November 30, 2022
Von Soligruppe F├╝r Gefangene
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├ťbersetzt aus dem Spanischen.

Ein paar einleitende W├Ârter zu diesem Text und warum wir diesen ver├Âffentlichen. Ein Gef├Ąhrte, nochmals danke, schickte uns diesen Text vor langer Zeit, um es zu ver├Âffentlichen und bat uns darum diesen zu korrigieren, au├čerdem f├╝hrten wir einige Fu├čnoten bei, die unserer Meinung wichtig waren. Wir kennen die Schriften von Miguel Amor├│s und wissen dass er in seiner Scharfsinnigkeit, auch sehr f├Ąhig ist es zu ├╝bertreiben, oder weit ├╝bers Ziel hinausschie├čen kann. Dies haben wir gesehen wo er ├╝ber Sachen schrieb ├╝ber die er keine Ahnung hatte, oder wenig dar├╝ber wusste, bester Beispiel ist seine kritische Abhandlung ÔÇÜProfessionelle Anarchie und theoretische Abr├╝stung: Zum InsurrektionalismusÔÇś, welche milde gesagt ein f├╝rchterlicher Text ist. Nicht desto trotz hat Miguel Amor├│s zu anderen Themen sehr viele interessante und wichtige B├╝cher und Texte zu historischen und aktuellen Ereignissen geschrieben, wir hoffen dass dies f├╝r eine lange Zeit noch so bleiben wird.

Wir beziehen uns auch gerade bei diesem Text auf die erste und pr├Ągendste Erscheinung, n├Ąmlich den Titel selbst. Wir sind nicht damit einverstanden den Leninismus als eine faschistische Ideologie zu bezeichnen. Konterrevolution├Ąr; reaktion├Ąr, all dies ja, keine Frage, ob dass was Amor├│s eigentlich meinte, n├Ąmlich die logische Weiterf├╝hrung von Lenin┬┤s Ideen durch Stalin und dies als faschistisch bezeichnen will, nun dies erkl├Ąrt er nicht und falls dies der Fall w├Ąre, w├╝rde eine fundierte Analyse f├╝r die Feststellung fehlen, genauso wenig wenn er auf Schriften von Otto R├╝hle hinweist, die viel fundierter sind als sein Text und auf Fragen eingeht die er, also Amor├│s, selber nicht eingeht, auch wenn genau die Komparation bei beiden fehlt. Soweit wir R├╝hle selbst zum Thema des Leninismus verstanden haben, und wir denken dass wir es haben, sagt dieser dass Lenin den Weg f├╝r den Faschismus geebnet hat, weil dieser das revolution├Ąre Anstreben des Proletariats bek├Ąmpft hat, nun dies w├Ąre ein Punkt des Texts ÔÇÜBrauner und Roter FaschismusÔÇś auf dem sich Amor├│s bezieht. Die historische Aufgaben des Bolschewismus und des Faschismus sind aber dennoch entgegengesetzte, wenn auch einen ├ähnlichkeiten auffallen m├Âgen, darauf jetzt tiefer einzugehen w├╝rde den Rahmen leider sprengen, dies ist eine Aufgabe der wir uns in kommender Zukunft widmen werden.

Dasselbe denken wir uns zu seiner Bemerkung von Amoros bez├╝glich der Zeitschrift ÔÇÜBilanÔÇś und andere die er im Verlauf des Textes angreift, der Grund ist aber nicht immer ersichtlich, vor allem wenn man es sich selbst aus der Nase ziehen muss und nicht klar ist, was eigentlich damit gemeint sein kann. Vor allem im Bezug auf die belgische Publikation ÔÇÜBilanÔÇś die in ihrer Kritik an den konterrevolution├Ąren Charakter der anarchistischen Bewegung, ganz voran deren Anf├╝hrer ÔÇô was ein Widerspruch, aber dennoch zutreffend ist ÔÇô w├Ąhrend der sozialen Revolution von 1936, viel Zuspruch auch von Anarchistinnen und Anarchisten genie├čen die nicht nur der Selbstkritik und Kritik f├Ąhig sind, sondern diese auch leidenschaftlich anwenden.

Zus├Ątzlich muss gesagt werden dass dieser Text sehr auf einen historisch-spezifischen Kontext im spanischen Staat sich bezieht. Auch wenn seine Kritik am Leninismus richtig ist, es gibt viel bessere, macht diesen Text aber deswegen nicht schlechter, wir wei├čen auf gewisse Aspekte und L├╝cken hin die uns aufgefallen sind. Alles andere, sein Abriss ├╝ber den Konzept der Partei von Lenin, die Einfl├╝sse von Kautsky, die Rolle der Bolschewiki w├Ąhrend der russischen Revolution und einiges mehr, all dies ist richtig. Wir werden uns aus mehreren Gr├╝nden, was wir einige Male schon erw├Ąhnten, mit der Thematik des Leninismus besch├Ąftigen und weitere Texte dazu ver├Âffentlichen. Als letztes, wie Otto R├╝hle zu sagen vermochte, ÔÇ×Jede Schw├Ąchung der Revolution durch ein Kompromi├č endet aber zwangsl├Ąufig im vorzeitigen Zusammenbruch oder im schlie├člichen Bankrott der revolution├Ąren Bewegung.ÔÇť

