September 23, 2021
Von Indymedia
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Die Erla Maschinenwerk G.m.b.H. war ein 1934 gegrĂŒndeter Flugzeughersteller in Leipzig. Das im Stadtteil Heiterblick ansĂ€ssige Unternehmen stellte fĂŒr die Luftwaffe des Deutschen Reiches bis 1945 insgesamt rund ein Drittel von ĂŒber 33.000 Jagdflugzeugen des Typs Messerschmitt Bf 109 her. Im Zweiten Weltkrieg war die Leipziger Firma hinsichtlich der gebauten StĂŒckzahlen neben der Messerschmitt GmbH in Regensburg und den Wiener NeustĂ€dter Flugzeugwerken der grĂ¶ĂŸte Produzent des deutschen Standardjagdflugzeuges Bf 109.

Als reine RĂŒstungsbetriebe wurden nach der deutschen Kapitulation im Mai 1945 alle Erla-Werke demontiert und die Firma im Leipziger Handelsregister Ende August 1949 gelöscht.

Die 1937/38 in Leipzig-Thekla gebaute Werkssiedlung, deren Straßen germanische Götternamen tragen, wird noch heute als Erla-Siedlung bezeichnet.

https://de.wikipedia.org/wiki/Erla_Maschinenwerk

18. April 1945: Mindestens 80 HĂ€ftlinge des KZ-Außenlagers Leipzig-Thekla wurden beim Massaker von Abtnaundorf erschossen oder bei lebendigem Leib verbrannt.

Nach der Besetzung von Leipzig durch Truppen der US-Armee wurde der Ort des Verbrechens durch Angehörige des U.S. Army Signal Corps gefilmt. Ausschnitte aus dieser Dokumentation bildeten die erste Sequenz des Dokumentarfilms Nazi Concentration Camps, der wĂ€hrend des NĂŒrnberger Prozesses gegen die Hauptkriegsverbrecher gezeigt wurde. Die Opfer des Massakers wurden am 27. April 1945 auf dem SĂŒdfriedhof in Leipzig im Rahmen einer Trauerfeier beigesetzt.[2] Die US-Armee ermittelte zum Massaker von Abtnaundorf und schaltete auch die Leipziger Kriminalpolizei mit ein. Der Personalchef der Erla-Werke Leipzig, SA-FĂŒhrer Walter Wendt, sowie zwei am Massaker beteiligte SS-MĂ€nner wurden durch Angehörige der US-Armee verhaftet. Wendt wurde im Buchenwald-Hauptprozess zu 15 Jahren Haft verurteilt, die Haftstrafe wurde jedoch spĂ€ter auf fĂŒnf Jahre reduziert. Über weitere Verurteilungen im Zusammenhang mit dem Massaker von Abtnaundorf ist nichts bekannt.

Am Ort des Verbrechens erinnert seit 1958 ein Mahnmal an die Opfer des Massakers von Abtnaundorf. Dessen Inschrift lautet: „An dieser Stelle wurden am 18. April 1945 80 WiderstandskĂ€mpfer von SS-Mördern lebendig verbrannt“

https://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Abtnaundorf

https://de.wikipedia.org/wiki/Endphaseverbrechen#Leipzig

SĂŒdlich der Tauchaer Straße entstand nach der Eingemeindung nach Leipzig 1930 die Siedlung Leipzig-Thekla. Bekannt wurde sie als Erla-Siedlung, da sie vorwiegend als Werkssiedlung fĂŒr die BeschĂ€ftigten der Erla-RĂŒstungswerke errichtet wurde. Die Abteilung Flugzeugbau Leipzig der Erla-Maschinenwerk GmbH war 1934 im benachbarten Ortsteil Heiterblick entstanden.

http://landschaften-in-deutschland.de/exkursionen/78_E_531-thekla/

U.a. eine der grĂ¶ĂŸeren Straßen in der NĂ€he der Siedlung heißt Wodanstraße (benannt nach Wodan a.k.a. Odin oder WĂŽĂ°anaz) und beherbergt einen Hundekindergarten… Es gibt in verschiedenen StĂ€dten eine Wodanstraße u.a. in NĂŒrnberg und Gelsenkirchen

https://www.hundekindergarten-thekla.de/

https://leipzig.staedte-info.net/wodanstr_591876.php

Odin oder Wodan (]sĂŒdgermanisch Wƍdan, altislĂ€ndisch Óðinn, altenglisch Wƍden, altsĂ€chsisch Uuoden[2], altbairisch: WĂ»tan[3], altniederlĂ€ndisch Wuodan[4], althochdeutsch Wuotan, langobardisch Godan oder Guodan[5], gemeingermanisch *WĂŽĂ°anaz[6]) ist der Hauptgott in der nordischen und kontinentalgermanischen Mythologie. In der eddischen Dichtung fungiert er als Göttervater, Kriegs- und Totengott, als ein Gott der Dichtung und Runen, der Magie und Ekstase mit deutlich schamanischen ZĂŒgen.

