Januar 27, 2022
Von Indymedia
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Der 1989 gegrĂŒndete rechtsradikal-völkische Verein “Freundeskreis ein Herz fĂŒr Deutschland e. V.” (FHD) strebt eine Vereinigung aller rechten Parteien an, um, nach Aussagen fĂŒhrender Mitglieder, auf der Basis dieser Einigung die Beseitigung des demokratischen Rechtsstaats voranzutreiben. Auch wenn der „FHD“ in den letzten Jahren an Bedeutung verloren hat, gilt es weiterhin wachsam zu bleiben und dessen faschistische AktivitĂ€ten nach Möglichkeit zu unterbinden.

Mit der Veranstaltung versucht der „FHD“ ein geschichtsrevisionistisches und verfĂ€lschendes Bild des deutschen Faschismus in der Bevölkerung zu verankern. Sie stellen die Bombardierung Pforzheim als einzelnes Ereignis dar, losgelöst vom Kontext des Faschismus und den 2. Weltkrieges. Dabei verschweigen sie ganz bewusst, die Rolle und Schuld Deutschlands, genauso wie sie verschweigen, dass die Nazis den Krieg begonnen haben. Es soll nicht den Opfern des Kriegs gedacht, sondern rechte Propaganda salonfĂ€hig gemacht werden. In Anbetracht der Verantwortung, welche mit dem Erbe des Faschismus einhergeht, ist dies nicht nur völlig inakzeptabel, sondern auch eine Verhöhnung der Opfer des Faschismus.

In den letzten Jahren waren stets hunderte Antifaschist:innen mit dem Ziel vor Ort die Mahnwache der Faschist:innen zu verhindern. Trotz des repressiven Verhaltens von Stadtverwaltung und Polizei, welche den Protest zuerst auf eine Kundgebung in der Stadt beschrĂ€nken wollten, erkĂ€mpfte sich unsere Bewegung Jahr fĂŒr Jahr und StĂŒck fĂŒr StĂŒck den Weg auf den Wartberg. In Form von Demonstrationen und kreativen Protestformen, konnte ein Rahmen fĂŒr effektive und kĂ€mpferische Proteste geschaffen werden.

Das Sabotieren der Mahnwache bleibt weiterhin alternativlos, denn wo Rechte aufschlagen, mĂŒssen auch wir sein, um antifaschistische PrĂ€senz hoch zu halten.

Aus diesem Grund rufen wir alle Antifaschist:innen auf, sich uns anzuschließen. Gemeinsam werden wir uns den Nazis auf dem Wartberg entschlossen entgegen stellen!

Uns ist aber auch klar, dass es nicht nur am 23. Februar wichtig ist, in Pforzheim gegen faschistische KrĂ€fte auf die Straße zu gehen. Gerade hier, in einer Stadt, die schon seit Jahrzehnten immer wieder durch rechte Machenschaften und hohe Wahlergebnisse der “AfD” von sich reden macht, ist es notwendig, jeden Tag auf im Jahr dauerhaft und nachhaltig gegen Rechte vorzugehen und antifaschistische Strukturen von unten zu organisieren. Die GrĂŒndung des Offenen Antifaschistischen Treffens in Pforzheim im letzten Jahr ist dabei ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Dieser neuen StĂ€rkung linker Strukturen in Pforzheim wollen wir am Wartberg auch Ausdruck verliehen. Faschist:innen sollen und dĂŒrfen sich nicht sicher fĂŒhlen.

Lasst uns gemeinsam linke Strukturen stÀrken und aufbauen, um dem stattfindenden Rechtsruck jeglichen Raum zu nehmen!

Kommt am 23.02.2022 einmal mehr mit uns auf die Straße, um den Faschist:innen entgegenzutreten! Wir treffen uns um 18 Uhr am Bahnhofsvorplatz in Pforzheim.

Kein Fußbreit dem Faschismus, 365 Tage im Jahr!




Quelle: De.indymedia.org