitĂ€ten, unter anderem NSU 2.0, auf. Außerdem thematisierte sie die HasskriminalitĂ€t gegenĂŒber LGBTIQ+ Menschen in der BRD.

Die Moderation verwies auf die Frauen*kĂ€mpfe weltweit und forderte bedingungslose SolidaritĂ€t mit den kĂ€mpfenden Frauen* aus Polen, Indien oder Lateinamerikas, die massenhaft fĂŒr ihre Rechte und gegen Gewalt auf die Straße gehen.

Wir vom offenen Frauen*treffen Karlsruhe nahmen uns schon am Tag zuvor die Straße und den Raum und machten zur Rush-hour mit Schildern und Transpis auf Gewalt gegen Frauen* und unsere Kundgebung aufmerksam. Auch am heutigen Vormittag wurde von Aktivistinnen* symbolisch blutverschmierten KleidungstĂŒcke und Hinweisplakate aufgehĂ€ngt, um auf Femizide, die Ermordung von Frauen* aufgrund ihres Geschlechts, aufmerksam zu machen.

Syliva, eine schwarze Aktivistin, stellte in einer bewegenden Rede wĂŒtend dar, wie schwarze Frauen* in unserer Gesellschaft auf Grund ihrer Hautfarbe doppelt diskriminiert und unterdrĂŒckt werden und wie wichtig es ist unsichtbare schwarze Frauen* sichtbar zu machen. Sie steht fĂŒr eine Frauen*befreiung, die in unserem kapitalistischen System nicht zu erlangen ist.

Nur wenn wir alle lohnabhĂ€nigen Frauen* weltweit gemeinsam unsere Stimme erheben und kĂ€mpfen können wir die VerhĂ€ltnisse die uns seit Jahrhunderten unterdrĂŒcken ĂŒberwinden.

Wir haben erkannt, dass wir uns als Frauen* organisieren mĂŒssen, um gemeinsam gegen Sexismus, Ausbeutung und UnterdrĂŒckung zu kĂ€mpfen. Gegen ungleiche Löhne und den Abbau von Frauen*rechten, genauso wie gegen sexualisierte Gewalt und bevormundende Rollenbilder. Wir mĂŒssen klar machen, dass kapitalistische Ausbeutung und patriarchale UnterdrĂŒckung von Frauen* ineinander verschrĂ€nkt sind und gemeinsam bekĂ€mpft werden mĂŒssen.

Denn Frauen* die kÀmpfen, sind Frauen*, die leben, lasst uns das System aus den Angeln heben!




Quelle: De.indymedia.org