Juni 2, 2021
Von Indymedia
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Der Kampf um den Dannenröder Wald ist noch nicht vorbei und ĂŒberall im Land kĂ€mpfen Menschen gegen weitere Rodungen wegen neuen Autobahnprojekten. Das begrĂŒĂŸen wir. Die Kalkindustrie ist eine der unterstĂŒtzenden Industrien fĂŒr den Straßenbau, denn dafĂŒr wird oft Weißkalkhydrat und Kalksteinmehl benutzt. In dem Sinne verstehen wir uns, auch, als Teil einer wachsenden Bewegung fĂŒr eine Verkehrswende.

Im Osterholz Wald wird seit Jahrzehnten mit einer Salamitaktik gerodet. Beim jetzigen Vorhaben des Kalksteinbruchs der Firma Oetelshofen geht es um die nĂ€chsten fĂŒnf Hektar. Der Wald ist seit dem 15. August 2019 besetzt und der Kampf fĂŒr den Erhalt von diesem wunderschönen Mischwald kommt jetzt in eine entscheidende Phase.

In einer erneuten AuffĂŒhrung von “Dem Spektakel”, gab die Firma Oetelshofen im Februar bekannt die “vorgesehene Rodung zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu forcieren”. Nach intransparenten GesprĂ€chen in Hinterzimmern mit dem Wuppertaler OberbĂŒrgemeister Uwe Schneidewind, wurde damals zuerst einmal nichts erreicht, denn die Firma Oetelshofen hatte noch gar keine Genehmigung der Bezirksregierung fĂŒr ihr Vorhaben (Stand 27. Mai, 2021) und sie gaben ihren temporĂ€ren Verzicht auf eine Rodung eine Woche vor dem Ende der Rodungssaison bekannt. Mit anderen Worten: die Firma Oetelshofen machte ein Angebot welches keines war. Am 19. Mai machte die Firma deutlich, dass es nur um einen temporĂ€ren Verzicht auf die Rodung ging. Einer der GeschĂ€ftsfĂŒhrer, Moritz Iseke, sagte der Westdeutsche Zeitung(WZ): “Wir halten grundsĂ€tzlich an der Haldenerweiterung fest.” Da zeigten sie schon, dass sie an den RodungsplĂ€ne festhalten wĂŒrden. Am 31.05.2021 bekam die Firma ihre Genehmigung zur Rodung und die Proben fĂŒr das Theater hörten damit auf.

Dass Oetelshofen ihr lebensfeindliches Vorhaben versucht zu vertuschen durch Kriminalisierung und Diffamierung von Gegner*innen der Rodung wird daran nichts Ă€ndern. Der Kampf fĂŒr den Erhalt der WĂ€lder ist legitim und ist nun im Osterholz in der vorletzten Phase angelangt.

Nun hat die Rechtsordnung, welche die Vernichtung unserer Lebensgrundlage möglich macht, entschieden die Rodung zu genehmigen. Das wilde Geschrei hat damit aufgehört und die Akteure nehmen ihre KostĂŒme aus der Probe. Es zeigt erneut, dass die Herrschenden keine Fakten hören wollen und sie ihre Waffen auf Lebewesen richten, um Geldinteressen durch zu setzen. Es bleibt bei dem alten Spiel, doch werden wir nun langsam einen Tanz beginnen. Wir werden die sanften KlĂ€nge langsam erklingen lassen und uns auf unseren Zehenspitzen an unser GegenĂŒber rantasten. Die Bestie ist schon am BrĂŒllen und macht auf sich aufmerksam. Sie wissen, dass wir alles Nötige tun werden, um das WaldstĂŒck so gut wie wir können, zu verteidigen. Wir werden um jeden Baum und um jeden Grashalm kĂ€mpfen. Das Poltern hat gezeigt, dass ihr uns auf die FĂŒĂŸe treten wollt, bis zur ersten Pirouette ist es aber noch ein StĂŒck. Tanzen und Widerstand haben einiges gemeinsam.

Osterholz Bleibt!

Moni Bleibt!

Garni Bleibt!

Besch Bleibt!

Hambi Bleibt! D

Darum rufen wir auf zum Alle WĂ€lder Bleiben Block auf die Osterholz Bleibt Demonstration am 12. Juni, 2021, 14:00 Uhr (Döppersberg – Bahnhofsvorplatz, Hbf, Wuppertal).




Quelle: De.indymedia.org