November 19, 2020
Von Indymedia
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Am kommenden Samstag den 21. November plant ein ThĂŒringer „Querdenken“-Ableger erneut einen Aufmarsch in Leipzig auf dem Augustusplatz. Der 7. November sowie die Nachbetrachtung unterschiedlicher „Querdenken“-Ableger und -Akteur*innen haben gezeigt, dass mittlerweile keine BerĂŒhrungsĂ€ngste mehr zwischen ihnen und diversen Spektren der deutschen Rechten bestehen – sofern sie ĂŒberhaupt je bestanden haben. Gemeinsam mit zahlreichen Angehörigen rechter Parteien, Kameradschaften und Hooligangruppen schuf man am 7. November kurzzeitig eine rechte Hegemonie im Gebiet der Leipziger Innenstadt. Nur dank einer antifaschistischen Blockade Höhe Roßplatz auf dem Ring konnten rund 40.000 „Querdenker“ und Nazis jeglicher Coleur ihr ’89er-Polit-Reenactment nicht vollenden. Ein schwacher Trost angesichts unkontrolliert umherziehender Nazigruppen, Übergriffen auf Linke und Journalist*innen und ĂŒberhaupt der Tatsache, dass Leipzig Schauplatz eines rechten Happenings wurde, dessen Strahlkraft nach innen aber auch nach außen noch nicht abzusehen ist.

FĂŒr den kommenden Samstag liegt indes bisher keine Anmeldung aus dem „Querdenken“-Spektrum vor, wobei dennoch bereits in zahlreichen Telegram-KanĂ€len dafĂŒr geworben und mobilisiert wird. Unterschiedliche EinschĂ€tzungen gehen von einer mindestens vierstelligen Anzahl an Teilnehmenden aus, die sich ab 15:30 Uhr auf dem Augustusplatz treffen wollen. Gleichzeitig besteht aber auch am Samstag wieder die Möglichkeit, dass es zu einem unĂŒberschaubaren und dynamischen Versammlungsgeschehen im ganzen Stadtgebiet kommen könnte, weshalb antifaschistischer Selbstschutz fĂŒr Stadtteile und Projekte sicher keine schlechte Idee ist. Nicht zuletzt zeigt auch der gestrige Mittwoch in Berlin, dass die AfD sich mittlerweile als parlamentarischer Arm von „Querdenkern“ und sonstigen Schwurblern prĂ€sentiert. In diesem Zusammenhang verwundert auch die AnkĂŒndigung ĂŒber das Erscheinen von Björn Höcke am kommenden Samstag in Leipzig nicht (https://twitter.com/SoliLeipzig/status/1329323728069595136).

So oder so, die Ereignisse in Leipzig, aber auch in Frankfurt und gestern in Berlin zeigen, dass wir Antifaschismus nicht dem Staat ĂŒberlassen können. Kommt daher am kommenden Samstag nach Leipzig, um „Querdenken“ und rechten Kameradschaften, Parteien und Hooligans einen beschissenen Tag zu bereiten!

Grade machen gegen Querdenken! – Antifa in die Offensive!
#le2111
Mobivideo:
https://twitter.com/DirkMunster/status/1328799719628345346




Quelle: De.indymedia.org