April 17, 2021
Von Chronik
247 ansichten


Berlin, 18. MĂ€rz & 7. April 2021

Ein halbes Jahr ist vergangen seitdem die Liebig34 gerÀumt wurde. Der Schmerz und die Trauer des Verlustes dieses Hauses sitzen noch tief.
Aber aus Ohnmacht wurde Wut. Denn wir haben uns nach Monaten erneut gerĂ€cht und uns die Straßen des Dorfplatzes zurĂŒckgenommen. In der Nacht vom 06.04. auf den 07.04. haben wir die Scheiben mehrerer Stockwerke des Hauses zerschmissen.
Die Scheiben wurden in den letzten Tagen erneuert. Sie sollen wohl die ersten Schritte ebnen, damit neue Mieter:innen die Wohnungen, die in der Liebig34 entstehen sollen, beziehen können.
WÀhrend der momentanen Bauarbeiten wird das Haus rund um die Uhr von SchlÀgern bewacht, die kurz nach der RÀumung mit Eisenstangen auf Leute am Dorfplatz losgingen. Auch die Bullen als treue Helfer:innen von Padovicz lungern oft in Wannen an diesem Ort herum. Darauf waren wir vorbereitet als wir unsere Randale starteten; seid froh, dass ihr uns nicht gestört habt!

Es dĂŒrfen nicht die selben Fehler wiederholt werden, die nach der RĂ€umung der Liebig14 direkt gegenĂŒber vor zehn Jahren begangen wurde. Nach anfĂ€nglichen Attacken gegen den renovierten Bau ließen diese nach und arrogante Mittelschichtler:innen leben seitdem, isoliert von der Nachbar:innenschaft, in einem ehemaligen autonomen Ort. Mit der gerĂ€umten Liebig34 sollen unsere Feinde niemals Profit erwirtschaften können! Den antifeministischen Akteuren, die sich im Zuge der RĂ€umung geoutet haben, versprechen wir, dass sie diese Entscheidung bereuen werden.

Feministische Autonome Gruppen

P.S. Auch eine gute Sache: https://twitter.com/rigaer94/status/1379831276203573252

Und das sagen die Bullen:
+++ Haus „Liebig 34“ mit Steinen beworfen +++
Das ehemals besetzte Haus „Liebig 34“ in Friedrichshain ist von Unbekannten mit Steinen beworfen worden. Wie die Polizei mitteilte, gingen bei der Attacke auf das GebĂ€ude in der Liebigstraße 34 in der Nacht zum Mittwoch fĂŒnf Fensterscheiben zu Bruch. Als die Beamten eintrafen, waren die TĂ€ter schon ĂŒber alle Berge. Mehr als 30 Pflastersteine seien sowohl am als auch im Haus gefunden worden. Verletzt wurde niemand. Der Staatsschutz, der in der Regel bei politisch motivierten AktivitĂ€ten zum Einsatz kommt, hat die Ermittlungen ĂŒbernommen.

Quelle: Kontrapolis (Tor)

Die Geschosse durchschlugen mehrere Fensterscheiben des ehemals besetzten Hauses. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen ĂŒbernommen. 

Unbekannte haben das frĂŒher von linksradikalen Frauen besetzte Haus Liebigstraße 34 in Berlin-Friedrichshain beschĂ€digt. Wie die Polizei auf Anfrage der Berliner Zeitung bestĂ€tigte, fanden Bauarbeiter am Mittwochmorgen um 6 Uhr mehrere Stahlkugeln in dem Haus. Der oder die TĂ€ter hatten mit den gefĂ€hrlichen Geschossen mehrere Fensterscheiben zerstört. Die Polizei geht davon aus, dass sie mit einer Zwille abgeschossen wurden.

Als die SchĂŒsse abgegeben wurden, hatte sich zum GlĂŒck niemand im GebĂ€ude aufgehalten, erklĂ€rte ein Polizeisprecher. Das Haus wird tagsĂŒber saniert, nachts bewachen Mitarbeiter einer privaten Sicherheitsfirma die Baustelle. Die Kugeln wurden als Beweismittel sichergestellt. Der Staatsschutz der Polizei hat die weiteren Ermittlungen ĂŒbernommen.

Das „anarcha-queer-feministische Wohnprojekt“ in der Liebigstraße 34 (Ecke Rigaer Straße) wurde im Oktober 2020 mithilfe eines Großaufgebots der Polizei gerĂ€umt. Die Bewohnerinnen hatten sich in dem Haus verbarrikadiert. Nachdem sich die EinsatzkrĂ€fte mit schwerem Werkzeug stundenlang zu ihnen durchgekĂ€mpft hatten, wurden die Frauen einzeln aus dem GebĂ€ude gefĂŒhrt. Der Mietvertrag war Ende 2018 ausgelaufen.

Quelle: Berliner Zeitung




Quelle: Chronik.blackblogs.org