Oktober 15, 2021
Von Indymedia
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TW: Sexuelle Gewalt, sexuelle Übergriffe, Rape, Drogenkonsum

Der Mensch, um den es geht heißt Stan, selbst bezeichneter Punk und viel in Connewitz unterwegs. Er ist in den letzten Jahren öfters wegen ĂŒbergriffigem Verhalten gegenĂŒber FLINTA* und seiner sexistischen Sprache aufgefallen. Allgemein zeigt er wenig Respekt gegenĂŒber Allen, die in seinen Augen nicht cis-mĂ€nnlich sind.

Macht euch Gedanken, wie ihr mit diesem Menschen in eurem Umfeld, also Besuche von Stan bei Veranstaltungen und Orten oder auch im Privaten, umgeht. Stan sollte keinen Zutritt mehr in linken (emanzipatorischen) RÀumen erhalten, um Betroffenen wieder sorgenfreie Besuche zu ermöglichen und weitere Taten zu verhindern.

Mehrere GesprĂ€chsversuche mit Stan, unter anderem durch Personen eines Kollektivs und Einzelpersonen, die zum Ziel hatten Reflexionsprozesse bei ihm anzuregen sind bisher erfolglos geblieben. Ihm wurden Hilfsangebote dargelegt, welche er nicht angenommen hat. Stattdessen sieht er sich selbst in der Opferrolle und diese TĂ€ter-Opfer-Umkehr verbreitet er öffentlich. Weiter thematisiert er im Internet seinen Ausschluss aus einer Location und unterstellt dieser, ihn als „sexuellen BelĂ€stiger zu diffamieren“. Diese Entwicklungen fĂŒhrten letztlich zu einem Hausverbot fĂŒr Stan in mehreren RĂ€umen.

Um seine Taten konkreter benennen zu können, haben wir die Erfahrungen einiger Betroffenen gesammelt, die wir mit deren Zustimmung hier anonymisiert teilen wollen:

„Ich war mit meinen Freund*innen in Connewitz feiern und dort haben wir Stan zufĂ€llig getroffen. Eine Person aus der Gruppe kannte Stan flĂŒchtig. Im Laufe des Abends hat er mich mehrfach an der HĂŒfte und am Po angefasst. Ich habe seine Hand weggestoßen und ihm gesagt, dass ich das nicht will. Er hat weder seinen Fehler eingesehen, noch sich entschuldigt. SpĂ€ter habe ich mit einer engen Freundin gesprochen, die mir erzĂ€hlte, dass Stan, das Gleiche auch bei ihr gemacht hat.“

„Ich habe bei dem Menschen ĂŒbernachtet, wir kuschelten ich trug noch meine Leggins. Er versuchte diese mehrmals herunterzuziehen. Ich sagte ihm, dass ich meine Leggins anbehalten möchte, woraufhin er versuchte mit mir darĂŒber zu diskutieren. Ich schlief neben ihm ein und wachte am nĂ€chsten Tag mit der Leggins in den Kniekehlen auf.“

„Wir hatten einen gemeinsamen Pennplatz auf einer Matratze. Er hatte kosumiert, aber keinen Alk. Wir lagen zuerst RĂŒcken an RĂŒcken, ich hatte meine Sachen komplett an und bin eingeschlafen. Aufgewacht bin ich, weil HĂ€nde versucht haben unter meine Hose zu kommen. Wurde auch an den BrĂŒsten betatscht. Ich habe die Hand mehrmals weggeschoben, aber erst nach einigen klĂ€glichen Versuchen von Stan, die ich abgewehrt habe, hat er aufgegeben.“

„Ich war bei ihm zu Hause. Haben zusammen Film/Serie geschaut. Er hat meine Hand mehrmals versucht unter seine Hose auf sein Glied zu legen.“

„Ich habe bei ihm ĂŒbernachtet, wir hatten abgesprochen keinen Geschlechtsverkehr unter den gegebenen UmstĂ€nden zu haben. Mitten in der Nacht bin ich aufgewacht, weil er versuchte mit seinem Penis in mich einzudringen. Mehrere Minuten lag ich in Schockstarre, wĂ€hrend er mich penetriert hat. Nach einer Weile hat er die Lust daran verloren. Bis heute sieht er nicht ein, dass dies eine Vergewaltigung war.“

Jede*r, auch ĂŒber Leipzig hinaus, sollte aufmerksam sein und im Rahmen der eigenen Möglichkeiten dafĂŒr sorgen, dass Stan Betroffenen nicht den Safespace nimmt und ihm keine BĂŒhne mehr geboten wird. Helft alle dabei, FLINTA* vor Stan und Menschen wie ihm zu schĂŒtzen!




Quelle: De.indymedia.org