September 16, 2021
Von Indymedia
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ZunĂ€chst wollen wir mitteilen, dass wir uns sehr darĂŒber freuen das es in letzter Zeit vermehrt zu massenmilitanten Aktionen in Leipzig kommt. So blicken wir auch erfreut auf den gestrigen Tag zurĂŒck, an dem es zu mehreren erfolgreichen Angriffen auf Nazis und Bullen kam. Damit sich dies weiter fortsetzen kann ist es wichtig auf einige Selbstschutzmaßnahmen zu achten, deshalb informieren wir ĂŒber die möglichen Maßnahmen der Bullen (nicht um abzuschrecken, sondern um vorbereitet zu sein).

Wir wollen uns kurz mit den Angriff auf die Bullen und Nazis am Wilhelm-Leuschner-Platz beschÀftigen (ausgehend vom Petersteinweg).
Eine gemischte Personengruppe bewirft die Nazis und Bullen mit GegenstÀnden, diese Personengruppe ist unterschiedlich vorbereitet so sind sowohl vollvermummte Personen mit Handschuhen anwesend als auch Personen ohne Handschuhe und Vermummung.

SpÀtestens an dem morgigen Werktag werden die ersten Bullen sich daran machen die Spuren von gestern auszuwerten.
Ob sie wie folgt vorgehen wissen wir nicht, möglich ist es.

Eine Gruppe der ermittelnden Bullen wird sich daran machen und die optischen Beweise bearbeiten. So sammeln sie zunÀchst das Bulleneigene Videomaterial aus folgenden Quellen:

– Kamerawagen

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– BFE`s mit Kamera

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– zivile Tatortbeobachter (Was sind TaBos und wie arbeiten diese?) filmen oft mit Handy (hier Fotos von Zivis aus Dresden)

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– Polizeihubschrauber

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– ob sie gestern zum Einsatz kamen ist uns unbekannt, aber Sachsens Polizei hat auch Drohnen in ihrem Arsenal (Einsatz z.B. in Dresden 2011)

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hinzu kommen die Überwachungskameras an Objekten wie dem Revier in der Dimitroffstr. oder am Wilhelm-Leuschner-Platz.

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DarĂŒber hinaus können sĂ€mtliche Video- & Fotoaufnahmen aus dem Internet herangezogen werden (Facebook, Twitter, Youtube, Instagram und alle anderen!).
Vorstellbar ist auch die Auswertung des Videomaterials von den zahlreichen weiteren privaten Überwachungskameras an Einkaufszentren oder den Aufnahmen der LVB.

Aus diesem Material werden vermeintliche TĂ€ter*innen gefiltert und mit weiterem Material abgeglichen.

Eine Identifizierung der Personen kann nun durch mehrere Maßnahmen erfolgen:
– Wenn wĂ€hrend des Angriffs keine oder eine schlechte Vermummung genutzt wurde ist das Gesicht sichtbar und bietet so erste ErmittlungsansĂ€tze.
– Wenn Personen sich kurz vor dem Angriff erst vermummt haben und Kameras dies gefilmt haben ist eine Identifizierung ebenfalls vergleichsweise möglich.
– Wenn die Kleidung recht markante Merkmale aufweist (bunte Schuhe, AufnĂ€her auf der Kleidung, Markenlogos, u.v.m. ) ermöglichen bei vielen Aufnahmen (auch von anderen Standorten, z.B. Demobegleitung, Fahrt mit der Straßenbahn, bei den Bullen bereits vorhandene Fotos von ED-Maßnahmen, 
 ) auch einen Abgleich der vermeintlichen Angreifer*innen.

Aus diesem Grund empfehlen wir:
– schlichte einfache einfarbige Kleidung die nach so einem Angriff auch entsorgt werden kann
– bunte Wechselkleidung mit der man sich vor/nach so einem Angriff kleidet – Angriffsvorbereitung (Kleidungswechsel) in einem nicht ĂŒberwachten Bereich
– Einsatz von Handschuhen und Vermummung (je weniger Haut zu sehen ist desto besser)

Sich vor dieser OmniprĂ€senz der optischen Überwachungsmaßnahmen zu schĂŒtzen ist schwer, aber nicht unmöglich wenn man auf diese achtet.

