Juli 30, 2022
Von Indymedia
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Denn Befreiung von UnterdrĂŒckung, ein Ende von Verfolgung und Gewalt und gesellschaftliche Anerkennung wird es nicht mit einem Kapitalismus geben, der queere Symbolik im Pride Month nutzt um Geld zu machen, so wie er alles fĂŒr die Vermehrung von Kapital nutzt. Queere Befreiung gibt es nicht mit imperialistischen Staaten, die LĂ€nder kaputt bombardieren und nicht mit einer EU, die Menschen bewusst im Mittelmeer ertrinken lĂ€sst, ob queer oder nicht. FĂŒr uns ist klar, dass es uns nicht hilft, wenn Unternehmen ihr Logo mit Regenbogenfilter posten und gleichzeitig auf der anderen Seite der Welt oder hier weiterhin ausbeuten.

Wir mĂŒssen auf den UrsprĂŒngen der Stonewall Riots bestehen, und zeigen, dass der Kampf noch lange nicht vorbei ist. Weltweit werden Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung und ihrer GeschlechtsidentitĂ€t diskriminiert, verfolgt und zur Flucht gezwungen. Auch in Deutschland gibt es nach wie vor Gewalt gegen queere Menschen.

Auch in Stuttgart war die offizielle Parade ein Schaulaufen fĂŒr Unternehmen und bĂŒrgerliche Parteien.

Doch zum ersten mal hat sich sogar die CDU blicken lassen und nicht nur ihren Zusammenschluss „Lesben und Schwulen Union“. Die CDU ist eine der Parteien, die in den letzten Jahrzehnten am offensten queer- und frauen*feindlich aufgetreten ist. Andere Parteien sind natĂŒrlich nicht besser, aber diese haben mit ein paar ZugestĂ€ndnissen und BezĂŒgen eine grĂ¶ĂŸere Verankerung in der queeren Community.

Eine Kritik am derzeitigen Charakter des CSD in Stuttgart konnte also hier ansetzen und auch andere KĂ€mpfe queerer Menschen aufgreifen: wie Widerstand gegen Polizeigewalt, Internationale SolidaritĂ€t mit Verfolgten, etwa in der TĂŒrkei, der Ukraine, Ungarn oder Polen oder auch die kapitalistische Verwertung queerer Symboliken.

Deswegen haben wir zunĂ€chst eine Positionierung zu diesen Themen auf dem CSD verteilt. Dann haben wir den Wagen der CDU am Marienplatz in Stuttgart kurzzeitig blockiert, eine kleine Rede verlesen und den queerfeindlichen Charakter der CDU mit Aussagen ihres eigenen Personals aufgezeigt. Hier gab es von vielen Seiten Zuspruch. Außerdem haben wir eine Transpi Aktion, als Mobilisierung zu einem queeren Filmabend im Linken Zentrum Lilo Herrmann, am 13. August ab 16 Uhr, organisiert.

WĂ€hrend ein Teil von uns die Transpi Aktion stellte, beteiligten wir uns nach der Blockade der CDU auch im hinteren Bereich des CSD am Linken Jugendblock, um die Kritik an der CDU weiter auf die Straße zu tragen. Der Block wuchs im Verlauf der Demo immer mehr, bis auf ca. 150 Menschen an.

CDU – Konzerne – Polizei – Verpisst euch das ist unsre Pride!

Wir holen uns die Pride zurĂŒck – StĂŒck fĂŒr StĂŒck!

Gegen Kapitalismus und Patriarchat – Stonewall heißt kĂ€mpfen!




Quelle: De.indymedia.org