August 4, 2021
Von InfoRiot
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Prenzlau – Vergangenen Freitag mussten sich zwei junge Prenzlauer wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen vor dem Jugendrichter verantworten. Die Verfahren wurden gegen Auflagen vorlĂ€ufig eingestellt.

Den bei­den Angeklagten wurde vorge­wor­fen im Feb­ru­ar diesen Jahres vor der Pren­zlauer FlĂŒchtling­sun­terkun­ft gegen ein Uhr mor­gens zwei Mal “Sieg Heil” gebrĂŒllt zu haben. Wobei der eine Knabe “Sieg” und der andere “Heil” gebrĂŒllt haben soll. Beim zweit­en Mal soll es umgekehrt gewe­sen sein.

WĂ€hrend sich der 18-jĂ€hrige Grac­jan J. nicht zu den Vor­wĂŒr­fen Ă€ußern will, spricht der 17-jĂ€hrige Mau­rice K. von Erin­nerungslĂŒck­en durch den mas­siv­en Alko­hol­genuss an diesem Abend. Zwei Flaschen Wod­ka wollen die bei­den getrunk­en haben.

Der Richter hĂ€lt Mau­rice K. seine Aus­sage bei der Polizei vor. Die war ein ziem­lich genaues SchuldeingestĂ€nd­nis. Von GedĂ€cht­nis­lĂŒck­en durch den Wod­ka war da keine Rede. Dementsprechend kommt auch die Erin­nerung zurĂŒck. Dann bestĂ€tigt auch Grac­jan J. die Vor­wĂŒrfe. Mau­rice K. betont noch, er sei son­st nicht so und meint damit, dass er im nĂŒchter­nen Zus­tand keine Nazi­parolen brĂŒllen wĂŒrde. Warum er das im betrunk­e­nen Zus­tand macht, fra­gen ihn wed­er Staat­san­wĂ€ltin noch Jugendrichter.

Der Richter macht den Vorschlag, das Ver­fahren gegen eine Arbeit­sauflage von 30 Sozial­stun­den vor­lÀu­fig einzustellen. Die Staat­san­wÀltin stimmt dem zu und bei­de hof­fen, Mau­rice K. und Grac­jan J. nicht mehr vor Gericht wiederzusehen.






Quelle: Inforiot.de