MĂ€rz 18, 2021
Von Soligruppe FĂŒr Gefangene
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Kronstadt Journal XVII

Die Rote Armee war entschlossen Kronstadt und die AufstĂ€ndischen zu vernichten, als sie am vergangenen Abend ihren letzten Angriff starteten. Beherzt kĂ€mpfen die KronstĂ€dter Matrosen gegen eine Übermacht von 50.000 Soldaten der Roten Armee, denen es gelingt in die Stadt einzudringen. Die bolschewistische ArmeefĂŒhrung war bereit große Verluste in Kauf zu nehmen. Nach SchĂ€tzungen Paul Avrichs fallen bei den KĂ€mpfen, die bis zum Abend dauern etwa 10.000 Rotarmisten. In der Nacht beginnen die Erschießungen, diese werden bis zum 18. MĂ€rz andauern.

„Am Morgen des 17. MĂ€rz waren eine Anzahl Forts genommen. Durch die schwĂ€chste Stelle von Kronstadt – das Petrograder Tor – brachen die Bolschewiken in die Stadt ein und nun begann dort das brutalste Gemetzel. Die von den Matrosen geschonten Kommunisten verrieten sie nun und griffen von rĂŒckwĂ€rts an. Der KommissĂ€r der Ostseeflotte, Kusmin, und der Vorsitzende des KronstĂ€dter Sowjet, Wassiljew, von den Kommunisten aus dem GefĂ€ngnis befreit, nahmen nun an dem Straßenkampf von Mann zu Mann teil, Bruderblut vergießend. Bis spĂ€t nachts dauerte der verzweifelte Kampf der Matrosen und Soldaten von Kronstadt gegen drĂŒckende Übermacht. Die Stadt, die fĂŒnfzehn Tage lang keinen einzigen Kommunisten ein Haar gekrĂŒmmt hatte, war nun rot vom strömenden Blut ihrer MĂ€nner, Frauen und selbst Kinder.

Dibenko, zum KommissĂ€r von Kronstadt ernannt, erhielt absolute Vollmacht „die meuterische Stadt zu reinigen“. Eine Racheorgie folgte, bei welcher die Tscheka zahlreiche Opfer verlangte fĂŒr ihre nĂ€chtliche Massenerschießung (rasstrel).“ Alexander Berkman, Die Kronstadt Rebellion




Quelle: Panopticon.blackblogs.org