November 14, 2020
Von SchwarzerPfeil
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ParamilitĂ€rs setzen Angriffe auf Zapatistische UnterstĂŒtzungsbasen in Chiapas fort

KommuniquĂ© ĂŒber den jĂŒngsten paramilitĂ€rischen Angriffen auf die Zapatistische UnterstĂŒtzungsbasen in Chiapas, so wie zur EntfĂŒhrung und Folterung des Zapatisten Felix LĂłpez HernĂĄndez.

An die Menschenrechtsorganisationen

An die Nationalen und Internationalen Sechsten

An die Netzwerke von Widerstand und Rebellion

Heute informieren wir alle ĂŒber die EntfĂŒhrung und Folter eines Compañeros aus der zapatistischen UnterstĂŒtzungsbasis gemeinde San Isidro, einem Ortsteil von MoisĂ©s Gandhi. Die EntfĂŒhrung und Folter wurde von der paramilitĂ€rischen Organisation ORCAO am 8. November 2020 durchgefĂŒhrt.

Seit mehr als einem Jahr verursachen einige Mitglieder von ORCAO SchĂ€den an unseren HĂ€usern. Verschiedene Menschenrechtsorganisationen wie zum Beispiel FRAYBA, CORECO, SERAPAZ sind Zeugen dieser ĂŒblen Aktionen.

Tag und Nacht greifen Mitglieder von ORCAO die Gemeinde von MoisĂ©s Gandhi mit großkalibrigen Waffen an. Die Regierung kennt sie und tut nichts, um ihre Gorillas unter Kontrolle zu halten. Im Gegenteil, sie schĂŒtzt und helfen ihnen.

All diese Aggressionen sind den drei Ebenen der Regierung bekannt. Sie kennen ihre Mitarbeiter wie Josefina Bravo und RamĂłn MartĂ­nez. Die Bosse der schlechten Regierung manipulieren die RealitĂ€t, indem sie sagen, dass wir Zapatisten die Provokateure wĂ€ren und nicht die „armen kleinen ParamilitĂ€rs der ORCAO“.

Man hat ihnen gesagt, sie sollen ermitteln, aber sie sind Komplizen, denn diese Regierung ist die gleiche wie die frĂŒheren Regierungen. An ihren Handlungen Ă€ndert sich nichts. Es gibt einen Rollenwechsel, aber die Angriffe gehen weiter. Und sie benutzen die gleichen LĂŒgen wie frĂŒher, von RegierungsfunktionĂ€ren, die nur in ihren BĂŒros sitzen und gut bezahlt werden, um nichts zu tun.

Der jĂŒngste Akt in diesem verbrecherischen BĂŒndnis zwischen ParamilitĂ€rs und der Bundesregierung von LĂłpez Obrador, der Landesregierung von Rutilio EscandĂłn und den Kommunalbeamten von Ocosingo und Altamirano fand am 8. November 2020 statt. Es fand nur wenige Meter von der Stelle entfernt statt, an der sie unseren Genossenschaftsladen in CuxuljĂĄ niedergebrannt und geplĂŒndert hatten. Bis jetzt hat die schlechte Regierung nichts unternommen.

Am 8. November 2020, gegen 15.30 Uhr, schlugen und entfĂŒhrten zwanzig ParamilitĂ€rs der ORCAO unseren Compañero Felix LĂłpez HernĂĄndez. Die ParamilitĂ€rs von ORCAO brachten ihn an einen unbekannten Ort, wo sie ihn gefesselt und eingesperrt haben, ohne Wasser und Nahrung.

Dies wurde noch am selben Tag angeprangert, und die Regierung rechtfertigte das Vergehen, anstatt diesen EntfĂŒhrungsfall zu lösen, die Aktionen der ParamilitĂ€rs der ORCAO, indem sie die LĂŒgen wiederholte, das die Zapatisten die ORCAO provoziert hĂ€tten.

Die Darstellung ist völlig falsch. Der Compañero kam vom offiziellen Gemeindesitz von Ocosingo zurĂŒck und ging nach Hause, um bei seiner Familie zu sein.

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Unter den identifizierten EntfĂŒhrern von ORCAO waren: AndrĂ©s Santis LĂłpez, NicolĂĄs Santis LĂłpez, Santiago SĂĄnchez LĂłpez und Oscar Santis LĂłpez. Sie kommen aus der Gemeinde San Antonio.

