Mai 17, 2022
Von Indymedia
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Da wo hinter dem RĂŒcken der Anwohner* innen und an deren Interessen vorbei schnell NĂ€gel mit Köpfen gemacht werden sollen, ist ein Hammer meist nicht weit, Frau Iris Spranger!

Und genau dieser donnerte gestern Nacht in die Scheiben des SPD-BĂŒrgerbĂŒros der neuen Innensenatorin in Hellersdorf. Damit diese auch noch lĂ€nger etwas von unserem Besuch hat, haben wir in dem Innenraum außerdem eine stark stinkende FlĂŒssigkeit verteilt. Und der Grund unseres Ausflugs in den Berliner Osten ziert jetzt die Fassade des GebĂ€udes: KEINE KOTTIWACHE!

Wer uns die Bullen in die Nachbarschaft schickt muss damit rechnen, dass wir eben auch zu ihnen kommen.

Es bleibt unverstĂ€ndlich was genau die Innensenatorin antreibt bei ihrem Projekt die Bullenwache am Kottbusser Tor gegen alle WiderstĂ€nde und um jeden Preis durchsetzen zu wollen. 2,5 Millionen soll dieses Vorhaben kosten, zehn mal so viel wie anfĂ€nglich geplant. FĂŒr eine Wache, die an diesem Ort niemand haben will. Unsere Kritik begrenzt sich natĂŒrlich nicht nur darauf, dass die Wache auf der BrĂŒcke ĂŒber der Adalbertstraße einziehen soll. Wir sind ĂŒberzeugt, dass die Polizei keine sozialen Probleme lösen kann. Der Kiez um den Kotti wird schon lange von den Bullen belagert. Mit der Schaffung der Gefahrengebiete, die sich entlang der U1 durch Kreuzberg ziehen, hat sich jedoch weder das sogenannte „Drogenproblem“ gelöst, noch wurde ein Obdach fĂŒr Wohnungslose geschaffen. Wie auch? Ist dies alles doch Ausdruck einer kapitalistischen Welt, welche auf Ausbeutung, UnterdrĂŒckung und Konkurrenz basiert und so zur Entstehung solcher Probleme erst beitrĂ€gt. Vielmehr bedeutet die PrĂ€senz der Polizei, dass rassistische Kontrollen Alltag sind, dass Menschen aufgrund ihres Äußeren oder ihrer Herkunft schikaniert, verdrĂ€ngt oder festgenommen werden.

Diese Situation wird sich durch eine dauerhafte Bullenwache nur noch verschÀrfen. Probleme werden dadurch nicht gelöst, sondern höchstens verschoben.

FĂŒr selbstorganisierte Strukturen von Unten, statt Repression und Überwachung.

FĂŒr SolidaritĂ€t in den Nachbarschaften, statt Fremdbestimmung und Verarschung durch Politik und Politiker*innen.

 Lasst uns zusammen die Kottiwache verhindern!




Quelle: De.indymedia.org