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Wir freuen uns riesig darĂŒber euch hiermit unser diesjĂ€hriges O-Wochen
Programm vorstellen zu können! DarĂŒber hinaus wird es im Laufe des
Semesters auch wieder eine queerfeministische Filmreihe von uns im
Cinema/Ostertor geben, bei der jeden 2. Mittwoch im Monat ein von uns
ausgewÀhlter Film laufen wird (das Programm findet ihr im Anhang).

O-Wochenprogramm (11.10. - 15.10.):

Di., 12.10. (19 Uhr): Eine kurze EinfĂŒhrung in die Ideologie des
Antifeminismus (Carla Ostermayer) im Paradox

Wenn man sich die erschreckende Chronologie von radikal rechten
Attentaten in Deutschland und weltweit anschaut wird deutlich, dass die
Ideologie der AttentÀter neben ihrem rassistisch und antisemitisch
begrĂŒndeten Hass auf Menschen eine weitere ideologische Gemeinsamkeit
haben:  Antifeminismus. ‚Mannhaft‘ wollten sie ihr ‚Vaterland‘ vor den
imaginierten Gefahren ausgehend von ‚fremden‘ MĂ€nnern schĂŒtzen. Auch
Involuntary celibates (Incels) verĂŒbten schon mehrere Attentate, bei
denen sie bewusst Frauen als Opfer auswÀhlten. Diese AttentÀter
reprÀsentieren einen extremen Antifeminismus, der innerhalb der
deutschen Gesellschaft meist weniger explizit und gewaltvoll auftritt.
Jedoch ziehen sich antifeministische Debatten in Deutschland rund um die
Themen Geschlecht und SexualitÀt sowie die damit verbundene Idee eines
vermeintlich hegemonialen Feminismus von Rechtsradikalen und
Konservativen bis in die Mitte der Gesellschaft. Vom Antifeminismus geht
daher eine besondere Gefahr aus, da diese Ideologie in der sogenannten
Mitte der Gesellschaft existiert, in seiner extremsten Form aber von
radikal rechten und misogynen AttentÀtern vertreten wird.

FĂŒr ein tieferes VerstĂ€ndnis des Antifeminismus, seiner
Scharnierfunktion und seiner ‚Anziehungskraft‘ fĂŒr Teile der
Bevölkerung, werden im Vortrag die ideologischen Grundannahmen des
Antifeminismus prÀsentiert. Der Vortrag zeigt auf, dass Antifeminismus
sich auf eine ‚natĂŒrliche Ordnung‘ bezieht, die völkisch, biologistisch
oder religiös begrĂŒndet wird. Aus der vermeintlich ‚natĂŒrlichen Ordnung‘
innerhalb des Antifeminismus leiten sich weiter ideologischen Annahmen
ĂŒber Geschlecht, SexualitĂ€t, Familie, Gesellschaft, etc. ab. Der Vortrag
wird einen kurzen Überblick ĂŒber die ideologischen Annahmen des
deutschen Antifeminismus im 21. Jahrhundert geben. Er soll aufzeigen,
dass Antifeminismus in all seinen AusprÀgungsformen ernstgenommen werden
muss - von antifeministischen Parolen am Stammtisch bis zu
radikalisierten jungen MĂ€nnern, voller Hass auf Frauen - allen
Antifeminist*innen muss entschlossen entgegentreten und ihr Tun bekÀmpft
werden.

Es gilt die 3G-Regel, Anmeldung an femrefbremen@riseup.net

Mi., 13.10. (20 Uhr): 1. Filmvorstellung Lady Bird im Cinema/Ostertor

Zum Auftakt der queerfeministischen Filmreihe zeigen wir die vielfach
ausgezeichnete  Coming-of-Age Tragikkomödie Lady Bird (2017) von Greta
Gerwig. Wir freuen uns sehr darauf, wieder bekannte und neue Gesichter
in entspannter AtmosphĂ€re begrĂŒĂŸen zu können!

OmU, Eintritt 4€

Mehr Infos zu unsere Filmreihe findet ihr hier

Fr., 15.10. (12 - 14:30 Uhr): Vulvinchen-bastel-Workshop in der
KlimaWerkStadt

Vulvinchen sind kleine AnhĂ€nger fĂŒr Halsketten, die mit ihrer Form eine
Vulva darstellen. Um Vulven sichtbarer zu machen und zu feiern, wollen wir am Freitag den 15.10. um 12 Uhr mit euch Vulvinchen basteln.

Davor gibt es einen bisschen Input zu dem Thema Vulven in Religionen,
Kultur und Kunst. Es soll um die Vulva als Smybol fĂŒr etwas Gutes,
Schönes und Empowerndes gehen. In der Hoffnung, dass patriachale
Abwertung und Scham ein bisschen durch Selbstliebe und Anerkennung
abgelöst werden kann. Wir freuen uns auf euch!

Alle Geschlechter sind willkommen.

Es gilt die 3G-Regel, Anmeldung an femrefbremen@riseup.net



Quelle: Femrefbremen.wordpress.com