Dezember 9, 2022
Von Anarchosyndikalismus
245 ansichten

Anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Internationalen Arbeiter*innen-Assoziation (IAA) und des 180. Geburtstags des Anarchokommunisten Peter Kropotkin möchten anhand eines Artikels von Vadim Damier daran erinnern, in welchem Zusammenhang beide standen:

Diese Gleichzeitigkeit hat durchaus einen symbolischen Charakter. Kropotkin war zwar nie Mitglied einer revolutionär-syndikalistischen oder anarchosyndikalistischen Organisation, doch er steuerte einen wichtigen Beitrag zur Gründung der anarchosyndikalistischen Internationalen bei und seine Vorstellungen hatten einen enormen Einfluss auf deren Ziele und Prinzipien.

Kropotkin war einer der ersten anarchistische Denker, der eine Restauration des antiautoritären Flügels der Ersten Internationalen ins Leben rief und er führte diese Kampagne zu eine Zeitpunkt an, als ein Großteil der libertären Bewegung noch der so genannten „Propaganda der Tat“ anhing. Die Basis für diesen Wiederaufbau sah Kropotkin in den Gewerkschaften. In seinem „Bulletin der Jura Föderation“ schrieb er wiederholt über die ArbeiterInnenbewegung und Gewerkschaften. Zu dieser Zeit suchte er nach Kontakten zu gewerkschaftlichen Kreisen. In der Zeitschrift „Le Révolte“ veröffentlichte er rund 20 Artikel über die Notwendigkeit von Gewerkschaften, zu einer Zeit, als diese Ideen von anarchistischen Aktivist/innen und Agitator/innen, wie Jean Grave, Errico Malatesta oder Johann Most (1) nicht befürwortet wurden.

Peter Kropotkin, ca. 1900 (Quelle: Wikimedia Commons)

Mit all seiner Kraft argumentierte Kropotkin für die Stärkung der Gewerkschaften und das Engagement von Anarchist/innen in diesem Bereich. In der Zeitschrift „Freedom“ rief er zu einer universalen „Versammlung der Arbeit“ auf und im Jahr 1901 befürwortete er die Bildung einer „internationalen Föderation der Gewerkschaften auf der Erde“. Der Streik der radikalen Metallarbeiter/innen in Barcelona im Jahr 1902 und das Aufkommen einer Streikbewegung in Europa hatten bei ihm große Erwartungen geweckt. Diese Ereignisse veranlassten Kropotkin zu dem Vorschlag der Bildung einer „Internationalen Vereinigung der Arbeit“. Anselmo Lorenzo äußerte diesen Vorschlag für ihn in der Zeitschrift „Tierra and Libertad“ im September 1902. Er warf die Frage über die Organisation einer Internationalen auf, die im allgemeinen sozialistische Ziele und die Vergesellschaftung der Ökonomie vertrat. Außerdem die Selbstemanzipation der arbeitenden Menschen, der Kampf gegen die Ausbeutung von Frauen und Kinderarbeit, die Förderung der Kooperation und einen zukünftigen Plan für die sozialistische Enteignung der Produktion.(2) Beim Ausbau eines detaillierten Programms sollten die Ziele der alten Internationalen berücksichtigt werden. Interessanterweise weigerte sich der Herausgeber der Zeitschrift, Federico Urales, diese Vorschläge zu veröffentlichen, den er sah darin eine rückwärtsgewandte Vereinfachung.

Wie dem auch sei, für die russischen Anarcho-Kommunisten ging es nicht nur um neue Taktiken, sondern um viel wesentlichere Dinge. In Kropotkins Vorstellung einer zukünftigen anarcho-kommunistischen Gesellschaft nahmen die beruflichen und industriellen Assoziationen der Arbeiter/innen einen wichtigen Stellenwert ein. Er war überzeugt davon, dass die soziale Organisation der freien Welt durch freie, selbstverwaltete Kommunen, die sich an Selbstversorgung und Freiwilligkeit orientieren, in einer Art Föderation von Unten zusammenschließen sollten. Nichts desto trotz war es wichtig, diese Gemeinschaften durch Gewerkschaften und Assoziationen verschiedener Art, wie freie Assoziationen von Produzent/innen, zu komplementieren. Kropotkin glaubte, dass diese Produktionsassoziationen die Aufgabe des technischen Managements und die Koordination der Produktion übernehmen. Und er vertrat die Auffassung, dass die Gewerkschaften der Prototyp und die Basis zukünftiger Assoziationen sein sollten, während sie im Kapitalismus als Kampfmittel für die Durchsetzung ökonomischer Streiks erscheinen.