Soligruppe f├╝r Gefangene


Leninismus, faschistische Ideologie

Miguel Amor├│s

ÔÇ×Befreit die Menschheit von dem segensreichen Joch des Staates! Es ist erstaunlich, in welchem Ma├če kriminelle Instinkte im Menschen schlummern. Ich sage es deutlich: kriminell. Freiheit und Kriminalit├Ąt sind, wenn Sie so wollen, so eng miteinander verbunden wie die Bewegung eines Flugzeugs und seine Geschwindigkeit. Wenn die Geschwindigkeit des Flugzeugs null ist, bleibt es stehen, und wenn die Freiheit des Menschen null ist, begeht er kein Verbrechen. Das ist klar. Das einzige Mittel, den Menschen vom Verbrechen zu befreien, ist, ihn von der Freiheit zu befreienÔÇť. Jewgenij Samjatin, Wir, 1920.

Die Existenz von mehr oder weniger virtuellen immobilistischen Sekten, die sich auf Lenin berufen, hat heute mehr mit den Neurosen zu tun, die die Menschen unter den modernen Bedingungen des Kapitalismus plagen, als mit dem Kampf um Ideen, den die Rebellen gegen die Ideologen der herrschenden Klasse f├╝hren. Die Zeit vergibt nicht, und das endg├╝ltige Scheitern des Leninismus zwischen 1976 und 1980 hat die ├╝berlebenden Gl├Ąubigen zu einem schizoiden ├ťberleben gef├╝hrt. Wie Gabel bereits untersucht hat, ist der Preis, den sie f├╝r ihren Glauben zahlen m├╝ssen, ein gespaltenes Bewusstsein, eine Art gespaltene Pers├Ânlichkeit. Auf der einen Seite widerlegt die Realit├Ąt das Dogma bis ins kleinste Detail, auf der anderen Seite muss die militante Interpretation sie verdrehen, korsettieren und bis zum Wahnsinn manipulieren, um sie dem Dogma anzupassen und eine manich├Ąische Erz├Ąhlung ohne Widerspr├╝che zu fabrizieren. Als ob es sich um eine Bibel handeln w├╝rde, die alle Antworten enth├Ąlt. Die leninistische Geschichte unterdr├╝ckt die Angst, die die Widerspr├╝che der Praxis im Gl├Ąubigen hervorrufen, die eine m├Ąchtige Waffe ist, um der Realit├Ąt zu entkommen. Das Ergebnis w├╝rde f├╝r den Rest der Lebewesen erb├Ąrmlich ausfallen, wenn es in einem k├Ąmpferischen Proletariat wie dem der 1970er Jahre Debatten g├Ąbe, aber angesichts des gegenw├Ąrtigen Zustands des Klassenbewusstseins oder, mit anderen Worten, angesichts der spektakul├Ąren Umkehrung der Realit├Ąt, bei der ÔÇ×das Wahre nur ein Moment des Falschen istÔÇť, tr├Ągt die Anwesenheit von leninistischen Sektierern in den wenigen Diskussionen an der Basis nur dazu bei, die herrschende Verwirrung zu vervielfachen.

Die objektive Rolle dieser Sekten besteht darin, die Geschichte zu verf├Ąlschen, die Realit├Ąt zu verschleiern, die Aufmerksamkeit von den wirklichen Problemen abzulenken, die Reflexion ├╝ber die Ursachen des kapitalistischen Triumphs zu sabotieren, die Formulierung einer angemessenen Kampftaktik zu blockieren und schlie├člich die theoretische Aufr├╝stung der Unterdr├╝ckten zu verhindern. Die versteinerten Leninisten von heute sind nicht mehr (weil sie es nicht k├Ânnen) die Avantgarde der Konterrevolution von vor drei├čig oder sechzig Jahren, aber ihre Funktion bleibt dieselbe: als Agents provocateurs f├╝r die Herrschaft zu arbeiten.

Angesichts der gegenw├Ąrtigen Zersetzung der Ideologie w├Ąre es vielleicht besser, von Leninismen zu sprechen, aber weit davon entfernt, uns in den scholastischen Nuancen zu verlieren, die die verschiedenen Sekten unterscheiden, werden wir versuchen, die verwandten Merkmale zusammenzufassen, die sie am besten definieren, n├Ąmlich die kategorische Leugnung, dass es 1936 eine Arbeiterrevolution gegeben hat, die ebenso kategorische Bejahung der Existenz einer sich st├Ąndig weiterentwickelnden Arbeiterklasse und der Glaube an die Ankunft der f├╝hrenden Partei, die F├╝hrung der Arbeiter auf dem Marsch zur Revolution. Erstere stammen entweder aus den def├Ątistischen und kapitulierenden Analysen der belgischen Zeitschrift ÔÇ×BilanÔÇť1 oder aus den triumphalistischen Diktaten der Komintern und der PCE2. Wenn es in dem einen Fall um einen imperialistischen Krieg ging, so ging es in dem anderen Fall um einen Unabh├Ąngigkeitskrieg; in beiden F├Ąllen musste sich das Proletariat zermalmen lassen.

