April 28, 2021
Von Chronik
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Leipzig, 22. April 2021

Brennende Autos in Leipzig.
Unsere Genossin Lina sitzt immer noch in Haft. DarĂŒber sind wir wĂŒtend und haben deshalb heute Nacht ein paar Wagen einer Autovermietung angezĂŒndet. Lasst sie endlich frei!

Quelle: Indymedia

Video:

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Nach dem Brand mehrerer Transporter einer Autovermietung [AVIS] in Leipzig hat das Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum die Ermittlungen ĂŒbernommen. Wie die Polizei mitteilte, kann eine politische Motivation nicht ausgeschlossen werden. Der leitende Kriminaldirektor, Dirk MĂŒnster, sagte: „Es gab in den letzten Jahren eine Vielzahl von derartigen BrandanschlĂ€gen insbesondere in Leipzig. Der letzte große war in der Neujahrsnacht. Wir gehen hier davon aus, dass es eine weitere linksmotivierte Gewaltstraftat ist.“

In der Nacht zu Donnerstag brannten den Angaben zufolge zwei Transporter in der Langen Straße vollstĂ€ndig aus. An zwei weiteren entstanden erhebliche SchĂ€den und ein weiteres Fahrzeug wurde durch die Hitzeentwicklung leicht beschĂ€digt. Nach Polizeiangaben konnte die Feuerwehr den Brand löschen. Verletzt wurde niemand. Nach Angaben des LKA liegt die Höhe des Sachschadens im unteren sechsstelligen Bereich.
Mutmaßliches Bekennerschreiben im Internet aufgetaucht

Auf der Plattform indymedia.org ist bereits in der Nacht ein mutmaßliches Bekennerschreiben veröffentlicht worden. Dort heißt es: „Unsere Genossin Lina sitzt immer noch in Haft. DarĂŒber sind wir wĂŒtend und haben deshalb heute Nacht ein paar Wagen einer Autovermietung angezĂŒndet. Lasst sie endlich frei!“ Das Landeskriminalamt wollte auf Nachfrage von MDR SACHSEN vorerst keine Angaben dazu machen, ob die Beamten das Schreiben fĂŒr authentisch halten. In einer ErklĂ€rung hieß es, das Schreiben sei bekannt „und wird in die Ermittlungen mit einbezogen.“

Weitere Straftaten befĂŒrchtet

Kriminaldirektor MĂŒnster befĂŒrchtet unterdessen, dass es in Zukunft noch weitere sogenannte Resonanzstraftaten in Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen Lina E. geben wird. „Der Haftbefehl ist weiterhin in Vollzug“, erklĂ€rte MĂŒnster. „Das Problem ist, dass es hier in diesem Fall eine völlig unbeteiligte Autovermietung getroffen hat, die aus unserer Perspektive in keinerlei Zusammenhang zu den Ermittlungen gegen die Gruppe steht. Insofern fĂ€llt es uns als Polizei schwer, das vorherzusehen und dort prĂ€ventiv zu wirken.“ Es gebe zu viele Tatgelegenheiten, die von der Szene in einen „teilweise wirren BegrĂŒndungszusammenhang“ gesetzt werde.

Quelle: MDR




Quelle: Chronik.blackblogs.org