September 28, 2021
Von Indymedia
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Auch viele von uns haben zur Wahl ihre Stimme abgegeben, da es in der aktuellen historischen Situation durchaus Sinn ergibt linke Parteien und Kanidat:innen zu wĂ€hlen, die sich gegen den Kurs der herrschenden bĂŒrgerlichen Parteien richten, vor allem im Hinblick auf die Ausgangspunkte und Bedienungen, die sich dadurch fĂŒr unsere verschiedenen KĂ€mpfe ergeben. Die Wahlen und ihre Ergebnisse sind fĂŒr uns dabei keinesfalls zentraler strategischer Bezugspunkt, sondern vielmehr ein politisches Ereignis, das vor allem angesichts der sich weiter entwickelnden kapitalistischen Krise uns als Teil der Gesellschaft, als Teil unserer Klasse und auch als politische Bewegung betrifft und mit der wir uns konfrontiert sehen.

Wahlkampfzeiten sind auch immer hoch politisierte Zeiten und auch hinter uns liegen anstrengende Wochen in denen wir kontinuierlich rechte Parteien im Wahlkampf gestört, ArbeitskĂ€mpfe solidarisch begleitet, Protest und Widerstand gegen das greenwashing-Event IAA und das Autokapital geleistet und uns gemeinsam und solidarisch gegen Repression gestellt haben – und wir haben mit den AktivitĂ€ten rund um den Safe Abortion Day und den Forderungen fĂŒr den flĂ€chendeckenden, kostenlosen Zugang zu selbstbestimmten und sicheren SchwangerschaftsabbrĂŒchen auch noch einiges vor. Dies haben wir in kurzen RedebeitrĂ€gen von Aktiven aus genau diesen Themenfeldern zusammengetragen (Offenes Antifaschistisches Treffen, Offenes feministisches Treffen, Smash IAA Karlsruhe, Perspektive aus der Krise).

Vor dem Hintergrund der kapitalistischen Krise stellt sich nicht die Frage, ob es Angriffe auf unsere Lebens- und Arbeitsbedienungen geben wird, sondern nur wie sie verschleiert werden sollen. Daher muss es uns in allen unseren KĂ€mpfen darum gehen, uns selbst auf die kommenden Angriffe vorzubereiten und den Klassencharakter der Politik der Herrschenden zu entlarven. Uns muss es darum gehen unsere Seite weiter aufzubauen und letzten Endes den Kapitalismus zu ĂŒberwinden!

WĂ€hrend sich die verschiedenen Parteienmitglieder, an diesem Abend ĂŒber mehr oder wenige, erfolgreiche Ergebnisse beglĂŒckwĂŒnscht oder bemitleidet haben, haben wir uns als Bewegung genau diese Aspekte noch einmal vor Augen gefĂŒhrt und gehen gestĂ€rkt in die kommenden Monate. Unser Kampf fĂŒr eine besser Zukunft jenseits des Kapitalismus findet nĂ€mlich nicht nur einige Wochen vor bĂŒrgerlichen Wahlen, sondern 365 Tage im Jahr statt.

Diese Krise hat System – Unser Widerstand hat Perspektive.




Quelle: De.indymedia.org