Im leninistischen Universum ist Lenin die Jungfrau Maria und die Arbeiterklasse, von der sie sprechen, ist wie das Christentum. In der heutigen Zeit ist das Internet eine Art Himmel, in dem sich praktisch ihre gesamte T├Ątigkeit konzentriert. Ein Schiit des Leninismus, d.h. ein Bordigist, beklagte im Internet: ÔÇ×Wenn sie uns die Arbeiterklasse wegnehmen, was bleibt uns dann noch?ÔÇť F├╝r die Leninisten hat die Arbeiterklasse in der Tat eine rituelle, wenn man so will therapeutische, psychologische Funktion. Sie ist ein ideales Wesen, eine Abstraktion, in dessen Namen die Macht ergriffen werden soll. Ein verr├╝ckter Bordiga sprach ihr das Recht ab, ohne den ÔÇ×RahmenÔÇť der Partei zu existieren. Es ist nicht so, dass es eine solche Klasse nicht existiert, sie hat nie existiert. Die von Lenin nach dem russischen Modell von 1917 erfundene Minderheit der Arbeiterklasse in einem feudalen Land mit ├╝berwiegend b├Ąuerlicher Bev├Âlkerung, ohne eigene kulturelle Traditionen und daher zug├Ąnglich f├╝r eine ├Ąu├čere F├╝hrung, die sich aus in einer Partei organisierten Intellektuellen zusammensetzt, ist nichts was man jeden Tag sieht. Sie geh├Ârt einer ├╝berholten Vergangenheit an. Es ist ein utopisches, antihistorisches Ideal. Die trotzkistische Sekte der Posadisten3 glaubte, es bei den Au├čerirdischen in einer fernen Galaxie gefunden zu haben, von wo aus sie fliegende Untertassen mit sozialistischen Botschaften zur Erde schickten, ohne dabei zu scherzen. Die UFO-Enth├╝llungen m├╝ssen sich verbreitet haben, weil das leninistische Proletariat in jeder Planetensuppe auftaucht; laut der leninistischen Presse kann seine Epiphanie bei jedem Ereignis auftreten, zum Beispiel im B├╝rgerkrieg im Irak, bei den Mobilisierungen der franz├Âsischen Studenten oder bei der Konstituierung einer gewerkschaftlichen/syndikalistischen ÔÇ×LinkenÔÇť, wenn auch am h├Ąufigsten bei Arbeitskonflikten.

Da es f├╝r den Leninismus nach der Erst├╝rmung des Winterpalastes keine Geschichte gibt, scheint es seit der Russischen Revolution weder Niederlagen noch bedeutende Siege gegeben zu haben, h├Âchstens einige Stolpersteine entlang einer unver├Ąnderlichen Entwicklungslinie, die zu einer unbefleckten Arbeiterklasse f├╝hrt, die auf die Priester der Kirche, ihre F├╝hrer, Mitglieder von Rechts wegen der ÔÇ×ParteiÔÇť, wartet. Denn das eigentliche historische Subjekt ist f├╝r die Leninisten nicht die Klasse, sondern die Partei. Die Partei ist das absolute Kriterium der Wahrheit, die nicht aus sich selbst heraus existiert, sondern in ihr, in den heiligen Schriften, die von f├╝hrenden Hohepriestern richtig interpretiert werden. Innerhalb der Partei die Rettung, au├čerhalb die ewige Verdammnis. Dieser halluzinierte Avantgardismus ist das antiproletarische Merkmal des Leninismus, denn die Idee einer einzigen messianischen Partei ist Marx fremd; sie stammt von der Bourgeoisie der Freimaurer und Carbon├íria4. Marx bezeichnete die Gesamtheit der Kr├Ąfte, die f├╝r die Selbstorganisation der Arbeiterklasse k├Ąmpfen, als Partei, nicht als autorit├Ąre, aufgekl├Ąrte, exklusive und hierarchische Organisation.

