November 16, 2020
Von Emrawi
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Femizide, oder auch Feminizide genannt, sind Akte geschlechtsspezifischer Gewalt. Damit werden Tötungen bezeichnet, die vor allem deshalb geschehen, weil die Betroffenen dem weiblichen Geschlecht zugeordnet werden.

Femizide sind keine „isolierten“ oder „vereinzelt“ auftretenden Akte der Gewalt, sondern ein strukturelles Problem, eine der vielen Erscheinungen des Patriarchats. Der Femizid ist nicht nur die extremste Form von Gewalt gegen Frauen* und MĂ€dchen*, sondern auch die gewaltvollste Manifestierung von Diskriminierung, UnterdrĂŒckung und Ungleichheit dieser.

Medien und der Diskurs in der Gesellschaft benennen Femizide und versuchte Femizide als Beziehungs-, Familien-, Eifersuchtsdramen, missglĂŒckten Flirt. Das ist es nie, es ist Mord. Auf der Suche nach scheinbar legitimen TötungsgrĂŒnden und Motiven, fĂŒhrt die Unsichtbarkeit des Femizids dazu, Frauen* und MĂ€dchen* eine Mitschuld an ihrer Tötung zu geben. Dies ist ein nur allzu bekannter Umgang mit mĂ€nnlicher Gewalt und zeigt sich deutlich in der Romantisierung von Gewaltakten. Wir mĂŒssen uns radikal mit mĂ€nnlichem Besitzdenken und MachtausĂŒbung auseinandersetzen. Feminizide sind kein privates Problem, sondern ein gesellschaftliches und mĂŒssen als solches angegriffen werden. Das Private ist und bleibt politisch!

„Killer hatte Liebeskummer“?

Man(n) töte nicht aus Liebe, stoppt Femizide!

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Transpi 2: United against Femizides

Transpi 3: NI UNA MENOS




Quelle: Emrawi.org