Januar 21, 2021
Von Anarchist Black Cross Wien
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Quelle: emrawi

Wir sind heute in Salzburg auf die Straße gegangen um unsere Wut ĂŒber die Abschottungspolitik der europĂ€ischen Staaten zu zeigen.

In Lagern wie Lipa in Bosnien und Kara Tepe auf Lesbos werden Menschen unter Bedingungen festgehalten, die auf Dauer nicht zum Überleben, geschweige denn zum Leben reichen.

Bei Lipa befinden sich mit Stand 4.1. 1700 Menschen ohne winterfestes Obdach: ohne Heizung, fließendes Wasser oder SanitĂ€ranlagen. 800 Leute ĂŒbernachten bei Minusgraden im Freien. Viele traten am 1.1. in den Hungerstreik.

Es reicht nicht, als Antwort auf diese ZustÀnde etwa die Aufnahme von 100 Kindern zu fordern.

Es wÀre logistisch kein Problem, alle Leute sofort aus dieser Lage zu befreien.

Dass Staaten, wie auch Österreich, trotzdem untĂ€tig bleiben, kann in unseren Augen nur einen Grund haben: es ist Absicht. Ein abschreckendes Signal, das FlĂŒchtende fernhalten soll.

Das Mittelmeer ist weiterhin eine tödliche Grenze. Dort finden weiterhin Pushbacks statt.

Das europÀische Grenzregime zeigt hier seinen Vernichtungswillen.

Die politisch Verantwortlichen begehen damit Folter und Mord. Wir werden sie in Zukunft auch nur noch wie Mörder_innen behandeln.

Wir haben uns entschieden, die Demo nicht anzumelden, weil wir nicht mit genau dem Staat und den Behörden zusammenarbeiten wollen, die Menschen abschieben und in Lager einsperren.

Uns ist aber bewusst, dass wir zum Beispiel Menschen ohne EU-Pass die Teilnahme damit erschweren. FĂŒr diese kann die Teilnahme an einer unangemeldeten Kundgebung beschissenere rechtliche Konsequenzen haben, als fĂŒr Leute mit EU-Pass. (http://rechtsinfokollektiv.blogsport.at/rechtsinfo/demo-teilnahme/nicht-osterreichische-staatsburger_innenschaft/)

Damit produziert der Staat Spaltung und Ausschluss; ein weiteres Beispiel fĂŒr den allgegenwĂ€rtigen institutionalisierten Rassismus.

Freiheit fĂŒr alle! Refugees welcome!

#GrenzenTöten #LeaveNoOneBehind #LipaCamp #Moria #KaraTepe

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Quelle: Abc-wien.net