Es ist aufschlussreich, dass Leninisten heute bestimmte5 ├Âkonomische Interessen als Klasseninteressen ansehen, obwohl sie keine Klasseninteressen mehr sind, und dass sie sie in den 1970er Jahren, als sie noch welche waren, als gewerkschaftliche/syndikalistische, ÔÇ×trade unionistischeÔÇť Fragen behandelten. Der Unterschied ist, dass das Proletariat damals auf seine eigene Art und Weise, mit seinen eigenen Waffen, den Vollversammlungen, gek├Ąmpft hat. Dadurch wurde die Teilforderung in eine Klassenforderung umgewandelt. Aber die Leninisten verachten die wirklich proletarischen Formen der Organisation und des Kampfes: die Vollversammlungen, die gew├Ąhlten und widerrufbaren Komitees, das imperative Mandat, die Selbstverteidigung, die Koordinationen, die R├ĄteÔÇŽ. Und sie verachten sie, weil sie als authentische Formen der Arbeitermacht die Parteien ignorieren und den Staat aufl├Âsen, auch den ÔÇ×proletarischenÔÇť Staat. Deshalb haben sie die Existenz der Vollversammlungsbewegung (Movimiento Asambleario)6 ebenso verheimlicht wie die Medien in den siebziger Jahren, denn sie sind Feinde der realen Arbeiterklasse, die mit der ihren nicht vergleichbar ist und deren spezifische Organisationsformen sie aus offensichtlichen Gr├╝nden hassen. Im Gegensatz zu Marx bestimmt f├╝r die Leninisten nicht das Sein das Bewusstsein7, sondern es muss durch das Apostolat der F├╝hrer beigebracht werden. Die Arbeiter, so Lenin, k├Ânnen nur ein gewerkschaftliches/syndikalistisches Bewusstsein erlangen und m├╝ssen auf die Rolle von blo├čen Ausf├╝hrenden reduziert werden; die Gewerkschaften/Syndikate oder Massenorganisationen, die sie bilden und kontrollieren, sind daher der Transmissionsriemen der Partei. Das hindert die Leninisten nicht daran, die Vollversammlungen und R├Ąte zu loben, wenn sie dadurch einen gewissen Einfluss aus├╝ben und Anh├Ąnger rekrutieren k├Ânnen. In den 1970er Jahren unterst├╝tzten sie sie, aber sobald sie sich stark f├╝hlten, verrieten sie sie, genau wie Lenin es ÔÇô abgesehen von historischen Unterschieden ÔÇô mit den Sowjets tat.

Die von Paul Mattick herausgegebene Publikation ÔÇ×Living MarxismÔÇť lancierte den Slogan, dass ÔÇ×Der Kampf gegen den Faschismus beginnt mit dem Kampf gegen den BolschewismusÔÇť8. In den 1950er Jahren entwickelte sich der Kapitalismus der Manager zu den totalit├Ąren Formen des sowjetischen Staatskapitalismus. Heute, da die kommunistische b├╝rokratische Klasse zum Kapitalismus konvertiert9 ist und die Welt mit technologischen Mitteln in Richtung faschistischer Herrschaft zerrt, ist die leninistische Ideologie residual, verstaubt und museumsreif. Sie untersucht den Kapitalismus nicht, weil der Kapitalismus nicht ihr Feind ist, und sie will ihn schon gar nicht bek├Ąmpfen. Es ist wie mit dem Knoblauch, es sto├čt immer wieder auf10. Die Hauptaufgabe ihrer Sekten besteht darin, untereinander in Konkurrenz zu treten, indem sie ÔÇ×einen besonderen Punkt (hervorheben), der sie von der Klassenbewegung unterscheidetÔÇť (Marx).

Der theoretische Kampf gegen die Leninisten ist also ein Nebenkriegsschauplatz, so etwas wie das Treten von lebenden Toten, aber als prim├Ąrer Rahmen f├╝r neue Ideologien der Konterrevolution wie den Hardt-Negrismus sollte er nicht vernachl├Ąssigt werden, und mit diesem Ziel erinnern wir uns an einige grundlegende Banalit├Ąten ├╝ber den Leninismus, die jeder in den Werken von Rosa Luxemburg, Karl Korsch, den R├Ątekommunisten (Pannekoek, Gorter, R├╝lhe) oder den Anarchisten (Rocker, Berneri, Volin, Archinov) finden kann. Der Leninismus durch Negri und seinesgleichen (z.B. die neotrotzkistischen und nationalistischen Varianten, der linke Staatsb├╝rgertum usw.), wie zuvor durch den Stalinismus, seine extreme Form, kehrt vollst├Ąndig zum Denken und zu den Gewohnheiten der Bourgeoisie zur├╝ck, insbesondere in der totalit├Ąren Globalisierungsphase, was sich in der Verteidigung des Parlamentarismus, der politischen Kompromisse, der Mobiltelefonie und des Spektakels der Bewegung11 zeigt. Der Negrismus unterst├╝tzt ideologisch die schwachen, unterlegenen Fraktionen der Herrschaft, die politisch-administrative B├╝rokratie, den Gewerkschafts-, Syndikatsapparat und die Mittelschichten, die an einem Kapitalismus mit staatlicher Intervention interessiert sind. Im Allgemeinen verteidigt der Leninismus, auch wenn er sich als ÔÇ×LagarteranaÔÇť12 verkleidet, immer Interessen, die gegen das Proletariat gerichtet sind.

