Mai 19, 2022
Von Anarchosyndikalismus
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Das Wiener Arbeiter*nnen-Syndikat (WAS-IAA) fĂŒhrt zur Zeit sechs ArbeitskĂ€mpfe gleichzeitig, unter anderem bei der Aufback-Kette „Le Firin“. Seit einigen Wochen stehen die Basisgewerkschafter*innen mit der Firmenleitung in Kontakt und unterstĂŒtzen die Forderung von zwei Kolleg*innen wegen Nachzahlungen im fĂŒnfstelligen Bereich.

Da das Unternehmen bisher nur einen Kleinbetrag zu zahlen bereit war, wurden am 15.05. vor drei Niederlassungen nun Warn-Kundgebungen abgehalten und FlugblĂ€tter auf Deutsch und TĂŒrkisch verteilt. Diese Aktionen gab es nicht nur bei Filialen von „Le Firin“, sondern auch vor der (ebenfalls zu CSC Trade & Gastro gehörenden) „BĂ€ckerei Ücler“.


Ein anderer Fall fĂŒr die aktive Basisgewerkschaft ist der ausbeuterische Kollektivbetrieb „CafĂ© Gagarin“, bei dem eine kritische Arbeiterin nach chauvinistischen DemĂŒtigungen gegen sie schließlich aus Protest gekĂŒndigt hat. Da außer dem „Kollektiv“ hauptsĂ€chlich migrantische „Springer*innen“  dort arbeiten, gibt es starke Zweifel an der angeblichen Gleichberechtigung in dem hierarchisch gefĂŒhrten Betrieb. GegenĂŒber einigen Mitarbeiter*innen gab es sogar „rassistische, autoritĂ€re und chauvinistische Reaktionen“, außerdem verbale Gewalt und Aggression.

Die kĂ€mpferische Kollegin fordert nun mit UnterstĂŒtzung des Syndikats von dem Unternehmen eine einmalige EntschĂ€digung fĂŒr entgangenes Einkommen „durch unrechtmĂ€ĂŸig reduzierte Arbeitszeiten, nicht ausgezahlte Trinkgelder, keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, unbezahlte Urlaube, fehlendes 13. und 14. Monatsgehalt usw.“. Mit einer Kundgebung am 21.05. wird das WAS diese Forderungen anlĂ€sslich eines Straßenfestes öffentlich vorbringen, um die Verantwortlichen doch noch zu Verhandlungen zu bewegen.

Quelle: https://wiensyndikat.wordpress.com

CC: BY-NC




Quelle: Anarchosyndikalismus.blackblogs.org