Dezember 8, 2020
Von InfoRiot
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Potsdam – Das geplante “Raw”-Digitalzentrum ist umstritten. Eine Stadtverordnete der Linken postete ein Graffiti gegen die Investoren, wofür die von ihre Fraktion kritisiert wurde. Überraschung, diese hatte nämlich zuvor für das Projekt gestimmt

Kri­tik­er des geplanten Dig­i­talzen­trums „Raw“ kämpfen nun per Graf­fi­ti-Losun­gen gegen das Großpro­jekt. So ist an der Mauer des Gelän­des an der Friedrich-Engels-Straße großflächig „Raw-Investor ver­ja­gen!“ geschrieben wor­den – abgeschlossen mit einem Anar­chie-Zeichen, einem beliebten Sym­bol der linken Szene.

Das sorgte am Woch­enende für Reak­tio­nen. So veröf­fentlichte die Linken-Stadtverord­nete Anja Gün­ther zwei Fotos von den Graf­fi­tis – und stellte dazu fest, der Wider­stand gegen das Pro­jekt sei „noch lange nicht ver­s­tummt – wie man heute sehr deut­lich an der RAW-Mauer sieht“. Zugle­ich erk­lärte sie, Inve­storen werde in Pots­dam lei­der von der Ver­wal­tung und Teilen der Stadt­poli­tik „viel zu oft der rote Tep­pich aus­gerollt, immer zu Las­ten der Anwohner*innen“.

Damit ein­her gin­gen mehr Lärm und Verkehr sowie weniger Raum für Schulen, Kitas und Sport, so die Stadtverord­nete. Allerd­ings hat­ten auch größere Teile ihrer Frak­tion dem Vorhaben zuges­timmt. Nach PNN-Infor­ma­tio­nen löschte sie nach partei­in­tern­er Kri­tik den Beitrag am Mon­tag kommentarlos.

Wie berichtet sollen in dem Inno­va­tions- und Dig­i­talzen­trum mit Büro- und Gewer­be­flächen rund 1000 Arbeit­splätze entste­hen, auch Einzel­han­del und Cafés sollen ange­siedelt wer­den, es geht um rund 100 Mil­lio­nen Euro Investi­tio­nen. Anwohn­er der Tel­tow­er Vorstadt sor­gen sich aber, dass mit dem Bau der Wohn­raum im Kiez deut­lich teur­er wird. Das Rathaus prüft daher eine Milieuschutzsatzung gegen steigende Mieten.






Quelle: Inforiot.de