Oktober 14, 2022
Von Paradox-A
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Lesedauer: 2 Minuten

Permakultur und damit verbundene Themen hab ich oftmals als Hippiekram mit potenziell esoterischen Versatzstücken abgetan. Und es stimmt, dass enorm reaktionäre Gruppen sich auf Permakultur und generell ökologische Themen beziehen. Das Natur im Faschismus schon lange mit behandelt wurden und grün und braun mehr Schnittpunkte hatte und haben, als ihnen lieb ist, dazu klärt z.B. FARN auf.

An dieser Stelle wollte ich aber auf eine anarchistische Person hinweisen, die mein Interesse geweckt hat, mich doch mal mit Permakultur etc. zu beschäftigen und mehr darüber zu lernen. Das Verständnis dahinter zielt auf das Experiment eines konvivialen Miteinanders von Menschen und ihrer Umgebung ab, also einem herrschaftsfreien gesellschaftlichen Naturverhältnis. Dieses kann nicht einfach mit der Überwindung von Staat und Kapitalismus erreicht werden, sondern die anthropozentrische Herrschaft über die Natur, muss selbst überwunden und ersetzt werden.

Es stimmt auch, dass die Verbreitung der Permakultur-Philosophie dahinter teilweise aus einer kulturellen Aneignung von nicht-weißen, kolonialisierten Leuten hervor ging und von gutsituierten Kreisen aufgegriffen wurde. Dies ändert aber nichts daran, dass ein anderes Naturverhältnis für alle da ist und für eine Gesellschaftstransformation im anarchistischen Sinne absolut erforderlich ist.

Ausgangspunkt dafür ist, mit der eigenen Umgebung zu interagieren und sie nicht als Ressource, sondern Lebensraum und Lebenwesen zu verstehen. Letztendlich geht es also darum die eigene Entfremdung abzubauen, denn wer sich mit dem Leben verbunden fühlt, wird es nicht zerstören oder unterwerfen wollen. Trennung und Verdinglichung sind hingegen Mechanismen und Voraussetzung für die Katastrophe, in welcher wir uns heute befinden: Monokulturen, verdichtete Böden, massive Reduzierung der Artenvielfalt, die Zunahme von extremen Wetterereignissen, wie auch der menschengemachte Klimawandel mit all seinen Folgen.

Als einer von vielen Möglichkeiten hier der Hinweis auf die Seite von Tuuli Holo: https://permakultur-reinbek.de/ als Beispiel für eine anarchistische Herangehensweise, ein konviviales Naturverhältnis experimentell einzurichten – entgegen der gigantischen Apokalypse in der wir leben. Ein Einstieg dafür können die 12 Prinzipien der Permakultur sein:

Prinzip 1: Beobachte und interagiere
Prinzip 2: Sammle und speichere Energie
Prinzip 3: Erziele einen Ertrag
Prinzip 4: Wende Selbstregulierung an und lerne aus dem Feedback
Prinzip 5: Nutze erneuerbare Ressourcen und Leistungen
Prinzip 6: Produziere keinen Abfall
Prinzip 7: Gestalte zuerst Muster und dann Details
Prinzip 8: Integrieren statt ausgrenzen
Prinzip 9: Nutze kleine & langsame Lösungen
Prinzip 10: Nutze & schätze die Vielfalt
Prinzip 11: Nutze Randzonen und schätze das Marginale
Prinzip 12: Nutze & reagiere kreativ auf Veränderung

Prinzip 1: Beobachte und interagiere

Prinzip 2: Sammle und speichere Energie

Prinzip 3: Erziele einen Ertrag

Prinzip 4: Wende Selbstregulierung an und lerne aus dem Feedback

Prinzip 5: Nutze erneuerbare Ressourcen und Leistungen

Prinzip 6: Produziere keinen Abfall

Prinzip 7: Gestalte zuerst Muster und dann Details

Prinzip 8: Integrieren statt ausgrenzen

Prinzip 9: Nutze kleine & langsame Lösungen

Prinzip 10: Nutze & schätze die Vielfalt

Prinzip 11: Nutze Randzonen und schätze das Marginale

Prinzip 12: Nutze & reagiere kreativ auf Veränderung




Quelle: Paradox-a.de