Gewerkschaften, nach Kropotkin, sollten die organisatorische Basis für die Wiederauferstehung der antiautoritären Ersten Internationalen sein. Diese Vision führt er in einem Brief vom 3. Juli 1902 aus. Zu jener Zeit stellte er sich eine Bewegung in Form einer internationalen Gewerkschaftsinternationalen vor, die von überzeugten Anarchist/innen aufgebaut werden sollte – ähnlich dem Aufbau der spanischen Sektion der Ersten Internationalen. Kropotkin schlug vor, basierend auf seiner Sympathie für die Anarchist/innen unter den spanischen und französischen Arbeiter/innen, einen internationalen Kongress zu veranstalten, bei dem eine „internationale arbeitende Allianz“, unabhängig der Sozialdemokratie und fokussiert auf außerparlamentarische direkte Aktionen, gegründet wird. Und dies innerhalb einer revolutionären Arbeiter/innen-Internationalen, ähnlich der bakunistischen Allianz innerhalb der Ersten Internationalen. (3)

Kropotkin entsann die folgendes Strategie: die Anarchist/innen
sollten die globale Einheit der Gewerkschaften aktiv unterstützen und
ihr dann, basierend auf ihrer eigenen Organisation, einen revolutionären
Charakter geben, die Sozialdemokratie verdrängen und dann die soziale
Revolution durchführen. Interessanterweise gelang dies den
argentinischen Anarchist/innen zu Beginn des 20. Jahrhunderts. So,
allerdings ohne die Bildung einer internen „Allianz“, konnte die
Arbeiter/innen-Föderation Argentiniens, die spätere FORA, in eine
anarchistische Arbeiter/innenbewegung umgewandelt werden.

Angesichts dieser Perspektiven überrascht es kaum, dass Kropotkin
großes Interesse am revolutionären, französischen Syndikalismus zeigte.
Enthusiastisch begrüßte er den kraftvollen Aufstieg der weltweiten
syndikalistischen Bewegung. In dem Report „Unsere Haltung zu den Bauern-
und Arbeiter/innen-Gewerkschaften“, den Kropotkin für den Londoner
Kongress der russischen Anarcho-Kommunisten (September 1906) vorbereitet
hatte, betont er die Tatsache, dass Arbeiter/innen Gewerkschaften und
industriellen Föderationen beitreten, die außerhalb der existierenden
politischen Parteien stehen, inklusive der sozialdemokratischen Partei,
und nach einer Wiederherstellung der Internationalen Union der
Arbeiter/innen streben, um so den Kampf der Arbeit gegen das Kapital zu
führen – nicht auf parlamentarischen Weg, sondern direkt, mit allen den
Arbeiter/innen zu Verfügung stehenden Mittel und alleinig für sich
selbst. Mehr als das betonte er die Rolle der Gewerkschaften zur
Schaffung einer zukünftigen freien Gesellschaft bei der „Organisation
des kommunistischen Lebens und der Schaffung allgemeiner Prinzipien“ und
der „Restrukturierung der Industrie im öffentlichen Interesse. Nach
Kropotkin, sollten die Anarchist/innen die Gewerkschaften als Zelle der
zukünftigen sozialen Ordnung und als kraftvolles Mittel zur Vorbereitung
der sozialen Revolution betrachten, die nicht nur einen Wechsel der
Herrschaft anstreben, sondern vielmehr einen Wandel der modernen Form
des ökonomischen Lebens, d.h. der Verteilung des produzierten Reichtums
und die Methoden ihrer Produktion. Aus diesem Grund forderte Kropotkin
die Schaffung einer revolutionär-syndikalistischen Internationalen, die
er als Fortsetzung und als direkten Nachfolger des antiautoritären
Flügels der Ersten Internationalen betrachtete.