In Russland gab es 1905 keine Bourgeoisie, die in der Lage gewesen w├Ąre, einen Kampf gegen den Zarismus und die Kirche als zuk├╝nftige herrschende Klasse zu f├╝hren. Diese Mission fiel den russischen Intellektuellen zu, die im Marxismus die Kl├Ąrung ihrer nationalistischen Impulse suchten und im Lager der Arbeiter ihre besten Verb├╝ndeten fanden. Der russische Marxismus nahm einen v├Âllig anderen Aspekt an als der orthodoxe Marxismus, da in Russland die historische Aufgabe, die es zu bew├Ąltigen galt, die einer zu schwachen Bourgeoisie war: die Abschaffung des Absolutismus und der Aufbau eines nationalen Kapitalismus. Die Marxsche Theorie, die von Kautsky und Bernstein adaptiert wurde, identifizierte die Revolution mit der Entwicklung der Produktivkr├Ąfte und dem entsprechenden demokratischen Staat, was eine reformistische Praxis beg├╝nstigte, die vielleicht in Deutschland, nicht aber in Russland funktionieren konnte.

Lenin akzeptierte zwar den sozialdemokratischen Revisionismus von Marx in seiner Gesamtheit, wusste aber, dass die Aufgabe der bolschewistischen Sozialdemokraten, den Zarismus zu st├╝rzen, nicht ohne eine Revolution zu bew├Ąltigen war, f├╝r die bessere Kr├Ąfte als die der russischen Liberalen erforderlich waren. Eine bourgeoise Revolution ohne Bourgeoisie, und sogar gegen sie. Der Revolte der Arbeiter von 1905 f├╝gte dem absolutistischen Regime ernsthafte Wunden zu, und die Revolution vom Februar 1917 bereitete ihm ein Ende. Obwohl es sich um eine Insurrektion der Arbeiter und Bauern handelte, hatte sie kein revolution├Ąres Programm und keine besonderen Parolen, so dass die Vertreter der Bourgeoisie ihren Platz einnahmen. Die Bourgeoisie war der Situation nicht gewachsen, w├Ąhrend das Proletariat politisch gebildet und sich seiner Ziele bewusst wurde; in kurzer Zeit verlor die Revolution ihren bourgeoisen Charakter und nahm einen entschieden proletarischen Charakter an. Im April hatte Lenin seine Partei mit der Parole ÔÇ×Alle Macht den SowjetsÔÇť ├╝berrascht, nur um sie im Juli f├╝r nicht mehr richtig zu halten und sie nach Kornilows Putsch im August wieder in den Vordergrund zu stellen. Bis dahin hatte Lenin ein bourgeoises Regime mit einer Pr├Ąsenz der Arbeiter bef├╝rwortet, aber angesichts des Vormarschs der Sowjets oder Arbeiterr├Ąte ├Ąnderte er seine Orientierung und lie├č die Parole fallen, und er ging sogar so weit, ├╝ber das Aussterben des Staates zu theoretisieren. Die Idee der horizontalen Macht war ihm (A.d.├ť., Lenin) jedoch fremd, denn er hatte eine Partei nach dem bourgeoisen milit├Ąrischen Modell organisiert, vertikal, zentralisiert, immer von oben herab entscheidend, mit einer starken Trennung von F├╝hrung und Basis. Wenn er f├╝r die Sowjets war, dann nur, um sie zu instrumentalisieren und die Macht zu ergreifen. Seine Hauptfunktion war nicht die Entwicklung jener (A.d.├ť., der Sowjets), die in seinem System keinen Platz hatten; es war die Umwandlung der bolschewistischen Partei in einen b├╝rokratischen Staatsapparat, die Einf├╝hrung des bourgeoisen Autoritarismus in die Aus├╝bung und Darstellung der Macht. Die Sowjets, die Protagonisten der Oktoberrevolution, wurden bald von einem ÔÇ×proletarischenÔÇť Staat entmachtet, der es sehr eilig hatte, die Armee und die Polizei wieder aufzubauen. Die Bolschewiki k├Ąmpften im Namen der ÔÇ×Diktatur des ProletariatsÔÇť gegen die Arbeiterkontrolle und die Durchsetzung der Revolution in den Werkst├Ątten und Fabriken und generell gegen die souver├Ąne Manifestation des Willens der Arbeiter in Organen der direkten Demokratie. Im Jahr 1920 war die proletarische Revolution abgeschlossen und die Sowjets waren nur noch kastrierte, dekorative Gebilde. Die letzten Bastionen der Revolution, die Kronst├Ądter Matrosen und die Armee der Makhnovisten, wurden mit einer Energie vernichtet, die sie bei den Wei├čgardisten nie an den Tag legten.