Eine weitere Gruppe von Bullen beschĂ€ftigt sich mit dem am Tatort und im Nahbereich zurĂŒckgelassenen Spuren.

So werden sowohl die geworfenen GegenstĂ€nde kriminaltechnisch untersucht als auch andere zurĂŒck gelassene SpurentrĂ€ger wie z.B. VermummungsgegenstĂ€nde, Handschuhe, Feuerzeuge u.s.w. am Tatort direkt und in der Umgebung (GebĂŒsche, MĂŒlltonnen,…).

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Die Vermeidung von FingerabdrĂŒcken ist mittels Handschuhen recht einfach, die von DNA Spuren jedoch etwas schwieriger. Da dies ein sehr komplexes Thema ist wollen wir hier nicht nĂ€her darauf eingehen. Wer mehr dazu lesen möchte findet Literaturhinweise im Anhang.

Weitere Überwachungsmaßnahmen um vermeintliche TĂ€ter*innen zu belasten sind der Einsatz von „Stillen SMS“, „Funkzellenabfragen“ oder „IMSI-Catchern“. 

Only local images are allowed.

Aus diesen GrĂŒnden empfehlen wir auch maximal den Einsatz von „Einweghandys“ und Simkarten die auf andere Namen und Adressen registriert sind (aus dem Internetcafe oder ĂŒber TOR). 


Solltest du dich an Angriffen auf Nazis oder Bullen beteiligt haben, so rechne mit einer Hausdurchsuchung und bereite dich darauf vor.
Entsorge die genutzten KleidungsstĂŒcke, verschlĂŒssle deine genutzten DatentrĂ€ger (PC, Handy, Speichermedien). Schreibe nicht ĂŒber Straftaten und rede nicht mit unbeteiligten Personen darĂŒber.

Was tun wenns brennt und die Bullen vor der TĂŒr stehen?

Solltet ihr Briefe von den Bullen oder der Staatsanwaltschaft bekommen, meldet euch beim Ermittlungsausschuss Leipzig.

no cooperation con la policia


Literaturempfehlungen: 

prisma (»prima radikales info sammelsurium militanter aktionen«)

Bei der Aktionsformensammlung haben wir bewusst vie­le ganz verschiedene Möglichkeiten aufgenommen. Auch wir selbst haben neue und fantasievolle Anregungen beim Sammeln bekommen. Wir finden, dass es nur gut sein kann, eigene Aktionsformen immer neu und kreativ zu durchden­ken. Dabei gilt es auch zu hinterfragen, welche Form den Inhalt, den wir vermitteln wollen, am besten transportiert. Deshalb hat dieses Heft auch die Absicht, Aktionen und ihren Kontext zu betrachten. Es gibt Überlegungen zu Zielen, zur Öffentlichkeitswirksamkeit und zu unserer Sicherheit. Die Gedanken zu den Zielen sind allerdings sehr allgemein. Das hat unter anderem den Grund, dass sich unsere Inhalte ja an den jeweiligen gesellschaftlichen Konflikten orientie­ren, die sind wiederum stĂ€ndig verĂ€ndern. Jeder Aktionszusammennhang setzt eigene Schwerpunkte und muss diese auch immer selbst neu diskutieren. Wir fanden, dass dieses Heft Ideen beinhalten sollte, die auf verschiedene Situatio­nen zu verschiedenen Zeiten anwendbar bzw. ĂŒbertragbar sind. Der Schwerpunkt liegt auf der Praxis, eben weil wir möglichst viele Formen zeigen und dabei auch genau sein wollten.

Polizeibericht Berlin 2010 – AusrĂŒstung, Strukturen, Einsatztaktik, HintergrĂŒnde, Analysen, Kritik

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Antifa University – Einblicke in die Arbeitswelt der Repressionsbehörden (Sammelsurium)

Um unsere Unwissenheit im Bezug auf die Arbeit der Repressionsbehörden zu bekĂ€mpfen, stellen wir euch hier den 1. Teil unseres Bildungspaket zur VerfĂŒgung.




Quelle: De.indymedia.org