Oktober 15, 2020
Von FAU Flensburg
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Der Mindestlohn in Deutschland liegt zurzeit bei 9,35 Euro pro Stunde. Körperlich, geistig oder psychisch beeintrĂ€chtigte Personen arbeiten oft jahrelang in so genannten „Behinderten“-WerkstĂ€tten. Dort erhalten sie lediglich 1,20 Euro „Motivationsgeld“ pro Stunde.

Ungleichbehandlung statt Inklusion

Die etwa 300.000 BeschĂ€ftigten in deutschen WerkstĂ€tten erhalten durchschnittlich 214 Euro im Monat. WĂ€hrend „normale“ Angestellte in den WerkstĂ€tten mindestens fĂŒr den Mindestlohn arbeiten, erhalten beeintrĂ€chtigte BeschĂ€ftigte lediglich ein so genanntes „Motivationsgeld“ fĂŒr ihre Arbeit.

Um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, sind sie zwangslĂ€ufig auf Hartz IV angewiesen. Und das bringt nicht nur zusĂ€tzliche gesellschaftliche Stigmatisierung, sondern auch einen hohen bĂŒrokratischen Aufwand mit sich. Außerdem wird jeder Zuverdienst, der ĂŒber 158 Euro hinausgeht bei von Grundsicherung Betroffenen eingezogen und steht diesen nicht zur VerfĂŒgung.

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Quelle: Fau-fl.org