April 18, 2021
Von InfoRiot
208 ansichten


FĂŒrsternberg/Havel – Brandenburgs stellvertretende MinisterprĂ€sidentin Ursula Nonnemacher (GrĂŒne) hat in der GedenkstĂ€tte RavensbrĂŒck an die Verbrechen der Nationalsozialisten in den Konzentrationslagern erinnert. „Wir erinnern an die Menschen, die an Schreckensorte wie RavensbrĂŒck, Sachsenhausen, Bergen-Belsen, Buchenwald und Dachau verschleppt wurden“, sagte Nonnemacher am Sonntag in ihrer Rede bei der Gedenkveranstaltung zum 76. Jahrestag der Befreiung des Frauen-Konzentrationslagers, die im Livestream in sechs Sprachen ĂŒbertragen wurde.

Zehntausende Menschen seien in dem Lager RavensbrĂŒck durch Hunger, Krankheiten, Misshandlungen, Hinrichtungen, medizinische Experimente und Massentötungen gestorben, sagte Nonnemacher. „Lager wie RavensbrĂŒck stehen fĂŒr schlimmste Zerstörungen der IndividualitĂ€t. Hier wurden Menschen erniedrigt, ihrer WĂŒrde beraubt, wurden nur noch durch Nummern unterschieden.“

Die Zeugenschaft weitertragen

„Die Stimmen der Überlebenden werden schwĂ€cher, und wir, die Angehörigen der zweiten und dritten Generation, mĂŒssen sicherstellen, dass ihre Stimmen nicht verstummen, sondern so weit wie möglich verbreitet werden“, sagte Ambra Laurenzi, Tochter einer Überlebenden des Lagers und PrĂ€sidentin des Internationalen RavensbrĂŒck-Komitees. Auch kĂŒnftige Generationen mĂŒssten in die Lage versetzt werden, die Zeugenschaft weiter zu tragen. „Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst, nachdem wir den Staffelstab von unseren MĂŒttern und GroßmĂŒttern ĂŒbernommen haben.“

[Was ist los in Potsdam und Brandenburg? Die Potsdamer Neuesten Nachrichten informieren Sie direkt aus der Landeshauptstadt. Mit dem neuen Newsletter Potsdam HEUTE sind Sie besonders nah dran. Hier geht’s zur kostenlosen Bestellung.]

Am Nachmittag wollen Brandenburgs MinisterprĂ€sident Dietmar Woidke und Bundesaußenminister Heiko Maas (beide SPD) bei einer Gedenkveranstaltung in der GedenkstĂ€tte Sachsenhausen sprechen. Wegen der Corona-Pandemie wurde die Zahl der Teilnehmer an den Veranstaltungen stark begrenzt. Sie können aber online im Livestream verfolgt werden.




Quelle: Inforiot.de