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Kommt am 11. MĂ€rz zur Kundgebung vor dem Landgericht! Kriminell ist der Kapitalismus- nicht der Widerstand!


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Am 11.3. soll vor dem im Landgericht Braunschweig ebenso ansĂ€ssigen Zivilgericht mehreren Genoss:innen der Prozess gemacht werden. Der Fleischproduzent und Menschenschinder versucht ĂŒber den Weg hoher Schadensersatzforderungen, Menschen finanziell kaputtzumachen, die sich durch eine Blockadeaktion im Oktober 2020 zum einen mit den Arbeiter*innen solidarisch erklĂ€rten und zum anderen auf die Rolle der fleischproduzierenden Industrie beim Klimawandel hinwiesen. Betriebe wie die von Tönnies galten auch schon vor der Coronapandemie als die Spitze des Eisbergs, was menschenverachtende Arbeitsbedingungen angeht. Mit dem Eintreten der Pandemie wurden die ArbeitsverhĂ€ltnisse zu Hotspots fĂŒr die Verbreitung des Coronavirus. Mehrmals mussten entsprechende Betriebe geschlossen werden.

FĂŒr den 11.3. wird um 12:30 zu einer Kundgebung vor dem Landgericht in Braunschweig (MĂŒnzstraße, 38100 Braunschweig) aufgerufen. Wir unterstĂŒtzen diesen Aufruf!

Im folgenden ist hier noch der Artikel zu dem anstehenden Prozess, der zuvor am 9.MÀrz auf ANF veröffentlicht wurde:

„Fleischkonzern Tönnies forder Schadenersatz wegen Blockade

Wegen der Blockade seines Schlachtbetriebs in Kellinghusen fordert der Fleischkonzern Tönnies Schadensersatz. Aktivist*innen rufen zur Protestkundgebung vor das Landgericht Braunschweig.

Unter dem Motto „Kriminell ist das System Tönnies und nicht der Widerstand dagegen“ demonstrieren das BĂŒndnis Gemeinsam gegen die Tierindustrie und die Gruppe Tear Down Tönnies am Donnerstag, dem 11. MĂ€rz, um 12.30 Uhr vor dem Landgericht Braunschweig. Anlass ist ein Gerichtsprozesses gegen Aktvist*innen der Gruppe Tear Down Tönnies, die im Oktober 2020 den Tönnies-Schlachthof in Kellinghusen fĂŒr mehrere Stunden blockiert hatten. Der umstrittene Tönnies-Konzern fordert deshalb rund 20.000 Euro Schadensersatz. Es ist nicht der erste Versuch des Unternehmens, Kritiker*innen zum Schweigen zu bringen.

Am Standort in Kellinghusen tötet Tönnies tĂ€glich bis zu 6.000 Schweine. Die Aktivist*innen werfen dem Schlachtkonzern vor, fĂŒr die Ausbeutung von Menschen und Tieren sowie KlimaschĂ€digungen verantwortlich zu sein. Zudem sei der Konzern eine Gefahr fĂŒr die Bevölkerung, da Tönnies-Betriebe immer wieder zu Corona-Hotspots wurden. Dazu erklĂ€rt die Aktivistin Anica B. von Tear Down Tönnies: „Tönnies und die Fleischindustrie sind nicht systemrelevant. Im Gegenteil, sie sind schuld an Klimakrise, Tierausbeutung und miesen Arbeitsbedingungen.“

Tönnies will auch eine Unterlassungsforderung durchsetzen, um Kritik und Protest zukĂŒnftig zu erschweren. Bereits in der Vergangenheit wurde der Schlachtkonzern kritisiert, weil er versucht hat, Kritiker*innen einzuschĂŒchtern. So wurden auch schon Gewerkschaften und Aktivist*innen, die sich fĂŒr die Rechte der von Tönnies ausgebeuteten Arbeiter*innen einsetzten, mit Unterlassungsklagen ĂŒberzogen. „Wir lassen uns nicht einschĂŒchtern“, so Anica B. „Wir haben mehr zu verlieren als 20.000 Euro. Wir können nicht weiter zulassen, dass Konzerne wie Tönnies die Lebensgrundlage auf unserem Planten vernichten. Deshalb kann unsere Antwort nur lauten, den Protest fortzusetzen und zu intensivieren.“

Gemeinsam gegen die Tierindustrie und Tear Down Tönnies fordern den Ausstieg aus der Tierindustrie und eine Agrarwende hin zu einer solidarischen und ökologischen Landwirtschaft. Die Protestkundgebung findet unter Einhaltung der Corona-Auflagen am 11. MĂ€rz um 12.30 Uhr vor dem Landgericht Braunschweig, MĂŒnzstraße 17, statt. Prozessbeginn ist um 13.15 Uhr.

Über das BĂŒndnis Gemeinsam gegen die Tierindustrie
Gemeinsam gegen die Tierindustrie ist ein ĂŒberregionales BĂŒndnis, das sich im Juli 2019 gegrĂŒndet hat. Es besteht unter anderem aus Menschen und Gruppen aus der Klimagerechtigkeits- sowie der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung. Das BĂŒndnis fordert die Abschaffung der Tierindustrie und eine Agrarwende hin zu einer solidarischen und ökologischen Produktions- und Organisationsweise, die nicht auf Kosten anderer erfolgt und nicht am Gewinn orientiert ist. FĂŒr Juli 2021 ist eine Massenaktion zivilen Ungehorsams und ein Aktionscamp gegen die PHW-Gruppe (Wiesenhof) in Niedersachsen geplant.“




Quelle: Fkfbs.noblogs.org
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