Welche Rolle spielen die Anarchist/innen in den Gewerkschaften und in
der syndikalistischen Gewerkschaft insgesamt? Kropotkin schlug vor,
dass die Anarchist/innen der verschiedenen Länder in diesem Sinne auf
verschiedenem Wege handeln, abhängig von der Situation der jeweiligen
Gewerkschaftsbewegung. Dort, wo die Gewerkschaften unter dem völligen
und unzertrennlichen Einfluss der Sozialdemokratie standen, macht es
Sinn „neue, wenn auch kleinere, freie Gewerkschaften mit anarchistischen
Tendenzen“ zu gründen. Gewerkschaften, die bereits revolutionär
ausgerichtet sind, wie das in Frankreich zu Beginn des 20. Jahrhunderts
der Fall gewesen ist, müssem darauf achten, dass die
Arbeiter/innen-Organisationen nicht zu Instrumenten der politischen
Parteien transformiert werden, um so für parlamentarische
Auseinandersetzungen missbraucht zu werden. Er schlug die Schaffung
nicht parteigebundener Gewerkschaften mit anarchistischem Einfluss vor,
wie das in Spanien der Fall gewesen ist. (4) Die Ideen über die
verschiedenen Arten des revolutionären Syndikalismus spiegeln sich
später in den Statuten der IAA wider.

Selbst während des Höhepunkt der französischen CGT vor dem Ersten
Weltkrieg, warnte Kropotkin vor den Gefahren eines „neutralen“
revolutionären Syndikalismus, der nicht von den Ideen des Anarchismus
inspiriert ist. Er und seine Unterstützer in der russischen
anarchistischen Bewegung, die Gruppe „Brot und Freiheit“ warnten vor
„Verblendungen“ und kritisierten Tendenzen der Bürokratisierung, des
Aufbaus eines zentralistischen Apparates in der CGT, ideologische
Verwirrungen in den Reihen der revolutionär-syndikalistischen
Organisationen und verwiesen auf das Risiko, dass der revolutionäre
Flügel der Gewerkschaft sich zur konventionellen Gewerkschaftsarbeit hin
entwickelt. Als Gegenmaßnahme schlugen sie Schritte wie die Aktivierung
von Basisgewerkschaften und von Gruppen innerhalb der
Gewerkschaftsbewegung durch Dezentralisierung der Entscheidungsfindung
und die Verbreitung anarcho-kommunistischer Ideale innerhalb der
Föderation vor. Außerdem war es notwendig, die existierende politische
Propaganda innerhalb der Gewerkschaftsbewegung zu verbieten. Die
Anarchist/innen hofften, dass die CGT am Ende, den Anarchismus als ihre
ideologische Basis anerkennt.

Eine wichtige Rolle bei diesem Prozess spielen die Diskussionen der
revolutionär-sozialistischen AktivistInnen über strategische und
kämpferische Ziele sowie die Konturen einer zukünftigen Gesellschaft,
also über Fragen des Programms. Als Teil dieser Diskussion schrieb
Kropotkin im Jahr 1911 das Vorwort zu einem von den CGT-Mitgliedern
E.Puget und E.Pataud verfassten Buch mit dem Titel „Wie machen wir eine Revolution“,
in dem er die wesentlichen sozialen Veränderungen und die freie soziale
Ordnung im Sinne des französischen Syndikalismus umreißt. Er begrüßte
den revolutionären Syndikalismus und seine Sichtweise auf die Revolution
als Fortschritt, rief aber zur Überwindung zentralistischer Sichtweisen
auf, die der Syndikalismus seiner Auffassung nach vom Marxismus
übernommen hatte: der Hang zur Beibehaltung eines zentralistischen
Verwaltungsapparates innerhalb der gewerkschaftlichen Strukturen, die
Weigerung libertär-kommunistische Prinzipien bei der Verteilung
einzuführen, etc. (5)

