Februar 18, 2021
Von ZĂŒndlumpen
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Am Dienstag, den 09. Februar, entkam ein Gefangener aus der Untersuchungshaft im MĂŒnchner Knast in Stadelheim. Laut Medien versteckte er sich trotz Überwachung durch Justizschweine dabei in einem Anliefer-LKW, der Waren angeliefert hatte und in der FrĂŒh die JVA verließ. Leider wurde er einige Stunden spĂ€ter in der NĂ€he des Wohnorts seiner Familie wieder gefasst.

1986 waren ĂŒbrigens sechs Gefangene mit nachgemachten SchlĂŒsseln durch Schwachstellen in den TĂŒren und durch einen unterirdischen Versorgungsschacht, der in die Kanalisation fĂŒhrte, aus Stadelheim entkommen. Anfang der 90er waren zwei Gefangene ĂŒber die sechs Meter hohe Knastmauer geflohen. Durch eine Baubaracke war die Situation unĂŒbersichtlich gewesen und das nutzten die Gefangenen. Leider verletzte sich einer der beiden beim Sprung in die Tiefe am Fuß und sie wurden wieder gefasst. Die verbreitetste Methode des Knastausbruchs in Stadelheim ist laut Stadelheims Oberschwein, bei sogenannten „AusfĂŒhrungen“, wenn man also aus dem GefĂ€ngnis herausgebracht wird, etwa zum Gericht, zum Arzt, ins Krankenhaus etc., zu fliehen.

In Zeiten des immer dichter werdenden technologischen Netzes der Überwachung ist es ermutigend, dass Fluchtversuche – wenn auch in diesem Fall nur von kurzer Dauer – immer wieder erfolgreich sind. Doch lassen wir die Gefangenen nicht alleine dabei, denn befreiender als ein gelungener Ausbruch ist ein brennender Knast, ja eine brennende Knastgesellschaft.




Quelle: Zuendlumpen.noblogs.org