April 16, 2020
Von FAU NĂŒrnberg
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Die Bundesregierung plant wegen der Corona-Pandemie fĂŒr bestimmte systemrelevante Berufe Abweichungen vom Arbeitszeitgesetz. Das betrĂ€fe nicht nur medizinisches Personal,
sondern unter anderem auch BeschÀftigte in der Landwirtschaft, bei Energieversorgern oder SanitÀtshÀusern.

Dazu sagen wir nein und rufen euch auf die Petition: https://www.change.org/p/bundesregierung-nein-zum-12-stunden-tag-und-zur-60-stunden-woche
zu unterstĂŒtzen. Auch wenn diese Abweichungen ersteinmal „nur“ bis zum 30.06.2020 gelten sollte, finden wir das dies fĂŒr die Betroffenen eine weitere unzumutbare Belastung darstellt. Gerade diese LohnabhĂ€ngigen arbeiten gerade schon, nicht nur an ihrer physischen Belastungsgrenze, sondern auch an ihrer psychischen. Und nun sollen sie das Missmanagment der Regierung und der Konzerne im Gesundheitswesen ausbaden. Anstatt eine angemessene Bezahlung und einen angemessenen BetreuungsschlĂŒssel fĂŒr diese Gruppen, das wir schon lange fordern, sollen sie nun den „Karren“ aus den Dreck ziehen. Da hilft kein Klatschen mehr, sondern nur noch schreien. Viele dieser Gruppen haben eine Familie und Kinder. Statt das man nun anfĂ€ngt zu diskutieren, wie man die vielfĂ€ltigen MĂ€ngel abschafft und ein Gesundheitssystem aufbaut, das nicht gewinnorientiert arbeitet, sondern sich an die BedĂŒfnissen der Menschen und des Personals orientiert, geschieht es momentan sogar, das Kliniken, besonders die privaten, Kurzarbeit beantragen, weil ihre Gewinne nicht mehr so sprudeln wie vor der Krise. Die Kliniiken bekommen gerade fĂŒr jedes leerstehende Bett 560€ von den Krankenkassen. Langt das nicht? Da fĂ€llt uns dazu sofort das Lied der frĂ€nkischen Band Schrott und Spott ein: Es ist zum Kotzen mit diesem Land.
Daher hoffen wir, das sich sehr viele Menschen an der Petition beteiligen werden.
Lasst uns der Sand im Getriebe des Profits sein.

Mit solidarischen GrĂŒĂŸen

FAU NĂŒrnberg




Quelle: Nuernberg.fau.org