MĂ€rz 7, 2021
Von Soligruppe FĂŒr Gefangene
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Kronstadt Journal VII

„Eine Macht, die soweit kommt, die AufstĂ€ndischen von Kronstadt (welche einfach demokratische Forderungen stellten) im Namen eines Sozialismus zu massakrieren, den sie nicht verwirklicht und sich darĂŒberhinaus noch mit LĂŒge und Verleumdung rechtfertigt, eine solche Macht bestĂ€tigt damit nur den Verlust jeglichen kommunistischen Charakters.“ Gilles DauvĂ©, Wenn die AufstĂ€nde sterben

Das Ultimatum der Bolschewiki ist erloschen. Der Ansturm auf Kronstadt beginnt. Um 18:45 Uhr grollt das Echo der ArtilleriegeschĂŒtze in ganz Petrograd. Die Batterien von Ssestroretzk und Lissy Noß feuern die ersten SchĂŒsse gegen Kronstadt ab. Einige beschwören diesen Moment als den dunkelsten Moment der bolschewistischen Herrschaft, dieser fing aber an dem Tag wo sie die Herrschaft an sich rissen und alle die fĂŒr sie gefĂ€hrlich waren, vor allem andere RevolutionĂ€re, ins Jenseits beförderten.

Trotzki der fĂŒr den Aufbau der Roten Armee verantwortlich ist, lĂ€sst den Einwohnern von Kronstadt die Kunde erreichen, dass er sie alle wie „Enten auf den Teich“, oder „(
) wie Fasane niederknallen“ wĂŒrde.

„Wenn Trotzki fĂŒr Disziplin plĂ€diert, dann zeigt er seine „harte Hand“; wenn Stalin dasselbe tut, handelt er plump.“ Paul Mattick, Bolschewismus und Stalinismus

Die Bolschewiki untermauern nicht nur ihren konterrevolutionĂ€ren Charakter, sondern befestigten, ganz nach Lenin, ihre jakobinische Haltung, ihre Herrschaft, ihr Regime, wurde mit Blut aufgebaut und mit Blut wird es aufrechtzuerhalten. Wie schon oben gesagt, nicht das Blut der Reaktion, sondern mit dem Blut der RevolutionĂ€ren. Viele werden Folgen und was Trotzki und Lenin anfingen wĂŒrde dann auch Stalin weiterfĂŒhren.

In der Ausgabe Nummer 5, vom 07. MĂ€rz verkĂŒndet die Zeitung der AufstĂ€ndischen, Izvestia, nochmals dass:

„Wir Soldaten der Roten Armee des Forts „Krasnoarmejetz“ stehen ganz auf der Seite des Provisorischen RevolutionĂ€ren Komitees und werden bis zum letzten Moment das RevolutionĂ€re Komitee, die Arbeiter und die Bauern verteidigen.


 Niemand möge den LĂŒgen der aus Aeroplanen geworfenen kommunistischen Proklamationen glauben. Wir haben hier keine Generale und zaristischen Offiziere. Kronstadt war immer die Stadt der Arbeiter und Bauern und wird dies bleiben. Die Generale sind im Dienst der Kommunisten.


 In diesem Augenblick, wo das Schicksal des Landes auf der Wagschale liegt, erklĂ€ren wir, die wir die Macht in unsere HĂ€nde genommen und das RevolutionĂ€re Komitee mit der FĂŒhrung im Kampf betraut haben, – wir erklĂ€ren der ganzen Garnison und den Arbeitern, daß wir bereit sind, fĂŒr die Freiheit der arbeitenden Massen zu sterben. Von dem dreijĂ€hrigen kommunistischen Joch und Terror befreit, werden wir lieber sterben als einen einzigen Schritt zurĂŒckgehen. Es lebe das Freie Rußland des arbeitenden Volkes! Die Besatzung des Forts „Krasnoarmejetz“.“ Izvestia, Nr. 5. 7. MĂ€rz 1921

Nun werden viele Tage erbitterter KĂ€mpfe folgen.




Quelle: Panopticon.blackblogs.org