W├Ąhrend sie die Sowjets zerst├Ârten, landeten die bolschewistischen Abgesandten in Deutschland, wo der R├Ątekommunismus in den Arbeitermassen erwacht war und die R├Ąte im Begriff waren, zu wirksamen Organen der proletarischen Macht zu werden, um der Revolution in den R├╝cken zu fallen. ├ťberall diskreditierten sie die Parole der Arbeiterr├Ąte und pl├Ądierten f├╝r eine R├╝ckkehr zu den korrupten Gewerkschaften/Syndikate und der sozialdemokratischen Partei. Die deutsche R├Ąterevolution fiel unter der Last der Verleumdungen, Intrigen und der Isolierung durch die Bolschewiki. Mit Lenins Segen konnten die alte Sozialdemokratie und der deutsche Nachkriegsstaat auf ihrer Asche wieder aufgebaut werden. Lenin vers├Ąumte es nicht, die Verteidiger des R├Ątesystems zu bek├Ąmpfen, indem er sie in der Lieblingsschrift aller seiner Anh├Ąnger, ÔÇ×Der ÔÇ×Linke RadikalismusÔÇť, die Kinderkrankheit im KommunismusÔÇť13, mit Schimpfworten ├╝berzog. Dort nahm er seine Maske ab. Indem er die Linkskommunisten und die R├Ąte mit Unwahrheiten ├╝berh├Ąufte, verteidigte Lenin seinen gesamtrussischen Pseudosozialismus, der sich, von Stalin in die Praxis umgesetzt, als eine neue Form des Faschismus erweisen sollte. Er war weit davon entfernt zu glauben, dass die Befreiung der Unterdr├╝ckten nur durch die Zerst├Ârung von Macht, Terror, Angst, Bedrohung und Zwang erreicht werden kann.

Wer eine Ordnung durchsetzen will, findet die besten Voraussetzungen in der absoluten Trennung zwischen Massen und F├╝hrern, Avantgarde und Klasse, Partei und Gewerkschaften/Syndikate. Lenin wollte eine bourgeoise Revolution in Russland und hatte eine Partei gegr├╝ndet, die f├╝r diese Aufgabe perfekt geeignet war, aber die russische Revolution nahm einen Arbeitercharakter an und machte seine Pl├Ąne zunichte. Lenin musste mit den Sowjets siegen und dann gegen sie siegen. Der Kommunismus plus Elektrifizierung wich der NEP und den F├╝nfjahrespl├Ąnen Stalins, was zu einer neuen Form des Kapitalismus f├╝hrte, in der eine neue Klasse, die B├╝rokratie, die Rolle der Bourgeoisie ├╝bernahm. Das war totalit├Ąrer Staatskapitalismus. In Europa wurden die arbeitenden Massen zur├╝ckgehalten, entmutigt und in die Niederlage getrieben, bis sie demoralisiert wurden und das Vertrauen in sich selbst verloren, ein Weg, der zur Unterwerfung und zum Nationalsozialismus f├╝hrte. Hitler kam leicht an die Macht, weil die sozialdemokratischen und stalinistischen F├╝hrer das deutsche Proletariat so korrumpiert hatten, dass es nicht z├Âgerte, sich klaglos zu ergeben. In Spanien gewann Franco den Krieg dank der konterrevolution├Ąren Arbeit der PCE. ÔÇ×Brauner undRoter FaschismusÔÇť14 war der Titel eines erinnerungsw├╝rdigen Textes, in dem Otto R├╝lhe zeigte, dass der stalinistische Faschismus von gestern einfach der Leninismus von vorgestern ist. Dies ist die Inspiration f├╝r den Titel unseres Artikels.

Das letzte historische Auftreten des spanischen Leninismus w├Ąhrend der turbulenten Periode von 1970-78 ist eine Konterrevolution wie aus dem Lehrbuch. Einerseits bef├╝rwortete die offizielle stalinistische kommunistische Partei ein B├╝ndnis mit Teilen der herrschenden Klasse, um eine demokratische Umwandlung des Franco-Regimes zu erzwingen. Ihre St├Ąrke beruht vor allem auf der Manipulation der Arbeiterbewegung, die sie in den faschistischen Gewerkschafts-, Syndikatsapparat einzubinden versucht. Alle leninistischen Verfahren zur Verhinderung der Selbstorganisationen der Arbeiter wurden von der PCE treu angewandt, aber die linken Parteien, die vor allem aus der Explosion der FLP15, den Spaltungen in der PCE und der ETA16 hervorgegangen sind, haben nicht anders gehandelt. Sie alle griffen die PCE an, weil sie nicht leninistisch genug war und nicht wie Lenin eine bourgeoise Revolution im Namen der Arbeiterklasse anstrebte. Sie bestritten ihr die F├╝hrung der Comisiones Obreras17, eine nutzlose Aufgabe, denn 1970 war Comisiones keine soziale Bewegung mehr, sondern die Organisation der Stalinisten und Sympathisanten in den Fabriken. Um Positionen zu erobern, machten sie Zugest├Ąndnisse an die echten Kampfformen der Arbeiter, die Vollversammlungen, aber sie haben sie nie gef├Ârdert. Nach den Ereignissen von Vitoria am 3. M├Ąrz 197618 verfl├╝chtigten sich die Differenzen mit der PCE, und sie ahmten deren Kompromisspolitik nach. Sie stellten sich zur Wahl, ernteten die schlimmsten Misserfolge und verschwanden und hinterlie├čen eine Spur von kleinen Sekten. Aber ihr politischer Selbstmord war auch der der PCE, die ab 1980 zu einer testimonialen Partei mit variabler Ideologie wurde, die nur von einigen proletarisierten Fragmenten der Mittel- und Kleinbourgeoisie getragen wurde.

