Juli 26, 2021
Von Freie ArbeiterInnen Union (FAU)
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1.506,28€ Lohnnachzahlung fĂŒr gekĂŒndigten Leiharbeiter

Mitte Mai wandte sich ein gekĂŒndigter Leiharbeiter mit der Bitte um UnterstĂŒtzung an die FAU Frankfurt a. Main.

Der Betroffene war bei einer Leiharbeitsfirma mit Sitz in Miltenberg angestellt und fristlos entlassen worden.
Nach gewerkschaftlicher Erstberatung durch Mitglieder der FAU Frankfurt a. M., unter ihnen ein Miglied der Sektion Aschaffenburg, wurde der Betroffene Mitglied unseres Syndikats. Eine gemeinsame Austragung des Konflikts wurde verabredet.

Zuvor hatte eine erste Sichtung vorliegender Unterlagen ergeben, dass dem Kollegen nicht nur Lohn vorenthalten, sondern auch die fristlose KĂŒndigung zu Unrecht ausgestellt wurde.

Um geltende Fristen zu wahren, wurde kurzfristig KĂŒndigungsschutzklage beim Arbeitsgericht Aschaffenburg eingereicht. Schon wenige Tage spĂ€ter erreichte unser Mitglied ein Vergleichsangebot seines ehemaligen Chefs.

Nach GesprĂ€chen zwischen diesem und der Gewerkschaft konnte sich auf einen außergerichtlichen Vergleich geeinigt werden.
Mit dem Ergebnis:

– 1.506,28€ (netto) Lohnnachzahlung
– fristgerechte statt fristloser KĂŒndigung und somit die Reduzierung der bis dato hohen Wahrscheinlichkeit einer Sperre fĂŒr den Bezug von ALG1

FÀlle wie dieser zeigen das gewerkschaftliche Organisierung nicht nur wirkt, sondern sich auch lohnt! Dies gilt besonders in prekÀren ArbeitsverhÀltnissen.

Deshalb organisieren wir uns und kĂ€mpfen gemeinsam gegen Ausbeutung und fĂŒr eine Gesellschaft, in der Leih- und Lohnarbeit der Geschichte angehören.

Also worauf warten, hinein in die kÀmpferische Basisgewerkschaft!




Quelle: Fau.org