Juli 13, 2021
Von ZĂŒndlumpen
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WĂ€hrend des ersten Lockdowns hat der anarchistische GefĂ€hrte Boris am 10. April 2020 im Jura zwei Mobilfunkmasten der vier Telekommunikationsanbieter angezĂŒndet, die auch Polizei- und Gendarmeriefunk trugen.

Wie er selbst aus dem GefÀngnis erklÀrt hat, wo er inzwischen seit zehn Monaten inhaftiert ist:

Es ist die Stunde der Beschleunigung der StrĂ€me und der Daten, die Stunde der KonnektivitĂ€t der AlltagsgegenstĂ€nde um immer mehr zu kontrollieren, zuzuhören, zu tracken und zu spionieren, ohne Ende den Menschen mehr zum Sklaven der Maschine zu machen. All das ist das, was die Herrschaft „Fortschritt“, „Zivilisation“ nennt. In Wirklichkeit ist dieses Gesellschaftsprojekt durch und durch dystopisch. Angesichts dieses Gitters des Digitalen gibt es keine 36 000 Lösungen. Mir scheint es notwendig, das Stadium der Kritik hinter sich zu lassen und hier und jetzt zu handeln und die Ideen mit Handlungen zu verbinden [
]. Ich [gehöre] zu jenen [
], die sich beim ersten Widerhall der staatlichen und sanitĂ€ren Ordnung geweigert haben sich zuhause einzusperren und die hinausgegangen sind um direkt einen der Pfeiler der Herrschaft anzugreifen.

„Warum ich zwei Funkmasten auf dem Mont Poupet abgefackelt habe“

Seit September 2020, nach monatelangen Ermittlungen und aufgrund von vor Ort aufgefundener DNA, im GefĂ€ngnis von Nancy-MaxĂ©ville inhaftiert, hatte Boris am 19. Mai diesen Jahres in dieser Stadt Prozess. Quasi hinter verschlossenen TĂŒren verurteilt, ohne seine AnwĂ€ltin, die um eine Vertagung gebeten hatte und ohne die solidarischen GefĂ€hrten, denen unter dem Vorwand der Coronabestimmungen der Zugang zum Prozess verweigert wurde, haben die Schweine im Talar ihn zu vier Jahren Haft verurteilt, davon 2 auf BewĂ€hrung, plus einige hunderttausend Euro Schadensersatz. Er hat sofort Berufung eingelegt, und das Datum ist gerade bekannt geworden.

Boris hat also  am 20. September 2021 um 14 Uhr erneut Prozess vor dem Berufungsgericht von Nancy, und jeder kann bereits damit fortsetzen seine SolidaritĂ€t ihm gegenĂŒber in der feurigen Art, die jeder fĂŒr die angemessenste hĂ€lt, auszudrĂŒcken


Ansonsten wurde Boris nach seiner Verurteilung, als er zurĂŒck in den Knast gebracht wurde, vor das knastinterne Gericht gebracht, wo ihm drei Wochen Bunker aufgedrĂŒckt wurden, zwei davon auf BewĂ€hrung, wegen einer Auseinandersetzung vor vier Monaten mit einem anderen Gefangenen, der bereits von den Beteiligten selbst geklĂ€rt worden war, ohne dass irgendeine dreckige Streitschlichtung vonseiten der Strafvollzugsbeamten vonnöten gewesen wĂ€re. Trotz dieser Woche Bunker und der Langsamkeit der Post hĂ€lt er gut durch. DiesbezĂŒglich kann man auch darauf hinweisen, dass die Briefe, die der GefĂ€hrte abschickt, weiterhin von der Richterin durchgesehen werden, auch wenn das Ermittlungsverfahren seit Anfang April abgeschlossen ist, ein Zaubertrick, aus dem jeder seine eigenen Schlussfolgerungen ziehen kann.

Schließlich scheinen die Cops in Besançon weiterhin dranzubleiben (ein Verfahren lĂ€uft weiterhin wegen der Brandstiftung an einem Technikraum eines SFR-Mastes in derselben Stadt zur selben Zeit) und mindestens zwei Personen wurden deshalb in den letzten Monaten von Zivischweinen angesprochen, um zu versuchen Informationen ĂŒber Boris nahestehende Personen herauszufinden. Ein Update wird diesbezĂŒglich folgen


SolidaritĂ€t heißt Angriff
Freiheit fĂŒr Alle!

Um Boris‘ Gefangenennummer zu erfahren und ihm zu schreiben, kann man eine E-Mail an besakattak at riseup.net schicken, wĂ€hrend seine Strafen [mandats] im Knast immer noch von KalimĂ©ro ĂŒbernommen werden, der SolidaritĂ€tskasse fĂŒr die Gefangenen im sozialen Krieg.

Solidarische Anarchist:innen und Kompliz:innen von Boris
6. Juli 2021




Quelle: Zuendlumpen.noblogs.org