Januar 12, 2021
Von Chronik
206 ansichten


Eisenach, 11. Januar 2021

Auf eine Szene-Kneipe von Rechtsextremen in Eisenach ist ein Anschlag verĂŒbt worden. Nach Angaben der Polizei detonierten am frĂŒhen Montagmorgen offenbar SprengsĂ€tze vor und im GebĂ€ude. Das Haus und ein Auto seien beschĂ€digt worden.

Auf die Fassade sei ein Schriftzug mit politischem Bezug gesprĂŒht worden. Es handelt sich um den Schriftzug „Fight Nazis Every Day“ und ein Venussymbol. Verletzt wurde laut Polizei niemand. Das Landeskriminalamt und die Kriminalpolizei Gotha ermitteln. NĂ€heres wollte die Polizei nicht mitteilen.

Angeblich auch ButtersĂ€ure versprĂŒht

Nach Darstellung des Eisenacher NPD-Stadtrats Patrick Wieschke richteten die AttentĂ€ter beim Anschlag auf das „Bull’s Eye“ erheblichen Sachschaden an. Es sei auch ButtersĂ€ure verteilt worden – eine sehr unangenehm riechende Substanz. Wieschke bezichtigte „Linksterroristen“, den Angriff verĂŒbt zu haben.

ThĂŒringer Landtagsabgeordnete verurteilen den Angriff

Der CDU-Landtagsabgeordnete Raymond Walk sieht in dem Angriff eine „neue Eskalationsstufe der Gewalt“. Die Schmiererei an der Fassade zeige, dass die Straftat offenbar politisch motiviert sei. Solche Taten stellten eine besondere Bedrohung fĂŒr die freiheitlich demokratische Grundordnung dar, sagte der Innenexperte.

Der innenpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Dirk Bergner nannte den Anschlag besorgniserregend. Er zeige, wie die politische Kultur zunehmend gefĂ€hrdet werde. Selbst wenn politische Positionen völlig unertrĂ€glich erschienen, rechtfertige das keine Gewalt. Der AfD-Landtagsabgeordnete Ringo MĂŒhlmann teilte auf Twitter mit, jede extremistische Straftat sei ein Angriff auf die Demokratie, egal ob rechts, links oder sonst motiviert.

Nicht der erste Anschlag

Bereits im Oktober 2019 war die damals geöffnete Kneipe ĂŒberfallen worden. Nach Darstellung der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe stĂŒrmten damals 16 Vermummte den Gastraum und griffen Besucher an. Die Bundesanwaltschaft hatte Anfang November eine mutmaßliche Linksextremistin aus Leipzig unter anderem wegen des Vorwurfs festnehmen lassen, den Angriff auf die Kneipe in Eisenach angefĂŒhrt zu haben. Es wird auch geprĂŒft, ob die Frau am Farbanschlag auf das Burschenschaftsdenkmal in Eisenach beteiligt war. Sie sitzt in Untersuchungshaft.

Quelle: MDR

In Eisenach ist erneut eine Immobilie angegriffen worden, die als Treff der rechten Szene gilt. Menschen wurden bei dem mutmaßlichen Anschlag nicht verletzt. In der Vergangenheit fĂŒhrte eine Spur die Ermittler nach Leipzig.

Nach einer Explosion am frĂŒhen Montagmorgen in Eisenach gehen die Ermittler von einem politischen Hintergrund aus. An der Fassade des Hauses sei ein Schriftzug mit politischem Hintergrund angebracht worden, teilte die Polizei mit. Vor oder in dem Wohn- und GeschĂ€ftshaus sei Sprengstoff zur Explosion gebracht worden. Menschen wurden dabei nicht verletzt, das Wohnhaus wurde den Angaben zufolge jedoch gerĂ€umt. Zudem wurde die Umgebung weitrĂ€umig abgesperrt.

In dem betroffenen GebĂ€ude gibt es eine GaststĂ€tte, die als Treffpunkt der rechten Szene gilt. Bereits im Oktober 2019 hatte es dort einen Anschlag auf den Inhaber sowie die Besucher des Hauses gegeben, bei dem die Angegriffenen mit Schlagstöcken, ReizstoffsprĂŒhgerĂ€ten und FaustschlĂ€gen traktiert und erheblich verletzt worden waren. Zudem wurden die Fensterscheiben und Teile des Inventars zerstört.

Verbindung nach Leipzig

In diesem Zusammenhang hatte die Bundesanwaltschaft im November vergangenen Jahres in Leipzig eine 25 Jahre alte mutmaßliche Linksextremistin festnehmen und Wohnungen durchsuchen lassen. Wie die oberste Anklagebehörde in Karlsruhe mitteilte, kam Lina E. in U-Haft. Ihr werde unter anderem die Mitgliedschaft in einer linksextremistischen kriminellen Vereinigung sowie gemeinschaftliche gefĂ€hrliche Körperverletzung und besonders schwerer Landfriedensbruch vorgeworfen.
Polizisten untersuchen das Haus, in dem es zu einer Explosion gekommen war.

Die Kriminalpolizei Gotha und das ThĂŒringer Landeskriminalamt ermitteln zu der jĂŒngsten Explosion. Die Polizei rief mögliche Zeugen auf, sich zu melden, wenn sie verdĂ€chtige Personen oder Fahrzeuge in der NĂ€he des Tatort gesehen haben.

Der innenpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Dirk Bergner erklĂ€rte mit Blick auf den Anschlag, er zeige, wie die politische Kultur zunehmend gefĂ€hrdet werde. „Selbst wenn andere Auffassungen und politische Positionen völlig unertrĂ€glich erscheinen, rechtfertigt das keine Gewalt.“ Es mĂŒsse beim staatlichen Gewaltmonopol bleiben. (Von RND/dpa)

Quelle: LVZ




Quelle: Chronik.blackblogs.org