Die Kritikpunkte Kropotkins an der Vorstellung eines „neutralen“ revolutionären Syndikalismus vom Standpunkt des anarchistischen Kommunismus erwiesen sich bei der Gründung der neuen IAA als sehr hilfreich. Die Prinzipienerklärung der anarchosyndikalistischen FAUD nach dem Ersten Weltkrieg wurde von Rudolf Rocker verfasst. Es war kaum zufällig Rocker, der noch vor dem Krieg in Großbritannien eng mit Kropotkin zusammengearbeitet hatte und gleichzeitig in der Gewerkschaftsbewegung aktiv war, der diesen ersten Entwurf verfasste, in dem die ideologische Neutralität des Syndikalismus zurückgewiesen wird. Er schuf eine Synthese aus Methoden und Organisationsformen der revolutionär-syndikalistischen Gewerkschaftsbewegung und aus anarcho-kommunistischen Idealen und Zielen im Sinne Kropotkins. Diese Erklärung formte in den Jahren 1922-1923 die Grundlage für die Prinzipien der IAA.(6)

Kropotkin konnte bei der Konferenz der revolutionär-syndikalistischen
Gewerkschaften in London im Jahr 1913 nicht anwesend sein, da er in
Italien behandelt wurde, doch der russische Anarchosyndikalist Alexander
Shapiro, der Kropotkin sehr nahe stand, nahm eine aktive Rolle dabei
ein. Bekanntermaßen durchkreuzte der Erste Weltkrieg den Plan zum
Wiederaufbau der IAA.

Als die Kanonen im Jahr 1918 endlich schwiegen und der revolutionäre
Sturm begann, sah die Situation der Arbeiter/innen-Bewegung völlig
anders aus. Zwischen den Bolschwiki auf der einen und den
Anarchist/innen auf der anderen Seite entbrannte ein unerbittlicher
Kampf um das Vermächtnis des revolutionären Syndikalismus. Kropotkin
konnte diesen Kampf um den Einfluss auf die Arbeiter/innen-Bewegung noch
miterleben. Es wurde klar, dass der Bolschewismus keine wirkliche
revolutionäre Alternative war und nicht zu einer freien kommunistischen
Gesellschaft führte. In einem Brief vom Juni 1920 an die Arbeiter/innen
und an progressive Gesellschaften in Westeuropa rief der Anarchist, zu
diesem Zeitpunkt schon alt und krank, die Arbeiter/innen dazu auf, nicht
den Weg der Bolschewiki zu beschreiten und den „zentralisierten
staatlichen Kommunismus unter der eisernen Faust der Parteidiktatur“
abzulehnen. Wieder einmal rief Kropotkin die westlichen Arbeiter/innen
zur Schaffung revolutionärer, parteiunabhängiger Gewerkschaften und zur
Wiederbelebung der Idee einer großen Internationalen aller
Arbeiter/innen dieser Welt auf, allerdings nicht in Form von
Gewerkschaften, die von einer Partei angeführt wurden, wie das bei der
Zweiten und bei der Dritten Internationalen geschah. Er formulierte dies
in einem Brief, den er den Delegierten britischer Gewerkschaften bei
einem Besuch überreichte. (7)

Der alte Anarchist Kroptkin, der in dem kleinen Provinzstädtchen
Dmitrov lebte, unterstütze diese Idee in seiner Korrespondenz und in
Gesprächen mit Menschen aus der libertären Bewegung, die zu ihm kamen. „Ich wünsche mir“, so schrieb Kropotkin an Shapiro,
dass drei bis vier von uns sich mit ausländischen FreundInnen und
SyndikalistInnen treffen um ein sehr allgemeines Programm zu erarbeiten
und dass wir dann, mit diesem Programm in unseren Händen, mit der
organisatorischen Arbeit in Russland beginnen. Wir haben eine klare
Vision: die Schaffung der gleichen Internationalen – anarchisch, der
ArbeiterInnen-Bauern, mit den gleichen Zielen, basierend auf dem
täglichen Kampf gegen das Kapital – die unsere Vorväter in den 1860ern
zu entwickeln begannen, bestehend aus heterogenen Elementen, welche die
Niederlage von 1848 überlebten und Radikalen, die davon beeinflusst
wurden“.
(8) Dem amerikanischen Anarchisten Alexander Berkman sagte er, dass die Bolschwiki zeigen, „wie die Revolution nicht vor sich geht“.
(9) Im gleichen Jahr, 1920, kam der Delegierte der deutschen
Anarchosyndikalisten, A. Souchy, mit einem Brief Rockers, dem alten
Freund und Genossen Kropotkins, zu ihm. Kropotkin and Souchy
diskutierten über die russische Revolution, die Bösartigkeiten des
Bolschwismus, das Ideal einer freien Föderation freier Städte, Räte,
Gemeinschaften und Gewerkschaften und die Aussichten der
Arbeiter/nnen-Bewegung.