Anstatt die EntfĂŒhrung zu beenden, haben ORCAO gefordert, das es keine Überschwemmungen mehr geben darf, da aufgrund der RegenfĂ€lle, die Rohre unbrauchbar gemacht wurden. Sie fordern auch, dass der Strom wieder eingeschaltet wird – den Strom, den die ORCAO selbst abgeschaltet haben, um der Gemeinde MoisĂ©s Gandhi zu schaden, was auch allerdings auch anderen Gemeinden betraf.

Unser Compañero Felix hat niemanden misshandelt. Er ist niemandem etwas schuldig, noch stiehlt oder schießt er auf Menschen und Gemeinden. Vielleicht ist unser Compañero Gott und kann den Befehl geben, den Regen zu stoppen, oder den dummen Menschen der ORCAO, die den Strom abgeschaltet haben, ein wenig VerstĂ€ndnis entgegenbringen, was sich auch auf andere Gemeinden auswirkt, die weder zapatistisch noch ORCAO sind. Jetzt inszenieren sich die Menschen der ORCAO als Opfer, um ihre Verbrechen zu vertuschen.

Uns liegen Informationen vor, dass Mitglieder der ORCAO aus der Gemeinde San Antonio Gelder von der Regierung erhalten haben, die fĂŒr den Bau einer Grundschule verwendet werden sollten. Die 300.000 Pesos wurden jedoch fĂŒr den Kauf von großkalibrigen Waffen verwendet. Ist es das, was die Regierung der vierten Transformation tun möchte? Sie berichtet, dass sie Schulen baut, wĂ€hrend sie in Wirklichkeit die Bewaffnung von ParamilitĂ€rs finanziert. Sieht so ihr Plan zur AufstandsbekĂ€mpfung aus?

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Abschließend sagen wir Herrn LĂłpez, Herrn EscandĂłn und seinen FunktionĂ€ren, dass wir sie fĂŒr alles, was den zapatistischen MĂ€nnern, Frauen, Kindern und Ältesten der Gemeinden von MoisĂ©s Gandhi passieren könnte, verantwortlich machen.

Ihr Schmerz, ihr Blut, ihr Leiden ist die Schuld der Regierung. Und sie tragen die Verantwortung fĂŒr alles, was als NĂ€chstes passieren wird.

Der Compañero Felix soll sofort freigelassen werden. Die ORCAO-Kidnapper sollten festgenommen und vor Gericht gestellt werden. Die ORCAO sollte ersetzen, was sie in unserem Genossenschaftsladen geplĂŒndert und zerstört hat. Die ORCAO sollte verstehen, dass diejenigen, die mit Feuer spielen, sich frĂŒher oder spĂ€ter verbrennen werden. Und die schlechte Regierung sollte aufhören, ihre AufstandsbekĂ€mpfungstaktiken so weiter zu spielen, und daran denken, dass letztendlich alles zu einem Ende geht, da sie nur großmĂ€ulige und autoritĂ€re Menschen sind. Fragt einfach Trump.

Der Rat der Guten Regierung „Ein neuer Aufbruch in den Widerstand, fĂŒr die Rebellion, fĂŒr das Leben und Menschlichkeit“

Die Schnecke lĂ€sst den Samen der Rebellen blĂŒhen.

Chiapas, Mexiko

10.November 2020

Update:

Die Junta de Buen Gobierno Zapatista Nuevo Amanecer en Resistencia y Rebeldia por la Vida y la Humanidad berichtet, dass ParamilitĂ€rs der ORCAO am 10. November, von 21 Uhr bis 2 Uhr morgens die Gemeinde MoisĂ©s Gandhi mit großkalibrigen Waffen angegriffen hat.

Der Angriff wurde ausgefĂŒhrt, weil Personen, die nicht mit ORCAO verbĂŒndet sind, den Strom wieder anschlossen. Die ParamilitĂ€rs beschuldigten die Zapatisten, das sie den Strom wieder angeschlossen hĂ€tten, und griffen als Reaktion darauf die Gemeinde an.

Quelle: Its Going Down

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Quelle: Schwarzerpfeil.de