September 25, 2020
Von Anarcho-Syndikalistisches Netzwerk
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Da das zunehmende Klimachaos fĂŒr Mensch und Natur auf der ganzen Welt immer dramatischere Auswirkungen hat, wurde von Fridays For Future heute ein weiterer globaler Aktionstag organisiert: SchĂŒler*innen haben erneut den Unterricht bestreikt, Studierende boykottierten die Hochschulen und Arbeitende ließen ihre TĂ€tigkeiten ruhen, um gemeinsam gegen die Zerstörung der BiosphĂ€re zu protestieren.

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Weltweit wurde in rund 2.500 StĂ€dten zu Demonstrationen und Kundgebungen aufgerufen, um unter dem Motto „Kein Grad mehr!“ fĂŒr einen Stopp der menschengemachten ErderwĂ€rmung zu kĂ€mpfen. In Köln versammelten sich etwa 10.000 Leute zu einem Protestzug, der vom Rudolfplatz durch die nördliche Innenstadt zurĂŒck zum Hohenzollernring fĂŒhrte. Neben einigen Klimaschutz-Initiativen und einzelnen NGOs waren vor allem viele selbstorganisierte Kleingruppen unterwegs, um die Bewegung fĂŒr Klimagerechtigkeit wieder auf der Straße zu versammeln – wegen der anhaltenden Corona-Pandemie mit speziellem Hygienekonzept.

Zwar gab es mehrere Gruppen, die sich ausdrĂŒcklich als Teil des Widerstands gegen kapitalistische Ausbeutung verstehen, jedoch freuen sich auch einige Leute dieser breiten Bewegung ĂŒber die UnterstĂŒtzung von politischen AutoritĂ€ten oder fordern sogar eine staatliche Wirtschaftsförderung durch den „Green Deal“. Jedoch wĂŒrde vor allem eine Ausweitung der KlimakĂ€mpfe hin zu einer ökonomischen Massenstreikbewegung die Forderung nach einer solidarischen Überwindung der zerstörerischen Marktwirtschaft voranbringen.

Erste AnsĂ€tze dazu sind die von FFF Köln geknĂŒpften Kontakte zu ArbeitskĂ€mpfen im Öffentlichen Nahverkehr, wo nĂ€chste Woche erneut Warnstreiks der zentralistischen Dienstleistungsgewerkschaft geplant sind. Ein anderes Beispiel sind die massenhaften Besetzungen und Blockaden der Initiative Ende GelĂ€nde, die dieses Wochenende mit direkten Aktionen die Infrastruktur der fossilen Industrie im Rheinischen Braunkohlerevier stören will.

Denn nur durch eine grundlegende VerĂ€nderung der Wirtschaftsweise kann eine weltweite Klimagerechtigkeit realisiert werden, damit nicht lĂ€nger die Ă€rmsten Regionen der Welt die Kosten der naturvernichtenden ProduktionsverhĂ€ltnisse in den reichen Metropolen ausbaden mĂŒssen. Denn wĂ€hrend in Europa die heißen DĂŒrreperioden zunehmen, steigt z.B. in Bangladesch der Meeresspiegel  an und treibt Millionen Menschen weiter in elende Wohn- und ArbeitsverhĂ€ltnisse.

Anarcho-Syndikalistisches Netzwerk – ASN Köln

CreativeCommons: BY-NC




Quelle: Asnkoeln.wordpress.com