Januar 24, 2022
Von InfoRiot
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Paul Schmudlach ist der neue Erzieher im Jugendzentrum Alte Schlosserei in Wittstock. Der 30-JĂ€hrige Neuruppiner verstĂ€rkt das bisherige Duo Myriam JĂ€ger und Matthias Stock seit Jahresbeginn. Er ist fĂŒr die mobile Jugendarbeit in den Ortsteilen zustĂ€ndig, sieht aber in dem Jugendzentrum in Wittstock seine Basis.

Allerhand Angebote fĂŒr Jugendliche in Wittstock

Klassiker wie Tischtennis, Billard oder Darts sind ebenso möglich wie handwerkliche und kreative Dinge. Es gibt eine Holzwerkstatt, einen Beamer, ein Computerkabinett oder auch eine NĂ€hwerkstatt. „Im vergangenen Jahr haben wir hier fast im Akkord Kirschkernkissen genĂ€ht, weil mehrere Jugendliche noch Weihnachtsgeschenke brauchten“, berichtet Myriam JĂ€ger.

Freitags kommt die Arbeitsgemeinschaft Kochen zusammen. Dann wird gemeinschaftlich entschieden, was auf den Tisch gebracht werden soll. Einen Imbiss gibt es aber ohnehin an allen Tagen fĂŒr kleines Geld. GetrĂ€nke sind weitgehend kostenlos.

Paul Schmudlach (l.) ist neuer Erzieher im Jugendzentrum Alte Schlosserei in Wittstock. Hier mit seiner Kollegin Myriam JĂ€ger.
Quelle: Björn Wagener

Klubleben in Wittstock fast wie vor Corona

Das Klubleben hat fast vollstĂ€ndig zur NormalitĂ€t zurĂŒckgefunden. „Die Jugendlichen mĂŒssen sich nur in eine Liste eintragen, wenn sie ankommen. Ansonsten gibt es keine EinschrĂ€nkungen“, sagt Paul Schmudlach. Möglich ist das, weil die Kinder und Jugendlichen in den Schulen ohnehin regelmĂ€ĂŸig getestet werden.

Deshalb ist noch nicht jede Idee in trockenen TĂŒchern. Geplant sei aber, einmal im Monat freitags lĂ€nger zu öffnen – bis 22 Uhr – und dann spezielle Angebote zu machen.

Die Jugendlichen sollen andererseits aber auch nicht mit zu vielen Dingen konfrontiert werden. Gerade nach den schwierigen Zeiten im vergangenen Jahr „suchen sie manchmal einfach nur einen RĂŒckzugsort“, wie Paul Schmudlach sagt.

15 bis 20 Jugendliche als StammgÀste in Wittstock

Das Jugendzentrum besuchen derzeit 15 bis 20 Kinder und junge Leute regelmĂ€ĂŸig. Die Betreuer wollen ihnen Raum geben, sich selbst einzubringen – VorschlĂ€ge zu machen. So haben sie kĂŒrzlich zum Beispiel gerade das Malen und Sprayen fĂŒr sich entdeckt. Erste SchriftzĂŒge und Bilder sind im Zentrum schon zu sehen.

Paul Schmudlach absolvierte vor sechs Jahren seine Ausbildung zum Erzieher, war danach politisch im Deutschen Bundestag tÀtig, arbeitete gleichzeitig aber weiterhin ehrenamtlich in Neuruppin in seinem erlernten Beruf.

Über seinen Neustart im Jugendzentrum in Wittstock sagt er: „Ich bin hier sehr gut angekommen. Das klappt mit den Kids super. Außerdem ist es auch ein sehr schönes Objekt.“

Paul Schmudlach ist neuer Erzieher im Jugendzentrum Alte Schlosserei in Wittstock. Hier mit seiner Kollegin Myriam JĂ€ger.
Quelle: Björn Wagener

Das historische GebĂ€ude in der Eisenbahnstraße 2 wurde nach langem Leerstand aufwendig saniert.

Noch mehr Jugendliche in Wittstock willkommen

Gern könnten es noch mehr Jugendliche fĂŒr sich entdecken. Deshalb denken Paul Schmudlach und seine Kollegen daran, das Zentrum und seine Angebote und Möglichkeiten womöglich in einem Flyer zusammen zu stellen und an den Schulen zu verteilen – verbunden mit der Frage, was Jugendliche von einem Jugendzentrum erwarten. Denn es soll bestmöglich genutzt werden.

Das Jugendzentrum in der Alten Schlosserei in Wittstock ist grundsĂ€tzlich von 13 bis 19 Uhr geöffnet – außer sonntags und montags. Die Freitags- und Samstagszeiten sollen ĂŒber diese Zeiten hinweg erweitert werden. Genau stehen sie noch nicht fest.

Von Björn Wagener




Quelle: Inforiot.de