Februar 21, 2021
Von Indymedia
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Am Freitag noch hatte die Justizministerin erklĂ€rt: „Das Gewaltmonopol liegt sicherlich nicht bei privaten Sicherheitsdiensten“. Trotzdem hatte die Polizei die FĂ€llarbeiten zunĂ€chst ungehindert weiter gehen lassen und beschrĂ€nkte sich auf Aufforderungen, das zu unterlassen. Als sie diese nachdrĂŒcklich durchsetzte, war es bereits zu spĂ€t: Durch Rundumanschnitte waren die meisten BĂ€ume unwiderbringlich zerstört. Dabei wurde auch ein Baum mehr als 5cm angesĂ€gt, auf dem sich noch eine Person befand, welche dadurch von den Investoren bewusst in Lebensgefahr gebracht wurde. Am Abend waren die BĂ€ume in Absprache gefĂ€llt worden.

Ebenfalls Abends untersagte die OberbĂŒrgermeisterin durch eine AllgemeinverfĂŒgung eine angemeldete Mahnwache ab 0 Uhr weiter durchzufĂŒhren, die sich in Sichtweite des Waldes befand.

Heute nun wird nun auf Anordnung der Stadt Flensburg und gegen alle bisher getĂ€tigten Aussagen und Versprechen, die Polizei den Rest der BaumhĂ€user und die Personen im Wald gewaltsam rĂ€umen. Der neue RĂ€umungsvorwand diesmal: CoronaverstĂ¶ĂŸe in den BaumhĂ€usern, obwohl die Menschen dort nicht zwischen den BaumhĂ€usern durchwechseln und dort seit Monaten zusammen wohnen! Dabei ist gerade der auflaufende Polizei-Großeinsatz ein viel gefĂ€hrlicherer Angriff auf die Gesundheit der Menschen, die in Flensburg und allen Orten von denen die Polizei kommt, leben. Denn in Flensburg treten die gefĂ€hrlichen Mutationen gehĂ€uft auf, welche die Polizei nun in andere Orte schleppen wird.

All das passiert allein auf Grund des Profitinteresses der Investoren Jan Duschkewitz und Ralf Hansen, die auf dem GelĂ€nde ein Hotel und ein Parkhaus bauen wollen und deshalb das intakte innerstĂ€dtische Waldgebiet vernichten wollen. Ihr Vorgehen mit einer Privatarmee in den Wald zu kommen ohne RĂŒcksicht auf das Leben der Besetzer*innen und Selbstjustiz zu ĂŒben, wird so von offizieller Seite belohnt: Sie kommen damit durch. Zahlreiche illegale WaldfĂ€llungen in Schleswig-Holstein zeigen: Das Profitinteresse geht vor.

Wir sind wĂŒtend. WĂŒtend ĂŒber den ganzen Plan, hier ein Parkhaus und ein Hotel zu bauen, wo wir Wald fĂŒr unser Klima und unsere Zukunft viel dringender brauchen. Wir sind wĂŒtend ĂŒber gebrochene Versprechungen. WĂŒtend auf die Investoren, auf die Stadt, auf den Staat, auf die Polizei, die all das durchsetzt. Wir werden den Wald verteidigen. Und selbst wenn der Wald fĂ€llt, werden wir nicht aufhören gegen das geplante Projekt zu streiten, mit unterschiedlichsten Mitteln und Wegen. Beteiligt euch!

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Quelle: De.indymedia.org