Pyotr Alexeyevich Kropotkin erlebte den Tag nicht mehr, als Ende Dezember 1922 der Kongress der revolutionären Gewerkschaften der Welt in Berlin zusammenkam, bei dem der Wiederaufbau der anarchosyndikalistischen Internationalen, der Internationalen Arbeiter/innen-Assoziation (IAA), verkündet wurde. Er starb in Dmitrov am 8. Februar 1921, aber natürlich standen an der Wiege der IAA, die sich selbst als Wiederbelebung des anti-autoritären Flügels der Ersten Internationalen ansah, genau die Anarchist/innen, die lange mit Kropotkin gearbeitet hatten, ihm schrieben oder ihn in den letzten Jahren seines Lebens persönlich trafen. Die ersten Sekretäre der IAA waren Rudolf Rocker, Augustin Souchy und Alexander Shapiro, der gezwungen worden war das bolschewistische Russland zu verlassen und der viel dazu beigetragen hatte die revolutionären AktivistInnen über die wahren Geschehnisse in seinem Heimatland zu informieren und die europäischen SyndikalistInnen zu vereinigen. Deshalb ist es keine Übertreibung zu behaupten, dass die gegenwärtige IAA das Geistesprodukt Kropotkins war, der soviel zur Schaffung der anarchosyndikalistischen Internationalen beigetragen hatte und alles tat, um dieses Ereignis vorzubereiten.

Vadim Damier (KRAS-IAA)

Quellen

(1) Anarchistes en exil. Correspondance inédite de Pierre Kropotkine à Marie Goldsmith 1897 – 1917. Paris, 1995. Р.290.
(2) Nettlau M. Eine Arbeiterinternationale in Kropotkins Auffassung // Die Internationale. 1932. Heft5. Mai. S.116.
(3) Ibid. S.116-117.
(4) Анархисты. Документы и материалы. 1883–1935 гг. В 2 тт. Т.1. 1883–1916 гг. М., 1998. С.242.
(5) Кропоткин П.А. Предисловие // Пато, Э., Пуже, Э. Как мы совершим революцию. М., 2011. С.3–10.
(6) См. об этом: Дамье В.В. Забытый Интернационал. Международное
анархо-синдикалистское движение между двумя мировыми войнами. Т.1. М.,
2006. С.60–65, 272–278; Damier V. Anarcho-Syndicalism in the 20th.
Century. Edmomton, 2009. P.66–69, 80.
(7) Кропоткин П.А. Обращение Кропоткина к рабочим и передовым кругам
общественности о текущих событиях // Вопросы философии. 1991. №11.
С.43–51.
(8) Кропоткин, П.А. Письма М.И. Гольдсмит, А.А. Боровому и А. Шапиро //
Труды Комиссии по научному наследию П.А. Кропоткина. Выпуск I. М., 1992.
С.193.
(9) Berkman A. The Bolshevik Myth (Diary 1920–1922). L; Winchester, 1989. Р.75.
(10) Souchy A. “Vorsicht: Anarchist!” Ein Leben für die Freiheit. Politische Erinnerungen. Grafenau,1985. S.46–49.

Originaltext:
Kropotkin and the rebuilding of the International Workers Association

Übersetzung: call me ishmael

Quelle:
https://www.iwa-ait.org/content/kropotkin-und-der-wiederaufbau-der-internationalen-arbeiterinnen-assoziation




Quelle: Anarchosyndikalismus.blackblogs.org