Juli 12, 2021
Von Ums Ganze
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Über den Automobilen Kapitalismus und sein Ende

Eine BroschĂŒre gegen Deutschland, seine Automobilindustrie und ihre grĂŒnen WiedergĂ€nger*innen
FĂŒr ein ganz anderes Ganzes.

Eigentlich wissen alle Bescheid: Es geht ums Ganze! An dieser Stelle wissenschaftliche Fakten zu den Folgen der globalen ErderwĂ€rmung auszubreiten, wĂŒrde daher vom Problem eher ablenken. Die Menschheit fĂ€hrt sehenden Auges auf ihre selbst produzierte Katastrophe zu. Schon hĂ€lt die Kulturindustrie zahllose Darstellungen bereit, die einen unbewohnbaren Planeten zeigen. Bei Wall-E können sich bereits Kinder mit einer vollkommen zugemĂŒllten Erde vertraut machen, und beim dystopischen Hollywood-Drama Interstellar können wir voller Spannung die NASA bei der Suche nach einem bewohnbaren Planeten begleiten. Der MilliardĂ€r Elon Musk und andere Raumfahrt-Incels arbeiten tatsĂ€chlich bereits an derartigen PlĂ€nen. Jemand hat mal gesagt, dass es einfacher ist, sich das Ende der Welt vorzustellen, als das Ende des Kapitalismus.

Denn was und wie wir produzieren, steht in direktem Zusammenhang mit der Zerstörung des Planeten. Der Kapitalismus war schon immer eine Vernichtungsmaschine – nun hat die Maschinerie unwiderrufliche Folgen gezeitigt. Obwohl menschgemacht, erscheint der Kapitalismus wie ein unhintergehbares Naturgesetz, an dem sich das Handeln von Gesellschaften stĂ€rker orientiert als an ökologischen Kipppunkten. Dieser alltĂ€gliche, ganz normale Wahnsinn schlĂ€gt sich bis in die einzelnen Bereiche unseres Lebens nieder. Als Kommunist*innen wissen wir aber, dass es nicht so bleiben muss – eine andere, solidarische Welt ist möglich, fĂŒr die es sich zu kĂ€mpfen lohnt! Deshalb wollen wir da Hand anlegen, wo die kapitalistische IrrationalitĂ€t am deutlichsten wird, und Protestformen und Ziele wĂ€hlen, die dem Kapital weh tun. Finden Infrastruktur von Kohle und Gas bereits regelmĂ€ĂŸig ihre Unterbrechung, gilt es den nĂ€chsten Schritt zu gehen: die Automobilindustrie und die unbedingte Auto-Politik, die sie erst möglich macht, anzugreifen.

Der Verkehrssektor trĂ€gt neben der Energiegewinnung am meisten zur KlimaerwĂ€rmung bei. In ihm manifestieren sich nicht nur unaufhörlicher kapitalistischer Wachstumszwang und aggressiver Standortnationalismus, sondern auf eine spezifische Weise auch patriarchale und neokoloniale Strukturen. In diesem Text wollen wir die Verflechtungen von Klimakrise, Autoindustrie und HerrschaftsverhĂ€ltnissen umreißen. Wir wollen ihr aber auch etwas entgegensetzen und einen Weg aus der Misere skizzieren, mithin Umrisse kommunistischer Re-Produktion und MobilitĂ€t.

FĂŒr uns ist klar, dass die Produktionsmittel demokratisiert werden mĂŒssen und an die Stelle des kapitalistischen Wachstumszwangs eine vernĂŒnftige Organisation der gesellschaftlichen Reproduktion treten muss. Klingt schwer nach Utopie, ist aber die einzig realistische Antwort auf die Klimakrise. Irrational und vertrĂ€umt sind vielmehr jene, die ein »Weiter so« propagieren.

Hier könnt ihr die ganze BroschĂŒre lesen: Nichts ist unmöglich PDF herunterladen

Wenn ihr eine gedruckte BroschĂŒre haben möchtet, schickt eine E-Mail an mail@top-berlin.net




Quelle: Umsganze.org