August 30, 2021
Von FAU Jena
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Seit diesem Sommer fordert eine ehemalige Auszubildende vom ParadiescafĂ© eine EntschĂ€digung nach dem Berufsbildungsgesetz dafĂŒr, dass sie aufgrund des stark belastenden Betriebsklimas ihre Ausbildung abbrechen musste. Dazu hat sie mit gewerkschaftlicher und anwaltlicher UnterstĂŒtzung geklagt. Allerdings kam es in der GĂŒteverhandlung zu keiner Einigung. Der Kammertermin am Arbeitsgericht ist fĂŒr den Mai 2022 angesetzt.

Nun hat die FAU Jena am 28. August 2021 eine Kundgebung vor dem ParadiescafĂ© durchgefĂŒhrt. Etwa 15 Gewerkschafter:innen und UnterstĂŒtzer:innen fanden sich zusammen und machten gemeinsam auf den Fall aufmerksam. Sie verteilten FlugblĂ€tter an die Eltern des benachbarten Spielplatzes, an Passant:innen und einige der Kund:innen. Dabei erhielten sie mehrere UnterstĂŒtzungsbekundungen. Viele der Fans des FCC, die im ParadiescafĂ© ihr Bier tranken, erklĂ€rten den Gewerkschafter:innen gegenĂŒber ihre SolidaritĂ€t. Auch Ă€ußerte eine Mutter vom Spielplatz: „Dass der Alf ein Verbrecher ist, ist in Jena stadtweit bekannt. Da wundert mich gar nichts mehr.“ Das können wir als Gewerkschaft nicht bestĂ€tigen. Wohl zeigen solche Aussagen aber, dass die ZustĂ€nde, gegen die sich die ehamlige Auszubildende nachtrĂ€glich wehrt, nicht unbekannt sind.

Mit der Kundgebung haben wir dem ParadiescafĂ© gezeigt, dass man die Forderung unserer Kollegin nicht einfach aussitzen kann. Wir werden weiterhin in der Öffentlichkeit fĂŒr ihre Interessen eintreten – solange, bis es zu einer vernĂŒnftigen Einigung oder einer gerichtlichen Entscheidung kommt.




Quelle: Jena.fau.org