November 12, 2022
Von Indymedia
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Stickern gegen Bundeswehr-Werbung
Deshalb versorgt die Kampagne „Werbung abrüsten!“ alle die wollen mit großformatigen Stickern im Format A3 bis A2. „Und die kann man dann ganz easy auf Werbemittel aller Art klatschen“ erklärt Yver Cleber weiter.

Die Motive der Aufkleber haben es in sich. Ein Tränen lachender Smiley verkündet: „LOL, was kümmern mich Menschenleben?“, was laut Yver Cleber das wahre Gesicht der Bundeswehr zeigt.

Ein Kackhaufen-Smiley trägt den Schriftzug „brauner Nazihaufen“. „Damit weisen wir auf die Nazistrukturen und Rechtsradikalismus in der Bundeswehr hin“, sagt die Kampagnen-Sprecher*in.

Um auf strukturelle toxische Männlichkeit und Sexismus in der Bundeswehr, die sich gerne mal fälschlicherweise als offen und divers darstellt, hinzuweisen, heißt es neben dem erstaunten Kopfexplodier-Smiley: „Whaaat… Sexismus bei der Bundeswehr?‘. Yver Cleber erklärt: „Denn allzu oft stellen die Bundeswehr und bürgerliche Medien Diskriminierung gegen FLINTA-Personen als Einzelfälle dar.“

Auf einem weiteren Stickerset ist der Kotz-Smiley abgebildet und der Spruch lautet „Bundeswehr: zum Kotzen!“. “Das brauchen wir wohl nicht erklären” sagt Yver Cleber.

Wo bekommt man die Aufkleber?
Anschauen kann man sich die Motive unter https://werbungabruesten.blackblogs.org. Die Aufkleber kann man einfach unter der Mailadresse werbung-abruesten@riseup.net bestellen. Yver Cleber merkt an: “Bitte macht Bilder von euren Aktionen und schickt sie uns oder veröffentlicht sie bei Social Media unter dem Hashtag #WerbungAbrüsten. Wenn ihr direkt in die Bundeswehr-Filter-Bubble wollt, dann nutzt auch gerne den Hashtag #SocialMediaDivision. Seid euch dann nur bitte bewusst, dass euch vermutlich Soldat*innen in der Kommentarspalte oder per Privatnachricht belästigen werden.”

Darf man das?
Doch darf man Sticker auf Werbevitrinen kleben? „Klar, wenns Deine eigene ist“, lacht Yver Cleber und erklärt, dass es selbstverständlich nicht erlaubt sei, wenn die Vitrine wem anders gehöre und übel gelaunte Zeitgenoss*innen von Militär, Polizei und Staatsschutz sicher fänden, dass das Sachbeschädigung und Beleidigung sei. „Also besser nicht erwischen lassen. Und wenn ihr doch erwischt werdet, erstmal cool bleiben, Aussage verweigern und uns kontaktieren und dann planen wir bei Interesse gemeinsam eine politische Verteidigung für diesen Akt des zivilen Ungehorsams.“

Spenden?
Wem das zu riskant oder unseriös ist, kann trotzdem etwas gegen die Militarisierung des öffentlichen Raumes tun. Die Kampagne „Werbung abrüsten“ empfiehlt Spenden für inhaltlich fundierte Arbeit an die Deutsche Friedensgesellschaft/Vereinigte Kriegsgegner*innen (DFG-VK). „Bitte unter dem Betreff: love Adbusting fight Friedensschwurbel!“, schmunzelt Iver Cleber, Sprecher*in der Kampagne Werbung abrüsten!

Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen
IBAN: DE05 3702 0500 0008 3046 00
BIC: BFSWDE33XXX
Betreff: love adbusting fight friedensschwurbel

https://werbungabruesten.blackblogs.org/




Quelle: De.indymedia.org