MĂ€rz 4, 2021
Von Indymedia
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Wir haben in der Nacht vom 01.08 auf den 02.08. das Allianz-BĂŒro auf der Bornaischen Straße in Leipzig LĂ¶ĂŸnig mit einem Hammer aufgesucht und an der gegenĂŒberliegenden Fassade noch Kill Capitalism! mit lila farbe hinterlassen.

Wir haben in der Nacht vom 01.08 auf den 02.08. das Allianz-BĂŒro auf der Bornaischen Straße in Leipzig LĂ¶ĂŸnig mit einem Hammer aufgesucht und an der gegenĂŒberliegenden Fassade noch Kill Capitalism! mit lila farbe hinterlassen.
Wir taten dies aus Wut ĂŒber den erneuten Einmarsch der TĂŒrkei in kurdische Gebiete, bei dem Erdogan mal wieder seine faschistischen Phantasien gegen die Frauen*revolution durchsetzen will. Wir wollten hier im Herzen der Bestie ein Zeichen gegen Krieg und kapitalistische Ausbeutung setzen und einen Teil zur militanten Kampange gegen die aktuelle Invasion beitragen. In den kurdischen Gebieten die grĂ¶ĂŸtenteils dem IS abgerungen wurden, wird seit Jahren versucht eine Selbstverwaltung jenseits von staatlichen Konstrukten aufzubauen; auch wenn wir vielleicht nicht alle Werte mit der kurdischen Bewegung Teilen und der MĂ€rtyrer-Kult um Ödcalan definitiv kritisierbar ist, wollen wir uns solidarisch mit ihren emanzipatorischen Errungenschaften zeigen!

Die Allianzversicherung geriet zuletzt bei der Invasion von Afrin in das Fadenkreuz militanter Aktionen. Sie ist mit ihren Investitionen und Versicherungen in RĂŒstungkonzerne und Waffenlieferungen Teil deutscher Geopolitik speziell im Nahen Osten. Zusammen mit vielen anderen deutschen Firmen werden deutsche Interessen abseits direkter MilitĂ€r-operationen durchgesetzt. Nennen wir diese Dynamiken einfach beim Namen: Imperialismus. Um verstehen zu können, wie vorallem westliche MĂ€chte ihre Interessen durchsetzen, ist eine Imperialismus-Kritik unabdingbar. Wenn wir nicht komplett in der eurozentrischen Bubble versinken wollen, mĂŒssen wir uns mit KĂ€mpfen außerhalb dieser außeinandersetzen. SelbstverstĂ€ndlich gibt es darin WidersprĂŒche und Kritik muss in einem solidarischen VerhĂ€ltnis möglich sein.
Wir wollen uns außerdem mit Dimitris Kounftinas solidarisieren, der vermutlich in wenigen Stunden oder Tagen sterben wird. Die Organisation 17. November richtete ihre Aktionen unter anderem gegen den deutschen Imperialismus, die Allianz-Versicherung ist ein Teil dessen.

Keine Allianzen mit Krieg, Ausbeutung und faschistischen Horden!
FĂŒr die Freiheit, fĂŒr die Anarchie!

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Quelle: De.indymedia.org