Mai 9, 2022
Von FAU Halle
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Die FAU Halle ist erfolgreich gegen die ungerechtfertigte KĂŒndigung einer Arbeiterin in einem Corona-Schnelltestzentrum in Merseburg vorgegangen. Die Kollegin wurde zunĂ€chst per E-Mail rechtswidrig gekĂŒndigt, nachdem sie die ihr zustehende Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gefordert hatte. Im Nachgang der KĂŒndigung wurde zudem Gehalt zurĂŒckbehalten. Hier hat die FAU außergerichtlich die Zahlung ausstehender LohnansprĂŒche, nicht gezahlten Urlaubsentgeltes, sowie die ausstehende Lohnfortzahlung im Krankheitsfall in Höhe von 2.100 Euro erwirkt.

Nicht zum ersten Mal werden der FAU Halle eklatante MisstÀnde in Bezug auf die Einhaltung arbeitsrechtlicher Mindeststandards bekannt. Dass es hier in einem Testzentrum wÀhrend der Coronapandemie u.a. um verwehrte Lohnfortzahlung bei Krankheit geht, ist besonders erschreckend; zudem bei einem Chef und Arzt der vorgibt, sich gleich zu Beginn der Pandemie mit der Eröffnung von Testzentren engagiert zu haben und allen Sicherheit durch Schnelltests zu bieten.

Die kĂ€mpferische Kollegin sagt: „Ich fĂŒhlte mich einfach verarscht. Wenn die medizinischen Standards oder gesundheitsfördernde Maßnahmen nach außen hin so hoch gehalten werden, dann mĂŒssen diese erst recht fĂŒr die BeschĂ€ftigten gelten. Noch dazu wenn es sich schlicht um geltendes Arbeitsrecht handelt.“

Ein Ende solcher Ungerechtigkeiten kann es langfristig nur geben, wenn sich BeschĂ€ftigte solidarisieren und gemeinsam fĂŒr ihre Rechte einstehen, zum Beispiel mit Hilfe ihrer Gewerkschaft. Denn wieder einmal zeigt sich auch hier, dass wir uns erfolgreich gegen die Ausbeutungen am Arbeitsplatz wehren können.




Quelle: Halle.fau.org