Oktober 3, 2022
Von Paradox-A
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Der Tag der Wiedervereinignung wird auch dieses Jahr wie geplant stattfinden. Der Austragungsort der Feierlichkeiten zu einem großen Deutschland ist dieses Jahr in Erfurt. Das Interesse am Protest gegen die bürgerlich-konservative Geschichtsschreibung und den „Exportweltmeister“ Deutschland, inklusive seiner faschistischen Kontinuitäten, hat in den letzten Jahren spürbar abgenommen.

Dies ist auch eine Generationenfrage. Das kollektive Trauma bei der Systemtransformation unter den ehemaligen DDR-Staatsbürger*innen wird jedoch nach wie vor von der AfD ausgiebig bedient und politisch instrumentalisiert, während es für die konservative Wiederanschluss-Politik der Durchsetzung ihrer nationalstaatlichen Bestrebungen diente.

Wer umgekehrt die DDR als besseren Staat feiert, legt ebenso seine Geschichtsvergessenheit offen, die bis hin zur Geschichtsverfälschung reichen. Die DDR war kein besseres Deutschland, sondern ein abgeschlossenes und autoritäres Regime, dass Vielfalt und Individualität ebenso wie seine Opposition unterdrückte und eine enorm spießige und unterwürfige Alltagswelt hervorbrachte.

Um in diesem Zusammenhang wenigstens auf die Gewalt der Wiedervereinigung hinzuweisen hier der Hinweis auf das Projekt „zweiter Oktober 90“:




Quelle: Paradox-a.de