Dezember 5, 2022
Von Kollektiv.26 Autonome Gruppe Ulm
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Hier ein kurzer Text zum heutigen Mord in Illerkirchberg, Gewalt an Frauen* und rechter Vereinnahmung der Tat

Heute morgen starb eine 14 Jährige in Illerkirchberg.
Sie wurde bei einem Angriff ermordet. Eine weitere junge Frau wurde verletzt.

Im Schatten der Medienberichte – nur wenige Stunden nach der Tat – greift der rechte Sumpf von Querdenken über IB, AfD bis zur NPD die Tat auf und versucht, sie sofort zu instrumentalisieren. Lokal und Bundesweit.

Statt über Gewalt an Frauen* zu reden, wird die Tat rassistisch umgedeutet.

Es ist Ihnen egal warum Männer Gewalt an Frauen* ausüben.

Es ist ihnen egal wer genau die 14 jährige Ermordete mit „Migrationshintergrund“ war.
(laut Polizeiangaben)

Es interessiert sie nur woher der Täter kommt.

Diese Vorgehensweise ist nicht neu. Ob bei den Morden von Mia V. in Kandel, Sophia L. oder Maria L. in Freiburg. Hier wird auf dem Rücken der Ermordeten und ihrem Umfeld sowie der Welle öffentlicher Reaktionen wie Entsetzen & Trauer rechte Stimmung gemacht.

Das kann schnell in mehr Gewalt umschlagen. Regional wird seit einigen Wochen schon über die Aufnahme von Geflüchteten diskutiert. Neue Unterkünfte sollen entstehen. Das sorgt für Unmut und ist gefundenes Fressen für die lokalen Rechten.

Verbreitet keine Gerüchte. Lasst uns abwarten was an Informationen noch öffentlich wird.

In unseren Gedanken sind wir bei der Verstorbenen und der Verletzten, ihren Familien und ihrem Umfeld.




Quelle: Kollektiv26.blackblogs.org