185 ansichten


Es könnte alles ganz anders sein. Wir können unser Leben selbst organisieren: Dezentral, vernetzt, konsensbasiert, herrschaftsfrei. Wir können ohne Staat und Kapital leben, ohne ihre Krisen, Kriege, Pandemien und sonstigen Katastrophen.

Wir können. Wir wollen. Und wir werden!

Vom 13.-15. August 2021 werden wir in MĂŒnster genau darĂŒber sprechen. Wir werden ĂŒber Geschichte, Theorie und Praxis der Ordnung ohne Herrschaft diskutieren – der Anarchie. Wir werden darĂŒber reden, warum sie notwendig und möglich ist. Und wir werden gemeinsam ĂŒberlegen, wie wir im Hier und Jetzt konkrete Schritte zu ihrer Verwirklichung machen können.
UrsprĂŒnglich war unser Kongress zum 100. Jahrestag der Beerdigung des anarchistischen Theoretikers Pjotr Kropotkin am 13. Februar 2021 geplant. Leider musste er Corona-bedingt um ein halbes Jahr verschoben werden. Er steht aber immer noch im Zeichen der grĂ¶ĂŸten Versammlung von Anarchist*innen im vergangenen Jahrhundert. Wir wollen keinen Personenkult betreiben, sondern aufzeigen, dass Alternativen nicht erst heute existieren:

Die Geschichte des 20. Jahrhunderts hÀtte auch ganz anders verlaufen können. Es liegt an uns, im 21. Jahrhundert eine bessere Geschichte zu schreiben.

Der Kongress soll die historische und theoretische Reflexion des Anarchismus mit Berichten ĂŒber aktuelle und internationale anarchistische Praxis und einer lokalen Strategiedebatte verbinden. Ziel ist es, die Vielfalt herrschaftsfreier Theorie und Praxis darzustellen und ihrer kritischen Reflexion Raum zu geben. Das Spektrum der vier ThemenstrĂ€nge „TheorieA“, „FeministA“, „HistoriA“ und „AktivistA“ reicht von den spanischen Mujeres Libres ĂŒber Kropotkins Begriff der SolidaritĂ€t, Mieter*innenkĂ€mpfe und Tierbefreiung bis hin zur marxistischen Kritik am Anarchismus. Aktuelle KĂ€mpfe in Kurdistan sind genauso Thema wie Stadtteilarbeit, Organisierungsstrategien oder das VerhĂ€ltnis von Anarchismus und Queerness. Das Abschlusspanel wird sich mit der Verbindung links-libertĂ€rer KĂ€mpfe in MĂŒnster befassen. DarĂŒber hinaus wird es eine anarchistische Demonstration durch die Stadt, einen Kulturteil mit Poesie und Musik sowie eine Party am Samstagabend geben.
Wir möchten den Kongress möglichst fĂŒr alle Menschen zugĂ€nglich machen. Unter anderem werden wir ein grĂŒndliches Hygiene-Konzept umsetzen und uns bemĂŒhen, VortrĂ€ge auch per Videostream anzubieten. SelbstverstĂ€ndlich wird es auch Kinderbetreuung und ein Awareness-Team sowie eine Bettenbörse fĂŒr AuswĂ€rtige geben. Beim Eintritt setzen wir auf niedrige, freiwillige Spenden. Das Selbe gilt natĂŒrlich auch fĂŒr die vegane KĂŒfA und Kaffe Versorgung! Kommt alle zum KongressA! Lasst uns streiten, voneinander lernen und gemeinsam Strategien fĂŒr eine herrschaftsfreie Praxis entwickeln.

Programm: http://kongressa.net/programm/

Anmeldung: http://kongressa.net/anmeldung/




Quelle: Fau.org