Juni 15, 2021
Von InfoRiot
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Bernau – Mit großer Sorge betrachtet der Ortsteilbeirat Waldfrieden die Ausschreibung zum Betreiben des dortigen Asylwohnheims. Die Angst herrscht vor, dass dort bald wieder frĂŒhere ZustĂ€nde herrschen könnten. Der Landkreis Barnim beschwichtigt.

Diese Auf­gabe gehört in kom­mu­nale HĂ€nde, nicht pri­vate. Das hat die Zeit von 2015 bis 2018 gezeigt. Mit pri­vat­en Betreibern kom­men immer auch wirtschaftliche Inter­essen.“ Jan Bernatz­ki, Vor­sitzen­der des Orts­beirates Wald­frieden, hofft auf ein Umdenken der Kreisver­wal­tung in Bezug auf das Bernauer Asyl­be­wer­ber­heim. Weil es Schwierigkeit­en bei der Per­son­alpla­nung gibt, will der Land­kreis Barn­im die Unter­hal­tung des Über­gangswohn­heims in Bernau-Wald­frieden abgeben.

Verwaltung fehlt FlexibilitÀt

Als GrĂŒnde wer­den die fehlende Flex­i­bil­itĂ€t der öffentlichen Ver­wal­tung in Bezug auf fehlende Per­son­alausstat­tung, Nachausstat­tung und Instand­hal­tung von Ausstat­tungs­ge­gen­stĂ€n­den genan­nt. Dazu kom­men die fehlende tech­nis­che Anbindung an die Hauptver­wal­tung sowie die umstĂ€ndliche Beauf­tra­gung von Reparatur- und Instand­hal­tungs­maß­nah­men, die viele Nachteile mit sich bringe und fĂŒr die BeschĂ€ftigten zweitaufwĂ€ndig und zer­mĂŒr­bend war. Vieles sei dabei ĂŒber das eigentliche Auf­gaben­port­fo­lio – die soziale Betreu­ung der Bewohn­er – hinausgegangen.

„Behörden besser ausstatten“

„Die Erfahrung hat gezeigt, dass es schiefge­hen kann“, so Bernatz­ki. „Damals hat die notwendi­ge Sozialar­beit gefehlt. Der Orts­beirat möchte ver­hin­dern, dass es wieder zu solchen Prob­le­men mit nicht uner­he­blichen Auswirkun­gen auf die BĂŒrg­er­schaft kommt.“ Bernatz­ki emp­fiehlt daher, die Behör­den bess­er auszus­tat­ten. Sollte das nicht möglich sein, hof­fen er und seine Mit­stre­it­er, dass ein möglich­er Ver­trag mit einem pri­vat­en TrĂ€ger zunĂ€chst nur ĂŒber zwei, statt der anvisierten vier Jahre abgeschlossen wird. „So kön­nte man zunĂ€chst ein­mal schauen, ob es funktioniert.“

Unterschiedliche Ansichten bei Abgeordneten

Die Auss­chrei­bung sorgt auch bei eini­gen Abge­ord­neten fĂŒr Ver­wun­derung. Frank Bergn­er von den Linken im Ver­gabeauss­chuss: „Wir sind ver­wun­dert ĂŒber die Auss­chrei­bung, da es dort doch eigentlich gut zu klap­pen scheint.“ Die Kreisver­wal­tung sieht allerd­ings kaum eine andere Wahl. Ein­er der Haupt­grĂŒnde fĂŒr das Auss­chreiben ist das Auss­chei­den von Per­son­al, das nachbe­set­zt wer­den mĂŒsste. Das sei schwierig fĂŒr die Ver­wal­tung eines Land­kreis­es. Zudem gebe es bere­its eine TrĂ€gervielfalt im Land­kreis, Prob­leme seien nicht bekan­nt. Der Land­kreis habe zudem keine Pflicht, diese Auf­gabe zu ĂŒbernehmen. Ein Betreiber­wech­sel wĂŒrde zu ein­er besseren KostenĂŒber­sicht und Kosten­pla­nung durch pauschale Kosten­er­stat­tun­gen an einen exter­nen TrĂ€ger fĂŒhren. Zudem wĂ€re ein Betreiber, welch­er mehrere Ein­rich­tun­gen fĂŒhrt, auch in Per­son­alein­satzfra­gen viel flex­i­bler. Die Auf­gabe des Land­kreis­es Barn­im bestĂŒnde dann lediglich darin, zu begleit­en, zu informieren und zu kontrollieren.

Unterschiedliche Ansichten bei Abgeordneten

Die Auss­chrei­bung sorgt auch bei eini­gen Abge­ord­neten fĂŒr Ver­wun­derung. Frank Bergn­er von den Linken im Ver­gabeauss­chuss: „Wir sind ver­wun­dert ĂŒber die Auss­chrei­bung, da es dort doch eigentlich gut zu klap­pen scheint.“ Die Kreisver­wal­tung sieht allerd­ings kaum eine andere Wahl. Ein­er der Haupt­grĂŒnde fĂŒr das Auss­chreiben ist das Auss­chei­den von Per­son­al, das nachbe­set­zt wer­den mĂŒsste. Das sei schwierig fĂŒr die Ver­wal­tung eines Land­kreis­es. Zudem gebe es bere­its eine TrĂ€gervielfalt im Land­kreis, Prob­leme seien nicht bekan­nt. Der Land­kreis habe zudem keine Pflicht, diese Auf­gabe zu ĂŒbernehmen. Ein Betreiber­wech­sel wĂŒrde zu ein­er besseren KostenĂŒber­sicht und Kosten­pla­nung durch pauschale Kosten­er­stat­tun­gen an einen exter­nen TrĂ€ger fĂŒhren. Zudem wĂ€re ein Betreiber, welch­er mehrere Ein­rich­tun­gen fĂŒhrt, auch in Per­son­alein­satzfra­gen viel flex­i­bler. Die Auf­gabe des Land­kreis­es Barn­im bestĂŒnde dann lediglich darin, zu begleit­en, zu informieren und zu kontrollieren.






Quelle: Inforiot.de