Einige Wahrheiten k├Ânnen wir aus der klassischen Kritik des Leninismus lernen, auf die wir uns gest├╝tzt haben. Dieser Dialog mit Idioten ist konterrevolution├Ąr: Leninisten werden weder diskutiert noch deprogrammiert, sie werden einfach bek├Ąmpft. Dass die Grundlagen der Aktion, die das soziale Gleichgewicht gegen den Kapitalismus kippen wird, nicht in gewerkschaftlichen/syndikalistischen oder parteilichen Organisationsmethoden, nicht in Parlamenten, nicht in staatlichen Institutionen und auch nicht in Zentren, die in irgendeiner Form der Herrschaft verpflichtet sind, zu finden sind. Dass die unterdr├╝ckten Massen isoliert und zerstreut sind, ohne Freunde. Dass Aktivisten die F├Ąhigkeit zur Assoziation, die St├Ąrkung des Willens zur Aktion und die Entwicklung eines kritischen Bewusstseins auch ├╝ber unmittelbare Interessen stellen m├╝ssen. Dass die Massen zwischen Angst haben oder Angst ausl├Âsen zu entscheiden haben.

Beitrag zur Debatte ├╝ber das antikapitalistische historische Ged├Ąchtnis, 03. Dezember 2006.


1A.d.├ť., Bilan war die Publikation der Linken Fraktion der Kommunistischen Partei (Italienisch), 1935 wird es zur theoretischen Publikation der Italienischen Fraktion der Kommunistischen Linken. Im Bezug zu dem was der Autor sagt, l├Ąsst sich verstehen, so zumindest denken wir, im Bezug was die Publikation selbst dazu sagte, dass die soziale Revolution in Spanien, oder zumindest das Anstreben danach, nicht existent gewesen w├Ąren, weil es sich um einen imperialistischen Konflikt handeln w├╝rde, wo verschiedene bourgeoise Fraktionen untereinander k├Ąmpften. Im Falle der anarchistischen Bewegung, h├Ątte sich diese der demokratischen Fraktion der Bourgeoise angeschlossen, weil sie nicht den bewaffneten Konflikt neben der sozialen Revolution f├╝hrte, denn, so sie, diese zweites dem ersten den Platz r├Ąumte. Dies w├Ąre nat├╝rlich eine unglaubliche Verk├╝rzung vom dem was Bilan sagte und es w├Ąre einer interessanten Analyse wert, ob dies ├╝berhaupt zutreffend w├Ąre.

2A.d.├ť., PCE Partido Comunista de Espa├▒a, Kommunistische Partei aus Spanien.

3A.d.├ť., die hier erw├Ąhnte Gruppe, oder Str├Âmung ist nach dem in Argentinien geborenen Trotzkisten J. Posadas, der eigentlich Homero R├│mulo Cristali Frasnelli hie├č, benannt. Der Hinweise von Miguel Amor├│s bezieht sich auf eine 1968 ver├Âffentlichte Brosch├╝re mit dem Namen 1968 Platillos voladores, el proceso de la materia y la energ├şa, la ciencia, la lucha revolucionaria y de la clase trabajadora y el futuro socialista de la humanidad (Fliegende Untertassen, der Prozess der Materie und der Energie, die Wissenschaft, der revolution├Ąre Kampf und der Kampf der Arbeiterklasse und die sozialistische Zukunft der Menschheit), auf die sich die Ideen des Posadismus st├╝tzen. Posadas war der Annahme dass, wenn er auch keine Beweise daf├╝r hatte, es Au├čerirdische geben musste und dass diese so weit entwickelt sein mussten, dass sie den Kapitalismus schon ├╝berwunden haben m├╝ssten und nun der Menschheit helfen w├╝rden, diesen aufzuheben. Bzw., dass Au├čerirdische die Menschheit beobachten w├╝rden, um die Fortschritte des Sozialismus zu begutachten und erst dann die Menschheit in der galaktischen Gemeinde aufzunehmen.

4A.d.├ť., die Carbon├íria Portuguesa, war ein, Geheimbund, oder konspirative Gruppe die antiklerikale und revolution├Ąre Ideen verfolgte und in Portugal 1822 gegr├╝ndet wurde.

5A.d.├ť., hier ist die Rede von intereses econ├│micos particulares, was auch als typisch, charakteristisch, aber auch als ungew├Âhnlich, besonders, privat oder bestimmt ├╝bersetzt und verstanden werden kann.

6A.d.├ť., der Movimiento Asambleario war der Sammelbegriff aller K├Ąmpfe die in den Stadtteilen, in den Fabriken, Universit├Ąten, Kn├Ąsten, usw., stattfanden, die ohne der Kontrolle von Parteien und Gewerkschaften/Syndikate sich organisierten. Die Vollversammlung galt als der Entscheidungstr├Ąger dieser Bewegung, wo alles entschieden wurde.

7A.d.├ť., der Satz von Marx geht eigentlich so, ÔÇ×Es ist nicht das Bewusstsein der Menschen, das ihr Sein, sondern umgekehrt ihr gesellschaftliches Sein, das ihr Bewusstsein bestimmt.ÔÇť

8A.d.├ť., was auch der Namen eines Textes von Otto R├╝hle ist, was hier zu finden ist und hier die erw├Ąhnte Publikation.