Der Slogan „Odin statt Jesus“ kommt nicht nur wörtlich, sondern auch in symbolischen Darstellungen vor. Sie zeigen, wie Tiere aus der nordischen Mythologie – Raben, Wolf oder Adler – das christliche Fisch-Symbol ergreifen. Die Grundaussage ist simpel: Der christlichen Religion wird ein quasi-religiöser völkischer Germanen-Kult entgegengesetzt.

Mit dem konkreten Bezug auf Jesus kommt zudem die Feindschaft gegen die Juden zum Ausdruck.

In drei Worten manifestiert sich das Bekenntnis zu einem Aspekt rechtsextremen Denkens und die Ablehnung der jĂŒdischen / christlichen Religionen – nicht unbedingt ihrer heutigen Bedeutungen, sondern als Fremdherrschaft ĂŒber „die Germanen“ und als eine Grundlage der modernen Gesellschaft.

https://www.politische-bildung-brandenburg.de/themen/die-extreme-rechte/…

Kaum eine Rechtsrockband, die nicht den Hauptgott der nordischen Mythologie besĂ€nge: Odin, auch Wodan oder Walvater genannt. „Wir wollen euren Jesus nicht – das alte Judenschwein / denn zu Kreuz kriechen kann nichts fĂŒr Arier sein / Die Bibel und das Kruzifix – die soll der Geier holen / Wir wollen eure Pfaffen nicht“, grölte Michael Regener als SĂ€nger der 2003 verbotenen Neonazi-Band „Landser“. Und weiter: „Odins Raben wachen und sehe eure Taten / Und seine Wölfe kriegen demnĂ€chst einen fetten Braten / Ein Blitz aus Donars Hammer schlĂ€gt in der Kirche ein / Nun bet’zu deinem Judengott – er hört dich nicht, du Christenschwein.“ Im Refrain grölt Regener, der heute als „Lunikoff-Verschwörung“ auftritt: „Walvater Wotan soll unser Herrgott sein, Walvater Wotan wird Germanien befrei’n.“

https://taz.de/!5455710/

So geschehen im Streit um die Berliner Treitschkestraße. Die Diskussion um deren Umbenennung holt ein Element des Alltags auf die VorderbĂŒhne. So lange, wie der Straßenname nur die Hausbewohner interessierte, wirkte er aber nicht weniger sinnstiftend. Nur die Ebene war eine andere: Der Name des berĂŒhmten Berliner Antisemiten prangt auf Briefköpfen, steht in Personalausweisen und taucht hier bei einer Bankkontoeröffnung auf, dort in einer Kleinanzeige im Gebrauchtwagenmarkt.
Auf dieser HinterbĂŒhne prĂ€gte der Straßenname einen Teil des Alltags der Menschen. Und suggerierte damit die NormalitĂ€t des Antisemitismus – denn Straßen werden in aller Regel nach etwas benannt, das verehrt oder bewundert wird.So geschehen im Streit um die Berliner Treitschkestraße. Die Diskussion um deren Umbenennung holt ein Element des Alltags auf die VorderbĂŒhne. So lange, wie der Straßenname nur die Hausbewohner interessierte, wirkte er aber nicht weniger sinnstiftend. Nur die Ebene war eine andere: Der Name des berĂŒhmten Berliner Antisemiten prangt auf Briefköpfen, steht in Personalausweisen und taucht hier bei einer Bankkontoeröffnung auf, dort in einer Kleinanzeige im Gebrauchtwagenmarkt.
Auf dieser HinterbĂŒhne prĂ€gte der Straßenname einen Teil des Alltags der Menschen. Und suggerierte damit die NormalitĂ€t des Antisemitismus – denn Straßen werden in aller Regel nach etwas benannt, das verehrt oder bewundert wird.




Quelle: De.indymedia.org