September 27, 2021
Von Indymedia
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Die Mutter ging auf die Fragen der Mitarbeiter*innen nicht weiter ein.
Am nĂ€chsten Tag suchten die Mitarbeiter*innen den Betroffenen an seiner Arbeitstelle auf und passten diesen zu Feierabend ab. Der Betroffene ließ die beiden abblitzen und lehnte jedes GesprĂ€ch ab.

Die Verfassungsschutzmitarbeiter*innen agierten in „good Cop, bad Cop“-Manier:
Eine Mitarbeiterin, ca 25 Jahre alt, dunkle Haare zum Pferdeschwanz gebunden, BrillentrĂ€gerin, Sommersprossen, ca 165 cm groß, gepflegtes, lĂ€ssiges Äußeres, trat freundlich, aber bestimmt auf und ĂŒbernahm vorwiegend die Kommunikation. Sie stellte sich als Frau Steinweg vor und ist unter der Telefonnummer 015738140389 erreichbar.
Der andere Mitarbeiter war ca 50 Jahre alt, ca 180 cm groß, hat blaue Augen und graumelierte, etwas lĂ€ngere Haare und trat zurĂŒckhaltend und streng auf.
Beide trugen Masken, deswegen waren ihre Mundpartien nicht sichtbar.

Die beiden versuchten, den Betroffenen auszufragen und drohten bei Nicht-Antwort mit einer Vorladung oder negativen Konsequenzen fĂŒr seine Arbeit. Zu Beginn des Anquatschversuchs agierten die beiden Mitarbeiter*innen freundlich, auf die wiederholte vehemente Ablehnung des GesprĂ€chs dann aber sichtlich streng und unfreundlich.
Zu Beginn des Anquatschversuchs gegenĂŒber dem Betroffenen selbst rĂŒgten die beiden sogleich, dass dieser sich nicht eigenstĂ€ndig bei dem Verfassungsschutz gemeldet hatte, hatten sie doch „am Vortag bei der Mama ihre Telefonnummer hinterlassen“. Dieses Vorgehen wirkte manipulativ und zielte darauf ab, bei dem Betroffenen fĂŒr sein vermeintlich unangebrachtes Verhalten ein schlechtes Gewissen zu erzeugen. Weiter stellten sie in Aussicht, dass dieser Fehler verziehbar wĂ€re, wenn er das ausstehende GesprĂ€ch noch nachhole.
Es war nicht einfach, ihr Kommunikationsbestreben zu unterbrechen und die Situation zu beenden, da sie sehr engmaschig nachfragten und bemĂŒht waren, sie Hoheit ĂŒber die Situation zu behalten. Die Situation dauerte maximal 5 Minuten an.
Zum Abschluss wĂŒnschte Frau Steinweg dem Betroffenen eine „gute Fahrt“ und tĂ€tschelte den Lenker seines Fahrrads.

Wenn auch ihr von Verfassungsschutz oder Staatsschutz angequatscht werdet, verweigert jegliches GesprĂ€ch und macht das Geschehene öffentlich, um die SchnĂŒffler*innen aus der Deckung zu holen. Lasst euch nicht unter Druck setzen und – vor allem – macht euch keine VorwĂŒrfe, dass es euch getroffen hat.
Wenn ihr betroffen seid, holt euch UnterstĂŒtzung und veröffentlicht das Geschehene. Kommt dazu gern in die Sprechstunde von EA und Rote Hilfe, jeden Freitag von 17:30 bis 18:30 Uhr im linXXnet, Brandstr. 15, 04277 Leipzig.




Quelle: De.indymedia.org