9A.d.├ť., im Originaltext ist die Rede se ha convertido al capitalismo und wir setzten einen Akzent auf den Begriff convertir was ein Begriff ist der eine religi├Âse Konnotation hat. Daher diesen Schritt, als einen religi├Âsen zu verstehen.

10A.d.├ť., hierbei handelt es sich um einen Spruch aus dem spanischen. Es como el ajo, se repite. Dieser Spruch hat eine Doppeldeutung, denn der Begriff se repite bedeutet in dem Kontext, sowohl dass etwas wieder aufsto├čt, als auch dass es sich wiederholt. In diesem Falle werden wohl beide Bedeutungen gemeint.

11A.d.├ť. espect├ículo movimentista, als movimentismo wird die Ideologie bezeichnet, die den ÔÇ×politischen KampfÔÇť auf eine leicht reproduzierbaren Warenlogik, auch ├Ąsthetische, auf der Stra├če reduziert. Gemeint sind die gro├čen, inhaltsleeren, unbedeutenden Ereignisse auf der Stra├če die sich in Gipfel und Gegengipfel, als Beispiel, manifestieren.

12A.d.├ť., hierbei handelt es sich auch um einen Spruch aus dem spanischen, Lagartera ist eine Ortschaft bei Toledo, und sie wie einer aus Lagartera anzuziehen oder zu verkleiden, bedeutet was zu sein was man nicht ist.

13A.d.├ť., Wladimir Iljitsch Lenin, Der ÔÇ×Linke RadikalismusÔÇť, die Kinderkrankheit im Kommunismus, 1920, hier zu lesen.

14A.d.├ť., Otto R├╝hle, Brauner und Roter Faschismus, 1939, hier zu lesen.

15A.d.├ť., Frente de Liberaci├│n Popular, Volksbefreiungsfront, oder Popul├Ąre Befreiungsfront, abgek├╝rzt FLP oder FELIPE, war eine klandestine linke Organisation in Spanien von 1958 bis 1969.

16A.d.├ť., der Frente Obrero de ETA, war auf der Vollversammlung von Euskadi Ta Askatasuna (ETA), die im August 1973 im franz├Âsischen Hasparren stattfand, dort kam es zu einem Zusammensto├č zwischen den beiden Str├Âmungen, die innerhalb der Organisation nebeneinander existierten: der Milit├Ąrischen Front (Frente Militar) und der Arbeiterfront (Frente Obrero). Die Milit├Ąrische Front bestand aus Militanten der ETA, die den bewaffneten Kampf gegen das Franco-Regime f├╝hrten, w├Ąhrend die Arbeiterfront aus Militanten der ETA bestand, die klandestine politische oder gewerkschaftliche/syndikalistische Arbeit leisteten. Letztere beschuldigten den Ersteren, den gesamten Apparat der bewaffneten Strategie untergeordnet zu haben. In den Jahren 1973 und 1974 kam es zu starken Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden Fraktionen. Einige der von der Milit├Ąrischen Front durchgef├╝hrten Aktionen, die vorher nicht mit der Arbeiterfront abgesprochen oder konsultiert worden waren, insbesondere die Ermordung des Admirals und Ministerpr├Ąsidenten Luis Carrero Blanco im Dezember 1973, f├╝hrten dazu, dass sich die Repressionen des Franco-Regimes gegen die Mitglieder der Arbeiterfront richteten. Im Sommer 1974 verlie├č ein gro├čer Teil der Mitglieder der Arbeiterfront mit Sitz in Guip├║zcoa die Organisation und gr├╝ndete die Partei Langile Abertzale Iraultzaileen Alderdia (LAIA), ÔÇ×Partei der Revolution├Ąren Patriotischen ArbeiterÔÇť.

17A.d.├ť., Comisiones Obreras, Arbeiterkommissionen, ist zwar heutzutage die gr├Â├čte Gewerkschaft in Spanien, hatte sie jedoch urspr├╝nglich einen radikalen Ausdruck in der autonomen Organisierung des Proletariats in Spanien, als es klandestin in den 1960ern gegr├╝ndet wurde und viele wilde Streiks bei den Bergarbeitern in Asturias innitiierte. Als diese neue autonome Form des Organisation des Proletariats von der PCE ├╝bernommen wurde, verlor sie sofort jegliche radikale Handlung und wurde zu einen Instrument f├╝r die Interessen der PCE.

18A.d.├ť., am 3. M├Ąrz 1976 er├Âffneten die Bullen w├Ąhrend eines wilden Streiks in der baskischen Stadt Gasteiz (Vitoria), als sie zuvor eine Vollversammlung in einer Kirche mit Tr├Ąnengas beschossen und dadurch aufl├Âsten, das Feuer, als die Menschen aus der Kirche flohen. F├╝nf Personen wurden ermordet und weitere 150 verletzt.




Quelle: Panopticon.blackblogs.org